Examensarbeit, 2000
59 Seiten, Note: 1
Vorwort
Einleitung
1. Pferdestall als Lernort
1.1 Die Bedeutung des Tieres für den Menschen
1.2 Das Pferd als Symbol und Mythos
1.3 Die Entwicklung des Pferds in der Evolution
1.4 Die Geschichte des Reitsports
1.5 Lebenssituation der Kinder u. Jugendlichen in der Gesellschaft
1.6 Kind- Tier- Beziehung
1.7 Die Geschlechterrolle im Reitsport
1.8 Kinder und Jugendliche im Breitensport
1.9 Kinder und Jugendliche im Turniersport
2. Grundregeln bei der Arbeit mit dem Pferd
2.1 Zur Entwicklung des Bewegungsgefühls
2.2 Koordinative Grundlagen
2.2.1 Gleichgewicht
2.2.2 Muskuläre Unterscheidungsfähigkeit
2.2.3 Rhythmus
2.3 Grundtechnik des Sitzes auf dem Pferderücken
2.3.1 Grund- oder Dressursitz
2.3.2 Leichter Sitz
2.3.3 Rennsitz
2.4 Zügel-, Schenkel-, und Gewichtshilfen
2.5 Körperhaltung
2.6 Gymnastik ohne Pferd
3. Reitausrüstung
3.1 Reitweisen im Überblick
3.2 Turnierklassen im Überblick
3.3 Grundausbildung im Reiten bei Kindern und Jugendlichen
3.4 Entwicklungsphasen des Kindes
3.5 Lernstufen beim Voltigieren und Reiten
3.6 Umsetzung des richtigen Sitzens auf dem Pferd
3.6.1 Übungen am Führzügel
3.6.2 Übungen an der Longe
3.6.3 Reiten im Gelände
3.7 Funktionsgymnastik mit dem Pferd
3.8 Das richtige Pferd als Lehrpferd
3.9 Die Rolle des Reitlehrers
3.10 Reiten als Therapie
4. Resümee
Die Examensarbeit untersucht den pädagogisch wertvollen Einsatz von Pferden als außerschulischen Lernort für Kinder und Jugendliche. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch einen sachgemäßen, tiergestützten Kontakt sowohl die Persönlichkeitsentwicklung als auch die motorischen Fähigkeiten der Heranwachsenden gefördert werden können.
1.2 Das Pferd als Symbol und Mythos
Pferde dienten immer wieder als religiöse Symbole und wurden sehr verehrt. In den frühgeschichtlichen Kulturen schätzte man sie mehr als alle anderen Tiere. Die ersten Völker die Pferde zähmten und nutzen lernten, waren plötzlich viel schneller und stärker, als sie es sich je vorgestellt hatten. Pferde wurden zum Symbol von Macht und Reichtum. Sie waren die Reittiere der Könige und Krieger. Auch die Götter hatten Pferde, daher spielen in den Sagen übernatürliche Pferde und pferdeähnliche Wesen eine so große Rolle.
Die symbolische Bedeutung des Pferdes ist so alt wie die Beziehung des Menschen zu diesem Tier. Gerade der Mythos und der Archetypus Pferd sind in der heutigen Zeit immer wieder aufzufinden und scheinen somit nie an Bedeutung zu verlieren.
1. Pferdestall als Lernort: Analysiert den Reitstall als Lebensraum, der Kindern entgegen der heutigen "Verinselung" durch urbane Architektur einen wichtigen außerschulischen Lernort und sozialen Raum bietet.
2. Grundregeln bei der Arbeit mit dem Pferd: Vermittelt grundlegende Verhaltensweisen im Umgang mit dem Fluchttier Pferd und stellt die Voraussetzungen für eine harmonische Mensch-Tier-Beziehung dar.
3. Reitausrüstung: Bietet einen Überblick über notwendige Sicherheitsstandards, verschiedene Reitstile sowie die Bedeutung der korrekten Ausbildung für Pferd und Reiter.
4. Resümee: Fasst zusammen, wie das Konzept der Körpererfahrung und der prozessorientierte Umgang mit dem Partner Pferd zur ganzheitlichen Förderung von Leib, Gefühl und Geist beitragen.
Pferdesport, Kindheit, Jugendliche, Körpererfahrung, Reitunterricht, Sozialkompetenz, Motorik, Hippotherapie, Mensch-Tier-Beziehung, Reitlehrer, Pädagogik, Entwicklung, Bewegungsgefühl, Breitensport
Die Arbeit untersucht den pädagogischen Nutzen des Reitsports und den Umgang mit Pferden als außerschulische Bildungsmaßnahme für Kinder und Jugendliche.
Die Themen umfassen die Geschichte des Reitsports, die Bedeutung des Pferdes als Symbol, motorische und koordinative Lernaspekte beim Reiten sowie die pädagogische Gestaltung des Reitunterrichts.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche durch die Interaktion mit Pferden ihre Persönlichkeit, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre körperliche Wahrnehmung stärken können.
Es handelt sich um eine theoretische Examensarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie den persönlichen pädagogischen Erfahrungen der Autorin basiert.
Der Hauptteil deckt theoretische Grundlagen wie die Entwicklung des Pferdes, neurologische Aspekte der Bewegung, praktische Sitztechniken sowie spezifische Ansätze des Reitunterrichts und des therapeutischen Reitens ab.
Die zentralen Schlagworte sind Körpererfahrung, Mensch-Tier-Beziehung, Pädagogik und motorische Entwicklung.
Das Reiten schult das Gleichgewicht, den Rhythmus und die muskuläre Unterscheidungsfähigkeit, da das Kind permanent auf die Bewegungsreize des Pferdes reagieren und seine eigene Körperhaltung anpassen muss.
Da "Reitlehrer" keine geschützte Berufsbezeichnung ist, kommt der pädagogischen Eignung und der Vorbildfunktion des Ausbilders eine entscheidende Rolle zu, um eine sichere und lehrreiche Umgebung für Kinder zu schaffen.
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