Bachelorarbeit, 2019
40 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Entwicklung der politischen Bildung
2.1 Historischer Überblick
2.2 Rechtlicher Rahmen
2.3 Institutionen
2.3.1. Die Landeszentralen für politische Bildung
2.3.2. Volkshochschulen
2.3.3. Freie Träger der außerschulischen politischen Bildung
3. Analyse der politischen Bildung mit sozial benachteiligten Jugendlichen
3.1 Zielgruppenanalyse
3.1.1 Prekäre Jugendliche
3.1.2 Materialistische Hedonisten
3.1.3 Gemeinsamkeiten
3.2 Teilnahmehindernisse durch die Bildungsträger und Politik
3.3 Evaluierung der Beteiligung an politischer Bildung
4. Außerschulische politische Bildung mit Bildungsfernen in der Praxis
4.1 Anforderungen und Herausforderungen
4.2 Gestaltungsprinzipien
4.2.1. Subjektorientierung
4.2.2. Partizipation
4.2.3. Anerkennung
4.2.4. Handlungsorientierung
4.3 Verknüpfung von Anforderungen und Gestaltungsprinzipien
4.4 Praxisbeispiele
4.4.1. Das Partizipationsmodell „laut!“
4.4.2. „Wir haben was zu sagen“
5. Fazit
Diese Arbeit analysiert die außerschulische politische Bildung mit Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten oder Milieus. Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit diese Zielgruppe an politischer Bildung interessiert ist, welche Hindernisse für eine Teilnahme bestehen und welche pädagogischen Ansätze sowie Gestaltungsprinzipien in der Praxis effektiv sind, um diese Jugendlichen zu erreichen und in ihrem politischen Handeln zu stärken.
3.1.2 Materialistische Hedonisten
Materialistische Hedonisten haben ihre Bezeichnung vorrangig durch ihren ausgeprägten Konsumdrang und einer entspannten, auf Erlebnisse ausgerichtete Lebensweise erhalten. Ihre Bildungsabschlüsse sind meist niedrig, womit sie sich in der Öffentlichkeit, wegen der Angst vor geringerer Akzeptanz durch einen niedrigeren Bildungsabschluss, nicht wohl fühlen. Affinitäten zu politischen Bildungsangeboten oder der Politik selbst, lassen sich bei den materialistischen Hedonisten nur geringfügig erfassen. Kriminalität, Aggressivität und Drogenkonsum spielen bei ihnen eine ähnlich zentrale Rolle wie bei den prekären Jugendlichen. Calmbach et al. sehen bei ihnen „[…] tendenziell eine Ablehnung gegenüber Kontroll- und Autoritätswerten. Rigide Regeln werden deutlicher als in den anderen Lebenswelten als begrenzend, entmutigend und abstrafend erlebt.“ Die Autorinnen und Autoren sehen Möglichkeiten diese Jugendlichen mit der (politischen) Jugendbildung zu erreichen in dem Umstand, dass regelmäßig das Angebot an Räumlichkeiten der offenen oder mobilen Jugendarbeit, als Treffpunkt mit Freundinnen und Freunden, genutzt wird.
Dies kann verwendet werden, um als Anlaufpunkt der Jugendlichen, sowie als Ort der sozialen und politischen Auseinandersetzung, durch aktive Jugendsozialarbeit durch die Pädagoginnen und Pädagogen, zu fungieren.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung und die gegenwärtigen Herausforderungen der politischen Jugendbildung für sozial benachteiligte Gruppen. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage nach der tatsächlichen Interessenlage und den Zugangsmöglichkeiten dieser Zielgruppe formuliert.
2. Entwicklung der politischen Bildung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick sowie eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und der wichtigsten Institutionen, die im Bereich der politischen Bildung aktiv sind.
3. Analyse der politischen Bildung mit sozial benachteiligten Jugendlichen: Hier werden die Zielgruppen analysiert, Teilnahmehindernisse identifiziert und eine Evaluierung der bisherigen Beteiligung an politischer Bildung vorgenommen.
4. Außerschulische politische Bildung mit Bildungsfernen in der Praxis: Es werden Anforderungen, Herausforderungen und zentrale Gestaltungsprinzipien wie Subjektorientierung und Partizipation vorgestellt, ergänzt durch gelungene Praxisbeispiele.
5. Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht, dass durch subjektnahe und anerkennende Bildungsarbeit auch bildungsferne Jugendliche für politisches Handeln gewonnen werden können.
Politische Bildung, außerschulische Jugendarbeit, sozial benachteiligte Jugendliche, Bildungsferne, Partizipation, Zielgruppenanalyse, Subjektorientierung, Anerkennung, Handlungsorientierung, Politikdistanz, Jugendhilfe, politisches Handeln, Milieustudien, Bildungsbarrieren, Lebensweltorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der außerschulischen politischen Bildung und der spezifischen Herausforderung, sozial benachteiligte Jugendliche in diesem Bereich zu erreichen und zu fördern.
Im Mittelpunkt stehen die Analyse der Zielgruppen (insbesondere prekäre Jugendliche und materialistische Hedonisten), die Rolle der Bildungsträger sowie die didaktischen Prinzipien einer wirksamen politischen Bildung.
Es wird untersucht, ob eine strukturelle Interessenlosigkeit der Zielgruppe gegenüber politischer Bildung vorliegt und welche pädagogischen Konzepte helfen können, diese Jugendlichen aktiv in politische Bildungsprozesse einzubinden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich von Lebensweltstudien (z.B. Sinus-Studien) sowie der Auswertung von Evaluierungsdaten zur Partizipation in der Jugendarbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Entwicklung politischer Bildung, eine detaillierte Milieu- und Zielgruppenanalyse sowie die Darstellung praktischer Ansätze und Gestaltungsprinzipien.
Zentrale Begriffe sind politische Bildung, Bildungsferne, Partizipation, Subjektorientierung und Lebensweltorientierung.
Er dient als rechtliche und fachliche Basis, die Grundprinzipien wie das Überwältigungsverbot, die Kontroversität und die Förderung der Handlungsfähigkeit für die politische Bildungsarbeit vorgibt.
Die Beispiele „laut!“ und „Wir haben was zu sagen“ verdeutlichen konkret, wie abstrakte Prinzipien wie Partizipation und Anerkennung in die tägliche Arbeit mit Jugendlichen umgesetzt werden und welche positiven Effekte dies auf das Selbstvertrauen hat.
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