Bachelorarbeit, 2017
60 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
2. Theoretische Grundlagen
2. 1 Definition des Spielbegriffs
2. 2 Spielformen
2. 3 Bedeutung des kindlichen Spielens
2. 3. 1 Sicht der Eltern
2. 3. 2 Entwicklungspsychologischer Diskurs
2. 3. 3 Bildungspolitischer Diskurs
2. 3. 4 Wissenschaftlicher Diskurs
3. Der Erwerb von schulisch geforderten Fähigkeiten und Fertigkeiten
3. 1 Definition
3. 2 Ziele der Schulfähigkeit
3. 3 Anschlussfähigkeit und Kooperation von Kindergarten und Grundschule
4. Diskussion
5. Voraussetzungen und Forderungen zur Entfaltung des freien Spiels im Hinblick auf Schulfähigkeit
5. 1 Einflussnahme und Spielförderung durch Erwachsene
5. 2 Hemmnisse des Spiels
5. 3 Konsequenzen für pädagogische Fachkräfte
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des kindlichen Spielens für den Erwerb schulisch geforderter Fähigkeiten und Fertigkeiten, insbesondere im letzten Kindergartenjahr. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwiefern freies Spiel durch ergänzende, strukturierte Angebote im Hinblick auf die Schulfähigkeit unterstützt werden muss oder ob diese die Spielentfaltung einschränken.
2. 1 Definition des Spielbegriffs
Der Begriff des Spiels findet ständig Verwendung, auch im alltäglichen Sprachgebrauch (vgl. Pausewang 1997, S. 10). Doch was verstehen wir unter kindlichem Spiel? Und was kommt uns in den Sinn, wenn wir über das Spiel nachdenken? Das Kinderspiel ist eine intensive Erfahrung, während der Eifer und Erstaunen herrschen und dramatisches Handeln jeden Gedanken an Zeit verfliegen lässt (vgl. Biber 1973, S. 12). Kinder spielen ernsthaft, konzentriert und vergessen dabei alles um sie herum. Sie können überall und jederzeit spielen (vgl. Blank-Mathieu 2007). So alltäglich der Begriff des Spiels ist, so breit gefächert sind die Definitionsmöglichkeiten. Eine passende Definition für den Spielbegriff zu finden ist komplex, da er auch fließende Übergänge zu anderen Verhaltensformen wie beispielsweise dem Erkundungsverhalten beinhaltet (vgl. Einsiedler 1994, S. 12). Diese Tatsachen, machen es schwierig, eine spezifische Erklärung oder Festlegung für kindliches Spiel festzusetzen (vgl. Pausewang 1997, S. 10). Im Wesentlichen ist das Spiel durch verschiedene Merkmale gekennzeichnet, die jedoch nicht alle auf jedes Spiel zutreffen müssen (vgl. Pausewang 1997, S. 10). Kampfspiele beispielsweise sind in ihrer Freiwilligkeit möglicherweise eingeschränkt (vgl. Einsiedler 1994, S. 11). Wenn jedoch ein einzelnes Merkmal im konkreten Fall nicht vorliegt, die anderen Merkmale aber deutlich erkennbar sind, so spricht man trotzdem von dem Spiel (vgl. Einsiedler 1994, S. 12).
Die wichtigsten Merkmale, bei denen sich die meisten Autoren einig sind, sind zum einen Vergnügen zu erleben und Spielfreude zu haben, zum anderen die Zweckfreiheit (vgl. Mogel 1994, S. 3 und Oerter 1997, S. 5 und Pausewang 1997, S.11 und Franz 2016, S. 14). Zweckfreiheit bedeutet dabei allerdings nicht zwecklos oder sinnlos (vgl. Franz 2016, S. 14 und Mogel 1994, S. 38 und Oerter 1997, S. 5). Zweckfreiheit bedeutet, dass das Spiel nicht des Ergebnisses wegen durchgeführt wird, nicht des Resultats wegen oder aus Interesse am entstehenden Produkt (vgl. Pausewang 1997, S.10). Vielmehr geht es auch dem Kind um den Prozess an sich (vgl. Einsiedler 1994, S. 15, 144) und seine Tätigkeit rückt in den Vordergrund (vgl. Oerter 1997, S. 6). Das Spiel sollte also nicht auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet werden (vgl. Schmidtchen/Erb 1979, S. 9). Spielfreude und Spaß am Spiel sind Merkmale, die die Entwicklung des Kindes begünstigen (vgl. Mogel 1994, S. 29).
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Bedeutung des kindlichen Spiels, das Spannungsfeld zwischen freiem Spiel und Leistungsdruck in der heutigen Gesellschaft sowie das Ziel der Arbeit, die Relevanz des Spiels für die Schulfähigkeit zu reflektieren.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Spielbegriff und erläutert verschiedene Spielformen, die Bedeutung der Spielförderung sowie die Sichtweisen von Eltern, die entwicklungspsychologische Perspektive und den bildungspolitischen Diskurs.
3. Der Erwerb von schulisch geforderten Fähigkeiten und Fertigkeiten: Hier wird der Wandel vom Konzept der Schulreife zum modernen Begriff der Schulfähigkeit analysiert und die Rolle des Kindergartens bei der Vermittlung von Basisfertigkeiten und Vorläuferkompetenzen beschrieben.
4. Diskussion: Das Kapitel diskutiert kritisch, inwieweit strukturierte Zusatzangebote zur Schulvorbereitung notwendig sind und inwieweit diese das freie Spiel einschränken oder ergänzen können.
5. Voraussetzungen und Forderungen zur Entfaltung des freien Spiels im Hinblick auf Schulfähigkeit: Es werden die Rolle der Erwachsenen bei der Spielförderung, Hemmnisse des Spiels sowie die spezifischen Konsequenzen für das pädagogische Handeln in Kindertageseinrichtungen detailliert dargestellt.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die das Spiel als unverzichtbare Grundlage für Selbstbildungsprozesse und die ganzheitliche Entwicklung des Kindes bekräftigt.
kindliches Spiel, Schulfähigkeit, Freispiel, Bildungsprozesse, Selbstbildung, Vorschulerziehung, Basisfertigkeiten, Lernentwicklung, Frühpädagogik, Schulvorbereitung, pädagogische Fachkraft, Kooperation, Übergang, Kompetenzerwerb, Spielpädagogik
Die Arbeit analysiert die Bedeutung des kindlichen Spielens als essenzielle Form des Lernens und dessen Beitrag zum Erwerb schulisch relevanter Kompetenzen im letzten Kindergartenjahr.
Die Arbeit behandelt die Spielentwicklung, den Wandel von Schulreife zu Schulfähigkeit, die Rolle der Eltern und Pädagogen sowie das Spannungsfeld zwischen freiem Spiel und strukturierter Bildungsarbeit.
Ziel ist es, die Chancen und Potenziale des freien Spiels hervorzuheben und zu reflektieren, wie Kinder optimal auf die Schule vorbereitet werden können, ohne die Bedeutung des spielerischen Lernens durch Überstrukturierung zu gefährden.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturanalyse, die aktuelle pädagogische Diskurse, psychologische Erkenntnisse und bildungspolitische Rahmenkonzepte zusammenführt und kritisch bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Spiels, die Definition von Schulfähigkeit, eine Diskussion über Förderangebote sowie die Analyse notwendiger Voraussetzungen für die Entfaltung des freien Spiels.
Die zentralen Schlagworte sind kindliches Spiel, Schulfähigkeit, Selbstbildung, Freispiel, Kompetenzerwerb und Frühpädagogik.
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine leistungsorientierte Sichtweise der Erwachsenen das Spiel in seiner Zweckfreiheit einschränken kann, wenn es primär als Mittel zum (schulischen) Zweck und nicht als wertvoller Prozess an sich gesehen wird.
Die Kooperation ist entscheidend für einen bruchlosen Übergang, wobei es darum geht, aufeinander aufbauende Bildungsprozesse zu gestalten, ohne dem Kindergarten die Funktion einer bloßen "Vorschul-Zuliefererschule" zuzuweisen.
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