Bachelorarbeit, 2013
38 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Darstellung der wichtigsten Ereignisse und Stationen des südamerikanischen Unabhängigkeitskampfes von 1810 – 1830
2.1 Ursprung und Rechtfertigung der Revolution
2.2 Verlauf der Unabhängigkeitsbewegung und politische Vorstellungen Simon Bolivars (1810 – 1830)
3. Mediale Auseinandersetzung mit den Ereignissen in Südamerika und den damit einhergehenden Folgen für Europa
4. Die zeitgenössische Rezeption Simón Bolívars Unabhängigkeitsbewegung im Spiegel der deutschen Publizistik
4.1 Unterschiedliche Meinungsbildung über den Libertador Simón Bolívar bis 1826
4.2 Die öffentliche Wahrnehmung Simón Bolívars im Wandel (1826 – 1830)
4.3 Die Urteilsbildung über Simón Bolívar nach 1830
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die zeitgenössische deutsche Wahrnehmung der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung unter Simón Bolívar zwischen 1810 und 1830 anhand einer Analyse historisch-politischer Zeitschriften, um den Wandel in der öffentlichen Rezeption und die zugrunde liegenden politischen Diskursmuster aufzuzeigen.
2.1 Ursprung und Rechtfertigung der Revolution
I swear before you, I swear by the god of my fathers, I swear on their graves, I swear by my country that I will not rest body or soul until I have broken the chains binding us to the will of Spanish might. 7
Dieser im Jahre 1805 auf dem Monte Sacro in Rom abgelegte Schwur, seine Heimat von der spanischen Herrschaft zu befreien, gehört zu den frühesten Zeugnissen des revolutionären Bestrebens Simón Bolívars.8 Was bewog letztlich Simón Bolívar sich gegen die spanische Obrigkeit aufzulehnen und eine Revolution im nördlichen Teil Südamerikas zu organisieren? Welche Ursachen und Gründe führten überhaupt zur Unabhängigkeitsbewegung? Zunächst einmal muss darauf hingewiesen werden, dass die Wurzeln der antikolonialen Unabhängigkeitsbestrebungen auf das ausgehende 18. und frühe 19. Jahrhundert reichen. Bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es zu einem enormen Widerstand gegen die königliche Reformpolitik unter Karl III., die auf eine verstärkte Ausbeutung der Ressourcen der Kolonien sowie stärkere Kontrolle und Unterordnung der kreolischen Aristokratie abzielte. Somit kann man die spanischen Kolonialreformen und die damit einhergehenden Spannungen als Ausgangspunkt des Emanzipationsprozesses betrachten. 9 Des Weiteren gehörte die südamerikanische Unabhängigkeitsbewegung zu einem universalen Revolutionszyklus im ausgehenden 18. Jahrhundert, der im Zusammenhang mit der Französischen Revolution und deren Folgen stand.10
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die wechselhafte zeitgenössische Wahrnehmung Simón Bolívars sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Darstellung der wichtigsten Ereignisse und Stationen des südamerikanischen Unabhängigkeitskampfes von 1810 – 1830: Dieser Teil skizziert die Ursprünge der Unabhängigkeitsbestrebungen, den Verlauf der Kämpfe und Bolívars politische Visionen.
3. Mediale Auseinandersetzung mit den Ereignissen in Südamerika und den damit einhergehenden Folgen für Europa: Es wird analysiert, wie die Unabhängigkeit Südamerikas in Deutschland hinsichtlich wirtschaftlicher und politischer Interessen Europas aufgenommen wurde.
4. Die zeitgenössische Rezeption Simón Bolívars Unabhängigkeitsbewegung im Spiegel der deutschen Publizistik: Das Kernkapitel untersucht den Meinungswandel in deutschen Medien gegenüber Bolívar von der Heldenverehrung bis hin zur Kritik als Diktator.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Wahrnehmung Bolívars und der Unabhängigkeitsbewegung zusammen und reflektiert die mediale Dynamik dieser Zeit.
Simón Bolívar, Unabhängigkeitsbewegung, Südamerika, Großkolumbien, deutsche Publizistik, Rezeption, Libertador, Föderalismus, Zentralismus, Diktatur, Kolonialgeschichte, Liberale, Konservative, Politische Diskussion, 19. Jahrhundert.
Die Arbeit analysiert, wie Simón Bolívar und der südamerikanische Unabhängigkeitskampf in der deutschen zeitgenössischen Presse zwischen 1810 und 1830 wahrgenommen und bewertet wurden.
Zentrale Themen sind der Unabhängigkeitskampf, die politischen Visionen Bolívars, die europäische Mediensicht auf diese Ereignisse sowie der Wandel des Bildes vom "Befreier" zum "Diktator".
Die Arbeit untersucht, wie sich die öffentliche Wahrnehmung von Simón Bolívar in der deutschen Publizistik wandelte und welche Gründe für die unterschiedlichen Bewertungstendenzen (Kritik vs. Bewunderung) ausschlaggebend waren.
Es handelt sich um eine medienhistorische Analyse, bei der ausgewählte historisch-politische Zeitschriften und Berichte aus dem Untersuchungszeitraum ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Ereignisse, eine Untersuchung der medialen Auswirkungen auf Europa und eine detaillierte Analyse der Rezeptionsgeschichte Bolívars in verschiedenen Publikationen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Simón Bolívar, Unabhängigkeitsbewegung, deutsche Publizistik, Rezeption, Libertador, Diktatur und Großkolumbien.
Die Widersprüchlichkeit resultierte aus unterschiedlichen politischen Interessen (liberal vs. konservativ) in Deutschland sowie Bolívars eigenem Regierungsstil, der zwischen dem Ideal der Republik und der Notwendigkeit diktatorischer Machtausübung schwankte.
Ab 1826 verschlechterte sich das Bild Bolívars in vielen liberalen Medien massiv, da seine diktatorischen Maßnahmen und das Scheitern seiner Großstaatspläne zur Abwendung ehemaliger Befürworter führten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

