Bachelorarbeit, 2020
71 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Stress
2.1 Belastungsorientierter Ansatz
2.2 Bewertungsorientierter Ansatz
2.3 Ressourcenorientierter Ansatz
3 Arbeitsplatzbezogener Stress
3.1 Übertragungseffekte
3.2 Work- Family Conflict
4 Auswirkung der Arbeitsressourcen auf die Entstehung negativer Spillovereffekte
4.1 Organisationale Ressource
4.2 Soziale Ressource
4.3 Personale Ressourcen
5 Arbeitsformen Bürotätigkeit und Home Office
5.1 Entwicklung Home Office in Deutschland
5.2 Einflussfaktor Arbeitsform auf die Entstehung negativer Spillovereffekte
6 Empirische Untersuchung
6.1 Design und Material
6.2 Datenerhebung
6.3 Darstellung der Stichprobe
6.4 Inferenzstatistik
6.5 Diskussion der Ergebnisse
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Arbeitsform Home Office im Vergleich zur klassischen Bürotätigkeit einen spezifischen Einfluss auf die Entstehung negativer Spillovereffekte ausübt und inwieweit verschiedene Ressourcen diesen Prozess moderieren.
3.1 Übertragungseffekte
Stress entsteht nicht nur im arbeitsbezogenen Kontext, sondern auch in allen weiteren Lebensbereichen, die den Menschen auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen. Da sich die psychischen und physischen Stressreaktionen nicht nur auf ein Spektrum des Alltages beschränken, kommt es automatisch zu Überschneidungen der Lebensbereiche und somit zugleich auch der Stressempfindungen. Bakker und Demerouti haben sich intensiv mit den Übertragungen dieser Bereiche beschäftigt. Sie beziehen sich grundsätzlich auf zwei Übertragungseffekte: den Spillovereffekt und den Crossovereffekt (Bakker, Demerouti und Burke, 2009). Ein Spillovereffekt ist ein intraindividueller Vorgang, der dementsprechend individuell bei jedem Menschen abläuft. Dieser Effekt kann in verschiedenen Ausprägungen auftreten. Ein psychisch negativer Spillovereffekt erfolgt in Form von Übertragungsprozessen, bei denen die Merkmale des Privatlebens und der Arbeit mit psychischen Reaktionen assoziiert werden, die dann als manifestierte Einstellungen und Verhaltensformen in den jeweiligen Lebensbereich übertragen werden (Voydanoff, 2004). Daraus resultieren dann negative Emotionen, Energieverluste, Stress und Rückzug der Person (Rothbard, 2001). Grundsätzlich sind dabei zwei Wirkrichtungen möglich. Es kann ein negativer Spillovereffekt aus der Arbeitswelt auf das Privatleben übertragen werden und umgekehrt.
Hierbei spielen die Erfahrungen, die eine Person während ihrer Arbeitszeit und im Privatleben sammelt, eine große Rolle. Wenn der Arbeitgeber keine wertschätzende Kommunikationsstrategie bei seinen Mitarbeitern anwendet und dabei den Fokus nicht auf die einzelnen unterschiedlichen Persönlichkeitseigenschaften legt, kommt es zu einem negativen Spillovereffekt. Dabei ist nicht nur der Inhalt der Arbeitgeberaussagen ausschlaggebend sondern vor allem die nonverbalen Signale, die vermittelt werden. Dies kann durch eine hektische Gestik, eine missachtende Mimik oder beispielsweise durch das Stirnrunzeln vermittelt werden. Greenhaus und Beutell differenzieren die Ursachen für einen negativen Spillovereffekt zwischen zwei Kategorien.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Work-Life-Balance und die Bedeutung von Stressoren in modernen Arbeitsumgebungen wie dem Home Office.
2 Stress: Darstellung theoretischer Grundlagen der Stressentstehung durch belastungs-, bewertungs- und ressourcenorientierte Ansätze.
3 Arbeitsplatzbezogener Stress: Analyse von Arbeitsstress, Übertragungseffekten und dem Konfliktpotenzial zwischen Berufs- und Familienleben.
4 Auswirkung der Arbeitsressourcen auf die Entstehung negativer Spillovereffekte: Erläuterung, wie organisationale, soziale und personale Ressourcen auf Stress und negative Spillovereffekte wirken.
5 Arbeitsformen Bürotätigkeit und Home Office: Gegenüberstellung der beiden Arbeitsformen inklusive der Entwicklung des Home Office in Deutschland.
6 Empirische Untersuchung: Vorstellung des methodischen Designs, der Datenerhebung sowie Darstellung und Diskussion der Ergebnisse der Online-Befragung.
7 Ausblick: Reflexion der Erkenntnisse und Vorschläge für zukünftige Forschungsansätze unter Berücksichtigung methodischer Limitationen.
Stress, negative Spillovereffekte, Home Office, Büroarbeit, Arbeitsressourcen, Work-Life-Balance, Stressbewältigung, organisationale Ressourcen, soziale Unterstützung, personale Ressourcen, empirische Untersuchung, Arbeitsplatzgestaltung, psychische Gesundheit, Arbeitsklima, Resilienz.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Einfluss verschiedener Arbeitsformen – konkret Büroarbeit und Home Office – auf das individuelle Stressempfinden und die Entstehung negativer Spillovereffekte.
Die zentralen Themen umfassen Stressmanagement-Theorien, die Bedeutung von Ressourcen (organisational, sozial, personal), die Dynamik zwischen Arbeits- und Privatleben sowie der empirische Vergleich von Büro- und Heimarbeit.
Die Forschungsfrage lautet: Sind die negativen Spillovereffekte im Home Office stärker ausgeprägt als in einem Bürojob?
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer Online-Befragung durchgeführt, deren Daten deskriptiv und inferenzstatistisch (u.a. T-Tests, Korrelationen, Regression) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil erörtert zunächst die theoretischen Grundlagen der Stressforschung, analysiert die Übertragungseffekte (Spillover), untersucht die Rolle verschiedener Ressourcen und vergleicht abschließend Büro- und Home-Office-Bedingungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stress, negative Spillovereffekte, Home Office, Arbeitsressourcen und Work-Life-Balance charakterisieren.
Die Untersuchung ergab, dass die Forschungsfrage, ob negative Spillovereffekte im Home Office stärker ausgeprägt sind als im Büro, mit "nein" beantwortet werden muss; die Daten zeigten hier keinen signifikanten Nachteil für das Home Office.
Es konnte festgestellt werden, dass Eltern ein stärkeres Stressempfinden bei sozialen Konflikten haben und geschiedene Personen unter Stress stärker auf Büroarbeit reagieren als auf die Arbeit im Home Office.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

