Bachelorarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffserklärung Feministische Pädagogik
3. Entwicklung
3.1. Frauenforschung
3.2. Feministische Erziehungswissenschaft
3.2.1. Strömungen Feministischer Pädagogik
3.3. Gender Studies
4. Was kritisiert Feministische Pädagogik?
4.1. Diskriminierung durch patriarchales Bildungssystem
4.2. Geschlechterstereotype in der Bildung
4.3. Koedukation
5. Kritik an Feministischer Pädagogik
5.1. Kann es eine geschlechtsspezifische Pädagogik geben?
5.2. Bevorzugung von Mädchen
5.3. Moralische Überbewertung der Frau
5.4. Dualismus der Geschlechter
5.5. Frauen als homogene Gruppe
6. Intersektionalität Feministischer Pädagogik
6.1. Jungen im Kontext Feministischer Pädagogik
6.2. Queer-Frauen* im Kontext Feministischer Pädagogik
6.3. Schwarze Frauen und Frauen mit Migrationsgeschichte im Kontext Feministischer Pädagogik
7. Aktuelle Relevanz Feministischer Pädagogik
7.1. Sexismus und Diskriminierung in Schulen
7.1.1. Unterricht
7.1.2. Studien Schulbücher
7.2. Gleichstellung in der Schule
7.2.1. Geschlechterverteilung Lehrer*innen
7.2.2. Chancengleichheit Schüler*innen nach Geschlecht
8. Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die aktuelle Relevanz der Feministischen Pädagogik kritisch zu überprüfen, ihre theoretischen Grundlagen zu beleuchten und mögliche Modifikationsvorschläge für die schulische Bildung zu diskutieren, um eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Lernumgebung zu fördern.
3.2.1. Strömungen Feministischer Pädagogik
Die Strömungen der Feministischen Pädagogik beschreiben die Art und Weise, wie eine Gleichstellung zwischen den Geschlechtern im Kontext Schule erreicht werden soll. Sie benennen dabei verschiedene, teilweise auch gegensätzliche Möglichkeiten, die Hierarchien zwischen den Geschlechtern aufzulösen. Diese Strömungen sind allerdings keine genuin für die Feministische Bildung geltenden, sie können auch in der allgemeinen Frauenforschung und in den Frauenbewegungen beobachtet werden.
So kann zum einen eine Assimilation an das dominantere Geschlecht ein Weg zur Emanzipation des Weiblichen sein. Demgegenüber steht eine Pädagogik, welche die Differenzen und Besonderheiten der jeweiligen Geschlechter betont und sie aufzuwerten versucht.
Das Prinzip der Gleichheit sieht vor, dass Mädchen und Frauen Kompetenzen übernehmen, die als typisch männlich definiert werden. Dazu gehören unter anderem „Abgegrenztheit, Selbstsicherheit, psychisches und körperliches Durchsetzungsvermögen, Aggressivität, Konkurrenzfähigkeit und technisch-naturwissenschaftliche Sachbezogenheit“ (vgl. Prengel 1993, 116f). Somit würde das tatsächliche Geschlechterverhältnis von Männlichkeit und Weiblichkeit ignoriert werden. Das Problem der Geschlechterhierarchie bleibt aber weiterhin bestehen (vgl. Kiper 1999, 26).
1. Einleitung: Die Einleitung benennt die Problematik von Sexismus im Schulalltag und steckt den theoretischen sowie zielorientierten Rahmen der Arbeit ab.
2. Begriffserklärung Feministische Pädagogik: Dieses Kapitel definiert den Begriff durch die Zusammenführung von Feminismus und Pädagogik und betont die Interdisziplinarität der feministischen Forschung.
3. Entwicklung: Der historische Abriss skizziert die Entstehung der Frauenforschung, der Feministischen Erziehungswissenschaft sowie die Entwicklung der Gender Studies.
4. Was kritisiert Feministische Pädagogik?: Hier werden die Hauptkritikpunkte beleuchtet, insbesondere das patriarchale Bildungssystem, geschlechtsspezifische Stereotype und die Auswirkungen der Koedukation.
5. Kritik an Feministischer Pädagogik: Dieses Kapitel spiegelt die Kritik an der Feministischen Pädagogik selbst wider, etwa hinsichtlich einer möglichen Bevorzugung von Mädchen oder der moralischen Überbewertung der Frau.
6. Intersektionalität Feministischer Pädagogik: Die Erweiterung des Fokus auf Intersektionalität thematisiert Jungen, Queer-Theorie sowie Rassismus und Migration im Bildungskontext.
7. Aktuelle Relevanz Feministischer Pädagogik: Eine umfassende Analyse prüft die heutige Bedeutung anhand von Schulbuchuntersuchungen, Lehrer*innen-Verteilungen und PISA/IGLU-Studien.
8. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit der Feministischen Pädagogik, fordert jedoch eine Anpassung an heutige intersektionale Anforderungen und eine Stärkung der reflexiven Kompetenz bei Lehrkräften.
Feministische Pädagogik, Geschlechterstereotyp, Koedukation, Intersektionalität, Gender Studies, Schulbuchanalyse, Sexismus, Chancengleichheit, Patriarchat, Heteronormativität, Bildungssystem, Diskriminierung, Männlichkeitsforschung, Queer-Theory, Lehrkräfte.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, die Geschichte und die aktuelle Relevanz der Feministischen Pädagogik im deutschen Bildungssystem.
Neben der grundlegenden Definition werden Kritik am patriarchalen Bildungssystem, Geschlechterstereotype, die Koedukation, intersektionale Aspekte und die aktuelle Situation in Schulen analysiert.
Das Ziel ist es zu überprüfen, ob die Feministische Pädagogik heute noch relevant ist und welche Modifikationsvorschläge für eine chancengerechte Schule daraus abgeleitet werden können.
Die Arbeit nutzt eine qualitative und quantitative Analyse von Schulbüchern, wertet statistische Daten zur Lehrkräfteverteilung aus und bezieht sich auf pädagogische Fachliteratur sowie Studien wie PISA und IGLU.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Kritik am System, eine differenzierte Auseinandersetzung mit Intersektionalität und eine empirische Prüfung der aktuellen Relevanz.
Zentrale Begriffe sind Feministische Pädagogik, Intersektionalität, Geschlechtergerechtigkeit, Schulbuchanalyse und Diskriminierung.
Jungen werden insbesondere im Kontext der "Krise der Männlichkeit" und ihrer Repräsentation in Schulbüchern sowie ihren schulischen Leistungen betrachtet, um zu reflektieren, ob sie ebenfalls von einer geschlechtersensiblen Pädagogik profitieren könnten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Feministische Pädagogik weiterhin notwendig ist, jedoch eine Öffnung hin zu intersektionalen Ansätzen und eine Abkehr von starren Zweigeschlechtlichkeitsmodellen erfordert.
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