Bachelorarbeit, 2016
36 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Theorie und Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
1. 1 Konzept und Menschenbild
1.2 Theoretischer Hintergrund
1.3 Lebenswelt als Bezugspunkt
1.4 Die Struktur- und Handlungsmaxime
2. Die Entwicklung der Frühen Hilfen in Deutschland
2.1 Aktionsprogramm der Bundesregierung
2.2 Kinderschutzgipfel 2007 und 2008
2.3 Bundeskinderschutzgesetz
2.4 Frühe Hilfen im Bundeskinderschutzgesetz
2.5 Nationales Zentrum Frühe Hilfen
3. Frühe Hilfen und Prävention
3.1 Begriffsbestimmung „Frühe Hilfen“
3.2 Definition „Frühe Hilfen“ des Nationalen Zentrums
3.3 Begriffsbestimmung „Prävention“
3.4 Das Präventionsverständnis von Frühen Hilfen und der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
4. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit in den Frühen Hilfen
4.1 Lebensweltorientierte Soziale Arbeit in Familien
4.2 Die Handlungsmaxime der Lebensweltorienierung bezogen auf die Arbeitsweisen der Frühen Hilfen
5. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht, wie sozialpädagogische Fachkräfte unter Anwendung der Theorie der Lebensweltorientierung an der Schnittstelle zwischen präventiven Frühen Hilfen und notwendigen Interventionen bei Kindeswohlgefährdung professionell agieren können, um Herausforderungen zu bewältigen und Chancen für Familien zu nutzen.
3.3 Begriffsbestimmung „Prävention“
Der Begriff „Prävention“ bedeutet, dass Krankheiten oder Schädigungen durch vorbeugende Maßnahmen vermieden und Risiken sowie Belastungsfaktoren reduziert werden. Prävention lässt sich in verschiedenen Disziplinen finden. Bereiche, in denen über den Begriff der Prävention im umfassenderen Maße Überlegungen getätigt werden sind beispielsweise: die Medizin, die Pädagogik oder die Kriminologie. Prävention als Überbegriff kann unterschieden werden in drei Unterbegriffe: der Primärprävention, der Sekundärprävention sowie der Tertiärprävention. Bei der Primärprävention wird versucht, ätiologische Aspekte sozialer Problemlagen zu erfassen und sie aufzugreifen. Es sollen demnach Voraussetzungen und Bedingungen für eine gelingende Sozialisation geschaffen werden.
Sollte es nicht gelingen, gedeihliche Voraussetzungen für alle zu schaffen, so soll zumindest die Entwicklung sozialer Problemlagen bei hoch gefährdeten Gruppen verhindert bzw. minimiert werden. Anders als bei der Primärprävention zielt die Sekundärprävention also nicht auf alle ab, sondern auf Risikogruppen.
Tertiäre Prävention soll die Folgen einer bereits zutage getretenen körperlichen oder psychischen Störung minimieren sowie die Stärkung allgemeiner Ressourcen fördern. Das Zentrum Frühe Hilfen unterscheidet Prävention wie folgt: Es gibt zum einen universelle und primärpräventive Maßnahmen, die sich grundsätzlich an alle Familien richten, unabhängig davon, ob bereits Belastungslagen bestehen. Primärpräventive Maßnahmen wollen Ursachen, die für das Auftreten von Problemen zuständig sind, vermeiden. Sekundärpräventive Angebote zielen auf ein frühzeitiges Erkennen von Risiken ab. Sie sind spezifisch an Risikogruppen gerichtet. Angebote der Sekundärprävention wollen das Auftreten von Problemen und Belastungen verhindern bzw. abmildern.
Sann und Kindler beschreiben drei verschiedene Herangehensweisen mit der Herausforderung präventiver Angebote umzugehen. Zum einen können präventive Maßnahmen allen Familien mit Kindern und Schwangeren angeboten werden. Sie nennen diesen Ansatz „universelle Präventionsstrategie“. Bei diesem sehr globalen Ansatz könnten durchaus auch die Familien erreicht werden, bei denen es ohne präventive Unterstützungsmaßnahmen zu Vernachlässigung oder Misshandlung gekommen wäre.
1. Theorie und Lebensweltorientierte Soziale Arbeit: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Lebensweltorientierung als wissenschaftliches Rahmenkonzept und stellt dessen Bedeutung für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit dar.
2. Die Entwicklung der Frühen Hilfen in Deutschland: Es wird die historische Genese der Frühen Hilfen, ausgehend von medialen Kinderschutzdebatten bis hin zur gesetzlichen Verankerung im Bundeskinderschutzgesetz, nachgezeichnet.
3. Frühe Hilfen und Prävention: Das Kapitel definiert Frühe Hilfen und Prävention, setzt diese zueinander in Beziehung und thematisiert kritisch die Schnittstelle zum staatlichen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung.
4. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit in den Frühen Hilfen: Hier erfolgt der Transfer der theoretischen Handlungsmaximen auf die praktische Arbeit in Familien, wobei Chancen und Herausforderungen für Fachkräfte im Zentrum stehen.
5. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und reflektiert das Spannungsfeld, in dem sich die Soziale Arbeit zwischen präventiver Unterstützung und der Intervention bei Kindeswohlgefährdung bewegt.
Frühe Hilfen, Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Prävention, Intervention, Kindeswohlgefährdung, Bundeskinderschutzgesetz, Handlungsmaxime, Familienhebammen, Unterstützungsangebote, Kinderschutz, Sozialpädagogik, Alltagsorientierung, Partizipation, Risikomanagement.
Die Arbeit untersucht das Tätigkeitsfeld der Frühen Hilfen an der Schnittstelle zwischen präventiven Angeboten und dem staatlichen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung aus der Perspektive der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sozialpädagogische Fachkräfte mit Hilfe der Theorie der Lebensweltorientierung professionell in den Frühen Hilfen arbeiten können und welche Herausforderungen und Grenzen sich dabei ergeben.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Lebensweltorientierung, die Entwicklung der Frühen Hilfen in Deutschland, Definitionen von Prävention und die Anwendung von Struktur- und Handlungsmaximen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Konzepte, Berichte und Rechtsgrundlagen, die in Bezug auf die Arbeitsweise in den Frühen Hilfen reflektiert werden.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Frühen Hilfen, definiert die Begrifflichkeiten, erarbeitet die Verbindung zwischen Theorie und Praxis und reflektiert das Handeln der Fachkräfte in belasteten Familiensituationen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Frühe Hilfen, Lebensweltorientierung, Prävention, Intervention und der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung.
Während Hilfen zur Erziehung bei manifesten Problemlagen mit Hilfeplanung ansetzen, zielen Frühe Hilfen primär auf niedrigschwellige, präventive Unterstützung ab, oft bevor eine differenzierte Jugendhilfe-Diagnostik erfolgt.
Ein zentraler Punkt der Arbeit ist die Erkenntnis, dass nicht die Hilfeangebote selbst stigmatisierend wirken, sondern die öffentliche Verknüpfung der Frühen Hilfen mit Kindesvernachlässigung und Misshandlung.
In Anlehnung an Herwig-Lempp werden Theorien als Werkzeuge genutzt, um in der jeweiligen Situation professionell entscheiden zu können, welches Vorgehen den Adressaten und gesellschaftlichen Bedingungen am besten gerecht wird.
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