Bachelorarbeit, 2019
46 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Problemdarstellung
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Methodik
2.1 Forschungsfrage
2.2 Literaturrecherche
2.2.1 Identifizierung relevanter Literatur
2.2.2 Selektion relevanter Literatur
2.2.3 Kritische Bewertung der Studien
3 Ergebnisse
3.1 Tabellarische Darstellung
3.2 Synthesen der Ergebnisse
3.2.1 Beeinträchtigung der Schlafqualität
3.2.2 Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
3.2.3 Bedeutung für die Ausführung von Alltagsaktivitäten
3.2.4 Einflussnahme auf die Emotionalität
3.2.5 Vermehrt Stress durch Tinnitus
3.2.6 Das Auftreten von Angstzuständen
3.2.7 Depression als Folge von Tinnitus
3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Diskussion mit Limitationen
4.1 Tinnitusbedingte Angstzustände
4.2 Tinnitus vs. Depression
4.3 Limitationen
5 Schlussfolgerungen
5.1 Relevanz für die Pflegepraxis
5.2 Relevanz für die Pflegeforschung
Die vorliegende Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen von Tinnitus auf die psychische Lebensqualität erwachsener Patienten anhand von wissenschaftlich fundierter Literatur zu untersuchen und aufzuzeigen, wobei insbesondere die Zusammenhänge mit psychischen Belastungen und Alltagseinschränkungen im Fokus stehen.
1.1 Hinführung zum Thema
Schon Gelehrte des antiken Griechenlands, darunter auch Hippokrates, setzten sich mit Ohrgeräuschen auseinander. Der griechische Arzt stufte den Tinnitus als eine Vorstufe des Todes ein, ohne zu wissen, was der Auslöser der Geräusche war (Hack, 2018). Jean-Jacques Rousseau, ein Schriftsteller aus dem 18. Jahrhundert, war selbst Betroffener einer Art des Tinnitus und beschrieb das schrille Pfeifen in den Ohren mit dem Wort Ohrenbrausen (Delb, D’Amelio, Archonti & Schonecke, 2002, S. 10). Aus heutiger Sicht wird von Tinnitus gesprochen, wenn die Informationsweiterleitung im Hörsystem etliche Fehler aufweist. Daraus resultierend kommt es zu einer Anhäufung von fehlgeleiteten Informationen, die das Hörsystem nicht kompensieren kann. Dies kann auf mehrere Ursachen zurückzuführen sein.
Das Krankheitsbild des Tinnitus manifestiert sich in den meisten Fällen ab dem 50. Lebensjahr, Kinder sind davon kaum betroffen (Gesundheitsinformation, 2019). Der schlagartige Anfang der unerwartet auftretenden Töne wird von den Betroffenen häufig als beängstigend wahrgenommen (Lenarz & Boenninghaus, 2012, S. 132f). Die Ohrgeräusche sind bei zehn bis zwanzig Prozent der Betroffenen dabei derart stark, dass diese deren Lebensqualität negativ beeinflussen können. Von länger anhaltenden Tinnitusphasen sind in etwa fünf bis fünfzehn Prozent der Erwachsenen betroffen (Gesundheitsinformation, 2019). Zusätzlich können Beschwerden wie Störungen des Schlafrhythmus, Schwierigkeiten bezüglich der Konzentration und Panikattacken auftreten (Lenarz & Boenninghaus, 2012, S. 133).
1 Einleitung: Dieses Kapitel definiert das Thema, erläutert die Problemstellung der Tinnitus-Auswirkungen und legt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Methodik: Hier werden die Forschungsfrage mittels PEO-Schema formuliert und das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche sowie der Selektion und Bewertung der Studien beschrieben.
3 Ergebnisse: Dieser Abschnitt umfasst die tabellarische Darstellung der acht inkludierten Studien und eine detaillierte Synthese der sieben identifizierten Kernthemen.
4 Diskussion mit Limitationen: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Angststörungen und Depressionen, und die methodischen Grenzen der Arbeit sowie der Studien aufgezeigt.
5 Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel zieht ein Resümee über die Relevanz der Erkenntnisse für die klinische Pflegepraxis und identifiziert Forschungsbedarfe für die Zukunft.
Tinnitus, psychische Lebensqualität, Pflegepraxis, Angstzustände, Depression, Schlafstörungen, Stress, Arbeitsfähigkeit, Alltagsaktivitäten, Ohrgeräusche, Literaturrecherche, psychische Gesundheit, Tinnitus Handicap Inventory, Patientenversorgung, psychische Belastung.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Tinnitus auf die psychische Lebensqualität von erwachsenen Betroffenen auf Basis aktueller wissenschaftlicher Literatur.
Die Arbeit befasst sich mit den Folgen von Tinnitus, insbesondere Schlafproblemen, Beeinträchtigungen im Arbeitsleben, kognitiven Einschränkungen sowie der Entstehung von Stress, Angst und Depression.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie stark Tinnitus die psychische Lebensqualität beeinflussen kann und welche psychosozialen Konsequenzen für die Betroffenen entstehen.
Es handelt sich um eine Literaturrecherche, bei der nach einem strukturierten Vorgehen relevante Datenbanken wie MEDLINE und CINAHL durchsucht, Studien selektiert und kritisch bewertet wurden.
Im Hauptteil werden sieben Kernthemen synthetisiert, die von Schlafqualität über emotionale Belastungen bis hin zu Arbeitsfähigkeit und psychischen Komorbiditäten reichen.
Die zentralen Begriffe sind Tinnitus, psychische Lebensqualität, Angstzustände, Depression und pflegewissenschaftliche Aspekte.
Pflegepersonal kommt in engen Kontakt mit Betroffenen und sollte Symptome frühzeitig erkennen, um eine Pauschalisierung zu vermeiden und die Lebensqualität durch eine adäquate Versorgung zu erhöhen.
Angstgefühle werden als eine der häufigsten Folgen identifiziert, die sich durch Zukunftsängste, Sorgen um die Bewältigung der Töne oder sogar Panikattacken äußern können.
Die Arbeit diskutiert, dass obwohl Tinnitus und Depression oft korrelieren, zwischen vorbestehenden Depressionen und solchen, die durch das Tinnitus-Leiden ausgelöst wurden, differenziert werden muss.
Die Arbeit empfiehlt multinationale Studien sowie die Kombination von subjektiven Fragebögen mit objektiven neurokognitiven Messmethoden zur besseren Erforschung der Auswirkungen.
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