Bachelorarbeit, 2019
76 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Wirtschaftskriminalität in Unternehmen
2.1 Definition von Fraud
2.2 Abgrenzung und Einordnung des Fraud Begriffs
2.3 Beweggründe für Fraud
2.3.1 Täter
2.3.2 Motive
2.4 Fraud-Prozess
2.5 Fraud-Arten
2.5.1 Manipulation der Rechnungslegung
2.5.2 Vermögensschädigung
2.5.2.1 Diebstahl geistigen Eigentums
2.5.2.2 Geldwäsche
2.5.3 Korruption und Insiderhandel
3. Methoden zur Aufdeckung von Fraud
3.1 Unternehmensinterne Risikoanalyse
3.1.1 Identifikation
3.1.2 Bewertung
3.1.3 Steuerung
3.2 Red Flagging Management
3.3 Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen
3.4 Prüfungshandlung Wirtschaftsprüfung
3.4.1 Fraud-Interviews zur Einschätzung von Risikofaktoren
3.4.2 Prüfungsdurchführung
3.4.3 Prüfung spezifischer Rechnungslegungsbestandteile
3.4.3.1 Segmentberichterstattung
3.4.3.2 Kapitalflussrechnung
3.4.3.3 Eigenkapitalveränderungsrechnung
4. Prävention Maßnahmen zur Vermeidung von Fraud
4.1 Unternehmensinterne Maßnahmen
4.1.1 Schulungen und Belehrungen
4.1.2 Corporate Responsibility
4.1.2.1 Corporate Governance
4.1.2.2 Compliance Management
4.1.3 Interne Audits
4.1.4 Hinweisgebersysteme
4.2 Unternehmensexterne Maßnahmen
4.2.1 Prüfungspflichten von externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
4.2.2 Gesetzgebung
5. Fazit
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, wirksame Maßnahmen zur Aufdeckung von Betrug (Fraud) innerhalb von Unternehmen zu analysieren und präventive Strategien zu entwickeln, um wirtschaftskriminelle Handlungen zu minimieren und rechtliche sowie unternehmerische Vorschriften einzuhalten.
2.5.1 Manipulation der Rechnungslegung
Besonders dieser Zweig des Betrugsbaums zeichnet sich durch eine aktive dubiose Handlung innerhalb des Unternehmen aus. Mit 10 % ist die Häufigkeit der Manipulation der Rechnungslegung zwar am niedrigsten im Verhältnis von den drei Kategorien des Fraud-Tree, dennoch verursacht diese den größten Schaden laut einer Studie der „ACFE“ aus dem Jahr 2018 mit 800 Mio. US-Dollar.31 Auf der finanziellen Ebene wird unterschieden zu einem nicht finanziellen und einem finanziellen Fall. Bei finanziellen Betrugsfällen findet meistens eine Überbewertung von Schulden und eine Unterbewertung von Vermögensgegenständen statt. Die Überbewertung geschieht meistens auf der Passiva, indem überhöhte Rückstellungen für beispielsweise Prozesskosten zu gering eingeschätzt werden. Hingegen auf der Aktiva entspricht das ausgewiesene Vermögen nicht dem tatsächlichen Vermögen zu den Marktpreisen. Um dies zu erreichen, werden beispielshalber kürzere Nutzungsdauern bei der Abschreibung angesetzt, selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände nicht aktiviert oder überhöhte Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet.32 Außerdem können erhöhte Erträge und niedrigere Aufwendungen fehlerhaft ausgewiesen werden, um einen höheren Gewinnausweis zu erzielen. Die nicht finanziellen Fälle beinhalten gefälschte Dokumente, die von internen und externen Organisationen stammen. Um die erfundenen Erlöse oder die Buchung in falschen Abrechnungsperioden zu erstellen, müssen die Regelungen der nationalen und internationalen Rechnungslegung verstanden werden und können anschließend ohne größere Schwierigkeiten durchgeführt werden. Hingegen ist die verfälschte Bewertung des Anlagevermögens und Umlaufvermögens schwieriger, da saubere Buchungstechniken aufwendiger zu manipulieren sind ohne Spuren zu hinterlassen.33 Innerhalb der Finanzabteilung sollte wahrgenommen werden, wenn die Verbindlichkeiten immer höher werden und diese von den eigenen Mittel nicht mehr zurückgezahlt werden können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Wirtschaftskriminalität ein, betont die Relevanz durch bekannte Skandale und beschreibt das Ziel der Arbeit, Methoden zur Betrugsaufdeckung und Prävention zu erläutern.
2. Wirtschaftskriminalität in Unternehmen: Dieses Kapitel definiert Fraud, grenzt den Begriff gegen das allgemeine Risikomanagement ab und untersucht die Motive und Arten von Betrug im wirtschaftlichen Kontext.
3. Methoden zur Aufdeckung von Fraud: Hier werden verschiedene Ansätze zur aktiven Betrugsaufdeckung vorgestellt, darunter Risikoanalysen, Red Flagging Management sowie spezifische Prüfungshandlungen durch Wirtschaftsprüfer.
4. Prävention Maßnahmen zur Vermeidung von Fraud: Das Kapitel behandelt interne und externe Präventionsmaßnahmen wie Schulungen, Corporate Governance, Compliance Management, interne Audits und Hinweisgebersysteme.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer klaren Unternehmenskultur sowie kontinuierlicher Überwachung, um das Risiko von Fraud nachhaltig zu minimieren.
Anti Fraud Management, Wirtschaftskriminalität, Betrugsprävention, Fraud-Tree, Compliance, Corporate Governance, Risikomanagement, Jahresabschlussprüfung, Red Flags, interne Revision, Hinweisgebersysteme, Rechnungslegungsmanipulation, Vermögensschädigung, Korruption, Insiderhandel
Die Arbeit behandelt das komplexe Themenfeld der Wirtschaftskriminalität in Unternehmen und untersucht Ansätze, wie diese durch präventive Strategien und aktive Aufdeckungsmethoden bekämpft werden kann.
Zentrale Themen sind die Definition und Systematisierung von Betrugsarten (Fraud-Tree), die Methoden zur Risikoidentifikation sowie organisatorische Maßnahmen wie Compliance und Corporate Governance.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis über die Entstehung von Betrug zu schaffen und Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen Unternehmen ihr Risiko gegenüber dubiosen Handlungen minimieren können.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit vorhandener Fachliteratur, Studien und gesetzlichen Grundlagen, um daraus ein praktisches Anti-Fraud-Konzept abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Betrugsarten, die Vorstellung von Aufdeckungsmethoden wie das Red Flagging Management und die Erläuterung präventiver Maßnahmen für Unternehmen.
Begriffe wie Anti Fraud Management, Risikomanagement, Compliance, interne Revision, Wirtschaftskriminalität und Betrugsprävention sind für das Verständnis der Arbeit essenziell.
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