Masterarbeit, 2018
74 Seiten, Note: 1,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung und Problemstellung
2 Die Anpassungsstörung als Grundlagenerkrankung in ICD-10, ICD-11 und DSM-5
3 Das Therapieprogramm für Anpassungsstörungen (TAPS)
3.1 Entwicklung und Grundlagen des Programms
3.2 Veränderungsbedarf nach ICD-11
3.3 Neukonzeption des TAPS
3.4 Evaluation des TAPS
4 Evaluation zu Selbsthilfemanualen
4.1 Selbsthilfemanuale allgemein
4.2 Selbsthilfemanuale im Bereich Depression/ Anpassungsstörungen
4.3 Zwischenfazit
5 Ableitung der eigenen Fragestellung
5.1 Konzeption des manualisierten Therapietagebuchs
5.1.1 Vorbereitung der Manualerstellung
5.1.2 Itemauswahl
5.2 Fragestellungen und empirische Erwartungen
5.2.1 Statistische Kennwerte des Manuals
5.2.2 Subjektive Kennwerte der TeilnehmerInnen
6 Methodik
6.1 Stichprobe
6.2 Messinstrumente
6.2.1 Symptom-Checkliste (SCL-90)
6.2.2 Beck Depressions-Inventar (BDI II)
6.2.3 Adjustment Disorder New Module (ADNM-20)
6.2.4 Präokkupationsskala (EPS)
6.2.5 Fokussiertes Interview
6.3 Durchführung
6.4 Auswertung
7 Ergebnisdarstellung
7.1 Qualitative Ergebnisse
7.1.1 Freiantwortfelder des Manuals
7.1.1.1 Täglicher Fragebogen
7.1.1.2 Wochenabschluss
7.1.2 Fokussiertes Interview
7.2 Quantitative Ergebnisse
7.2.1 Prä- und Postmessung der diagnostischen Werte
7.2.2 Objektivität
7.2.3 Reliabilität
7.2.4 Validität
7.2.5 Hierarchisch Lineares Modell
7.2.5.1 Empfinden über den Tag
7.2.5.2 Interesse an der Umwelt
7.2.5.3 Konfrontation
7.2.5.4 Kontrollempfinden
7.2.5.5 Grübeln
7.2.5.6 Leistungsfähigkeit
7.2.5.7 Gesamtbewertung
8 Diskussion und Ausblick
8.1 Interpretation der Ergebnisse
8.1.1 Qualitative Ergebnisse
8.1.2 Quantitative Ergebnisse
8.2 Zusammenfassung Limitationen
8.3 Ausblick
9 Fazit
Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines manualisierten Therapietagebuchs für Patienten mit Anpassungsstörungen, das als ergänzendes Werkzeug zu einer ambulanten Psychotherapie dient, um den Störungsverlauf zu dokumentieren und die Eigenarbeit der Patienten zu fördern.
1 Einleitung und Problemstellung
Mit dem intensiveren Fokus auf die psychische Gesundheit in der heutigen Gesellschaft zeigt sich auch ein enormer Anstieg der Anzahl der Diagnosen psychischer Erkrankungen. Zwischen 1997 und 2014 hat die Anzahl der Fehltage auf Grund psychischer Krankheiten in Deutschland um 209% zugenommen. Mit 112 Fehltagen auf 100 Versicherte liegt dabei die Depression (F32) an vorderster Front. Zweitplatziert ist eine Erkrankung, die in den Augen der breiten Bevölkerung jedoch nur sehr wenig Aufmerksamkeit erhält. Die Anpassungsstörung, im ICD-10 deklariert unter F43.2, schlägt mit 42 Fehltagen auf 100 Versicherte zu Buche. Sie ist die psychische Erkrankung mit der höchsten Steigung in der Diagnostikrate. Es fand eine Verdreifachung der Diagnostikhäufigkeit seit 2000 statt. In den F-Diagnosen ist jeder sechste Ausfalltag bedingt durch Anpassungsstörungen (Deutsche Angestelltenkasse, 2015). Trotzdem ist die Diagnose unter Laien verhältnismäßig unbekannt. Und was sich schon nach kurzer Recherche feststellen lässt ist, dass es auch in der professionellen Arbeitswelt der TherapeutInnen aktuell wenig Material zur Behandlung und Behandlungsbegleitung für Menschen mit Anpassungsstörungen gibt.
Das Ziel dieser Arbeit ist daher, ein Therapietagebuch zur Therapie von Anpassungsstörungen zu entwickeln und mit Einzelfallpersonen zu testen, welches den Verlauf der Störung tagebuchartig festhalten und PatientIn und TherapeutIn in der Auswertung vergangener Ereignisse unterstützen soll. Weiterhin soll es Interventionsansätze zur Eigenarbeit bieten, die am Therapieprogramm für Anpassungsstörungen (TAPS) von Reschke et al. (2011) orientiert sind. Dadurch soll der oder die PatientIn die Möglichkeit erhalten, einen verbesserten Überblick über zurückliegenden Erfahrungen zu bekommen, den Verlauf der Erkrankung zu dokumentieren, sich selbst zu überwachen sowie zu überprüfen und letztendlich aktiv zu reflektieren und situationsverbessernde Maßnahmen zu ergreifen.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel thematisiert den Anstieg psychischer Erkrankungen, insbesondere der Anpassungsstörung, und begründet die Notwendigkeit für ein begleitendes Therapiemanual.
2 Die Anpassungsstörung als Grundlagenerkrankung in ICD-10, ICD-11 und DSM-5: Es wird die diagnostische Klassifikation der Anpassungsstörung in den verschiedenen internationalen Systemen erläutert und auf notwendige Konkretisierungen eingegangen.
3 Das Therapieprogramm für Anpassungsstörungen (TAPS): Dieses Kapitel beschreibt das bestehende TAPS-Programm, seine theoretischen Grundlagen und die Anpassungen, die aufgrund neuer ICD-11 Kriterien notwendig wurden.
4 Evaluation zu Selbsthilfemanualen: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zu therapeutischen Selbsthilfemanualen und deren Nutzen im Bereich Depression und Anpassungsstörungen dargelegt.
5 Ableitung der eigenen Fragestellung: Das Kapitel führt in die Konzeption des entwickelten Therapietagebuchs ein und definiert die zentralen Fragestellungen sowie Hypothesen der vorliegenden Arbeit.
6 Methodik: Hier werden das methodische Vorgehen, die Stichprobenzusammensetzung sowie die verwendeten psychodiagnostischen Messinstrumente detailliert beschrieben.
7 Ergebnisdarstellung: Dieses Kapitel präsentiert die qualitativen Auswertungen der Tagebuchdaten sowie die Ergebnisse der quantitativen statistischen Analysen.
8 Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, Limitationen der Studie aufgezeigt und zukünftige Forschungsrichtungen empfohlen.
9 Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Notwendigkeit des Manuals zusammen und bewertet den Erfolg der Arbeit im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen.
Anpassungsstörung, Therapietagebuch, Psychotherapie, TAPS, Symptomverbesserung, Evaluation, Selbsthilfe, Psychologische Diagnostik, Ressourcenstärkung, Achtsamkeit, Kognitive Verhaltenstherapie, Präokkupation, Symptombelastung, Intervention, Stressbewältigung
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung und klinischen Erprobung eines manualisierten Therapietagebuchs, das speziell als begleitendes Instrument für Menschen mit Anpassungsstörungen konzipiert wurde.
Die Arbeit verknüpft die theoretischen Grundlagen der Anpassungsstörung, bewährte Therapieansätze wie das TAPS-Programm und die methodische Evaluation von Selbsthilfemanualen im therapeutischen Kontext.
Das Hauptziel ist es, eine Symptomverbesserung bei Patienten mit Anpassungsstörungen zu erreichen, indem ein alltagsbegleitendes Manual entwickelt wird, das die therapeutische Arbeit zu Hause unterstützt.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer qualitativen Analyse der Freitextantworten im Tagebuch sowie einem quantitativen Längsschnittdesign unter Verwendung standardisierter diagnostischer Testverfahren.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Störungsbilder, die detaillierte Konzeption des Manuals sowie die methodische Umsetzung der Untersuchung mit vier Teilnehmerinnen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Anpassungsstörung, Therapietagebuch, TAPS, psychodiagnostische Evaluation und Symptomverbesserung.
Die Autorin grenzt das Therapietagebuch bewusst ab, da es nicht als Ersatz für eine Therapie dienen soll, sondern ausschließlich als unterstützende Ergänzung zu einer laufenden ambulanten Behandlung gedacht ist.
Die Wirksamkeit wurde durch den Vergleich von Prä- und Postmessungen psychologischer Tests sowie durch ein fokussiertes Interview mit den Teilnehmerinnen am Ende der zehnwöchigen Untersuchungsphase analysiert.
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