Bachelorarbeit
33 Seiten
1. Einleitung
2. Einführung in die Inklusion
2.1. Der Inklusionsbegriff
2.2. Historischer Kontext aus pädagogischer Perspektive
2.3. (Menschen-) Rechtliche Grundlagen
2.4. Index für Inklusion
2.5. Inklusion in der Gesellschaft
2.6. Schulische Inklusion
2.7. Fazit
3. Leistung
3.1. Der Leistungsbegriff
3.2. Gesellschaftliche Leistung
3.3. Schulische Leistung – Der pädagogische Leistungsbegriff
3.4. Inklusive Leistung
3.5. Fazit
4. Leistungsbewertungen
4.1. Bezugsnormen der Leistungsbeurteilung
4.2. Formative und Summative Leistungsbewertungen
4.3. Alternative Konzepte der Leistungsbewertung
4.4. Fazit
5. Ist Leistungsgerechtigkeit im Kontext von Inklusion möglich?
5.1. Analyse der gesammelten Ergebnisse
5.2. Aktueller Forschungsstand
6. Schlusswort
Diese Bachelorarbeit untersucht die zentrale Frage, ob und wie Leistungsgerechtigkeit innerhalb eines inklusiven Schulsystems verwirklicht werden kann, indem sie das Spannungsfeld zwischen traditionellen, meritokratischen Leistungsanforderungen und dem inklusiven Ziel der Chancengleichheit analysiert.
3.3 Schulische Leistung – Der pädagogische Leistungsbegriff
Um herauszufinden was man unter »inklusiver Leistung« verstehen kann, ist es sinnvoll zunächst »schulische Leistung« zu definieren. Auch bei dieser Begriffsdefinition ist es schwierig ein konkretes Ergebnis zu erhalten. Es gibt zahlreiche Definitionsversuche seitens der Erziehungswissenschaft, jedoch keine allgemeingültige Bestimmung. Der Schulpädagoge und Lehrer Christian Nerowski untersuchte einige dieser Begriffsdefinitionen und versuchte Gemeinsamkeiten zu finden und Kriterien für eine Begriffsbestimmung aufzulisten. »Demnach ist schulische Leistung u.a. verbunden mit der Vorstellung »Aktivität«, »Tätigkeit«, und »Anstrengung« der Schülerinnen und Schüler , sie ist »zielgerichtet« und damit »absichtsvoll«, an schulischen »Anforderungen« ausgerichtet und »ergebnisorientiert«« (Beutel, u.a., 2020, S.26). Hinzukommt, dass die Auswahl geeigneter didaktischer Methoden, Aufgaben und Sozialformen des Unterrichtes, als notwendige Maßnahmen für einen steuerbaren Unterricht anzusehen sind. Leistung sollte zusätzlich Bewertungen zugänglich sein und an Gütemaßstäben feststellbar sein. Um schulische Leistung zu definieren sind, nach Nerowski, nur zwei Bestimmungsstücke notwendig: Handlung und Bewertung. Andere mögliche Definitionsmerkmale lassen sich den zuvor genannten Bestimmungsstücken als Unterpunkte zuordnen. (Beutel, u.a., 2020, S.26 ff.) In diesem Zusammenhang lässt sich Handlung als »das Vorliegen einer individuell zurechenbaren Absicht oder des Handelns« beschreiben. (Beutel, u.a., 2020, S.28 ) Schulinstitutionen bewerten hauptsächlich mithilfe von Notenskalen, aber auch wenn Leistung ohne eine Notenvergabe bewertet werden würde, würde eine Bewertung stattfinden. Dies bedeutet Leistung scheint ohne Bewertung nicht möglich zu sein. Zusammenfassend lässt sich somit feststellen, dass Handlungen erst durch Bewertungen zu Leistungen werden. Das potenzielle Spektrum schulischer Leistungen ist unbegrenzt und agiert abhängig von dem zugemessenen gesellschaftlichen Wert.
1. Einleitung: Der Abschnitt führt in die Thematik der schulischen Inklusion ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Vereinbarkeit von Leistungsgerechtigkeit und dem inklusiven Bildungskonzept.
2. Einführung in die Inklusion: Dieses Kapitel erläutert den Inklusionsbegriff, beleuchtet rechtliche Grundlagen wie die UN-Behindertenrechtskonvention und untersucht das Verhältnis von Inklusion und Gesellschaft.
3. Leistung: Hier wird der Leistungsbegriff in gesellschaftlicher sowie pädagogischer Hinsicht definiert und der Konflikt zwischen schulischer Selektion und Inklusion aufgezeigt.
4. Leistungsbewertungen: Das Kapitel analysiert verschiedene Bezugsnormen, unterscheidet zwischen formativen und summativen Verfahren und stellt alternative Konzepte der Leistungsbewertung vor.
5. Ist Leistungsgerechtigkeit im Kontext von Inklusion möglich?: Auf Basis der vorangegangenen theoretischen Ausarbeitungen wird die Eingangsfrage kritisch diskutiert und der aktuelle Forschungsstand reflektiert.
6. Schlusswort: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass das gegenwärtige Bildungssystem noch erheblichen Handlungsbedarf hinsichtlich inklusiver Gerechtigkeit aufweist.
Inklusion, Leistung, Leistungsgerechtigkeit, schulische Inklusion, Leistungsbewertung, meritokratisches System, UN-Behindertenrechtskonvention, Chancengleichheit, pädagogische Leistung, formative Beurteilung, summative Beurteilung, Schulentwicklung, Leistungsgesellschaft, Teilhabe, Inklusionspädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Frage, ob Leistungsgerechtigkeit in einem inklusiven Schulsystem möglich ist und wie sich dieses Ziel mit den Anforderungen eines selektiven Bildungssystems vereinbaren lässt.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Inklusion, die Analyse des Leistungsbegriffs in pädagogischen und gesellschaftlichen Kontexten sowie eine kritische Untersuchung zeitgemäßer Leistungsbewertungskonzepte.
Die Forschungsfrage lautet: »Ist Leistungsgerechtigkeit im Kontext von Inklusion möglich?« – Eine Herausforderung an das inklusive Schulsystem.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die den aktuellen Diskurs, rechtliche Grundlagen und pädagogische Konzepte aufarbeitet, um die Forschungsfrage zu beantworten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit zu Inklusion und Leistung sowie die detaillierte Untersuchung von Bezugsnormen und alternativen Bewertungsmethoden wie Portfolios oder Lerntagebüchern.
Inklusion, Leistungsgerechtigkeit, schulisches Leistungsverständnis, Leistungsbewertung und meritokratische Gesellschaft sind die prägenden Begriffe.
Die Arbeit argumentiert, dass das aktuelle Bildungssystem stark auf Noten und Selektion fokussiert ist, was einem inklusiven Anspruch, der die individuellen Fortschritte jedes Kindes wertschätzen sollte, widerspricht.
Die individuelle Bezugsnorm ist laut der Autorin von hoher Relevanz, da sie den Lernfortschritt des einzelnen Kindes in den Mittelpunkt stellt, anstatt es nur im Vergleich zur Gruppe zu bewerten, was den Bedürfnissen in inklusiven Klassen besser entspricht.
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