Bachelorarbeit, 2021
56 Seiten, Note: 1,1
1. Problemhintergrund
2. Zielentwicklung und Fragestellung
3. Theoretischer Rahmen
3.1. COVID-19-Pandemie
3.2. Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland
3.2.1. Die stationäre Kinder- und Jugendhilfe
3.3. Psychosoziale Gesundheit
4. Methodik
4.1. Stichprobenbildung
4.2. Datenerhebung
4.3. Datenauswertung
5. Ergebnisse
6. Diskussion der Ergebnisse
7. Schlussfolgerung
8. Gütekriterien, Limitationen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht aus der Perspektive von Sozialpädagoginnen, wie die COVID-19-Pandemie die psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe beeinflusst hat und welche Auswirkungen die Kontaktbeschränkungen auf den pädagogischen Alltag hatten.
1. Problemhintergrund
Das aus der chinesischen Provinz Wuhan stammende Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich Anfang 2020 innerhalb weniger Wochen weltweit rasant verbreitet. Um die Gesundheit der Menschen zu schützen und das Gesundheitssystem nicht zu überfordern, sorgte die Politik für weitreichende Eindämmungs- und Quarantänemaßnahmen, die Auswirkungen auf fast alle Lebens- und Gesellschaftsbereiche haben. Isolation, Kontaktbeschränkungen und die Schließung von öffentlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Freizeitverbänden oder Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe bewirken insbesondere bei Kindern und Jugendlichen eine völlige Veränderung des sozialen Umfeldes.
Kinder und Jugendliche stehen noch ganz am Anfang ihres Lebens und lernen soziale Strukturen erst kennen. Daher stellen sie eine besonders vulnerable Gruppe in der Gesellschaft dar. Wirtschaftliche Notlagen und Überforderungssituationen in Familien führen zu großem Druck. Psychosoziale Probleme und Gewalt innerhalb einer Familie können die Folge sein (Fegert et al. 2020). Da sich die pandemiebedingten gesellschaftlichen Einschränkungen gravierend auf das zukünftige Sozialleben und die psychosoziale Gesundheit dieser jungen Menschen auswirkt, sprechen Wissenschaftler*innen von einer sich kurz- und langfristig entwickelnden „parallelen Pandemie“ (Cardenas et al. 2020).
1. Problemhintergrund: Dieser Abschnitt beschreibt die globalen Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie und betont die besondere Vulnerabilität von Kindern und Jugendlichen durch gesellschaftliche Einschränkungen.
2. Zielentwicklung und Fragestellung: Hier wird das Forschungsziel definiert, die psychosoziale Gesundheit von Kindern in der stationären Jugendhilfe aus Sicht der betreuenden Sozialpädagogen während der Pandemie zu erfassen.
3. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen der Pandemie, Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland sowie Konzepte der psychosozialen Gesundheit.
4. Methodik: Es wird das qualitative Forschungsdesign dargelegt, welches auf Experteninterviews mit fünf Sozialpädagoginnen basiert und nach der Methode von Mayring ausgewertet wurde.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Interviews, unterteilt in Wahrnehmung der Pandemie, Herausforderungen, Bedürfnisse sowie psychosoziale und körperliche Gesundheit.
6. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in den theoretischen Kontext eingeordnet, wobei die Belastungssituation für Kinder und Fachpersonal hervorgehoben wird.
7. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Pandemie die psychosoziale Gesundheit der Kinder beeinträchtigt und Handlungsbedarf bei strukturellen Regelungen besteht.
8. Gütekriterien, Limitationen und Ausblick: Hier werden die wissenschaftliche Validität der Studie diskutiert, die Grenzen der Stichprobengröße aufgezeigt und Impulse für zukünftige Forschung gegeben.
COVID-19-Pandemie, stationäre Kinder- und Jugendhilfe, psychosoziale Gesundheit, Sozialpädagogik, Lockdown, Kontaktbeschränkungen, Gesundheitskompetenz, vulnerable Gruppen, Kindeswohl, Quarantäne, Alltag, pädagogisches Personal, Bewältigungsstrategien, Salutogenese.
Die Bachelor-Thesis untersucht das Erleben von Kindern und Jugendlichen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe während der COVID-19-Pandemie aus der Sicht von Sozialpädagoginnen.
Die Themen umfassen die Wahrnehmung der Pandemie, die Herausforderungen im Alltag, Bedürfnisse der Kinder, psychosoziale Belastungen sowie die berufliche Arbeitsbelastung der Betreuer.
Ziel ist es, einen Einblick in die Lebenswelt der Kinder in stationären Einrichtungen während der Pandemie zu gewinnen und Rückschlüsse auf deren psychosoziale Gesundheit zu ziehen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bestehend aus fünf problemzentrierten, halbstandardisierten Experteninterviews, die nach der Methode der strukturierten Inhaltsanalyse von Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse in fünf Kategorien: Wahrnehmung der Pandemie, Herausforderungen, Wünsche und Bedürfnisse, Gesundheit (psychosozial und körperlich) sowie Zukunftsaussichten.
Wichtige Begriffe sind COVID-19-Pandemie, stationäre Jugendhilfe, psychosoziale Gesundheit, Lockdown, Kindeswohl und pädagogische Arbeitsbelastung.
Die Arbeit zeigt, dass Kinder ab dem Schulalter durch soziale Isolation von Peer-Groups und den Wegfall gewohnter Strukturen in ihrer psychosozialen Gesundheit beeinträchtigt werden.
Die Umsetzung von Quarantänemaßnahmen stellt eine enorme Herausforderung dar, da bei jüngeren Kindern eine Einzelisolierung kaum realisierbar ist und Ängste sowie Verunsicherung auslöst.
Die befragten Sozialpädagoginnen fordern einheitlichere, klare Regelungen sowie mehr Anerkennung und eine personelle Aufstockung, um die Betreuung in Krisenzeiten sicherzustellen.
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