Bachelorarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 1
1 THEMENAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
2 TIERGESTÜTZTE INTERVENTION
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Bedeutung und Ursprung
2.3 Mensch-Tier-Beziehung
2.3.1 Anthropomorphisieren
2.3.2 Biophilie-Hypothese
2.3.3 Bindungstheorie
2.3.4 Du-Evidenz
2.3.5 Spiegelneuronen
2.4 Resümee
3 HUNDEGESTÜTZTE INTERVENTION
3.1 Entwicklung und Geschichte der Rolle des Hundes für den Menschen
3.2 Begriffserklärung
3.3 Studien zur Hundegestützten Pädagogik in der Schule
3.4 Resümee
4 DER EINSATZ DES SCHULHUNDES
4.1 Gesetzliche Vorgaben
4.1.1 Haftung
4.1.2 Österreichisches Tierschutzgesetz
4.1.3 Leitfaden für hundegestützte Pädagogik des Bundesministeriums für Bildung und Frauen
4.2 Voraussetzungen
4.2.1 Hund
4.2.2 Hundehalterin und Hundehalter
4.2.3 Kind
4.2.4 Schule
4.2.5 Ausbildung zum Schulhund
4.3 Positive Effekte von Hunden in der Schule
4.3.1 Physische und psychische Wirkung
4.3.2 Soziale Wirkung
4.3.3 Lernerfolg
4.3.4 Motivation
4.3.5 Drei- Faktoren- Modell nach Beetz
4.4 Praktischer Einsatz des Schulhundes nach dem „Fünf Phasen Modell“
4.4.1 Vorbereitungsphase
4.4.2 Einführungsphase
4.4.3 Kennenlernphase
4.4.4 Arbeitsphase
4.4.5 Abschlussphase
4.5 Resümee
5 EMPIRISCHE FORSCHUNG
5.1 Die qualitative Forschung – Begründung und Beschreibung der Methode
5.2 Experteninterview – Forschungsfeld
5.3 Auswertung und Ergebnisdarstellung
5.4 Resümee und Beantwortung der Forschungsfragen
6 ZUSAMMENFASSUNG UND WEITERFÜHRENDE GEDANKEN
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Auswirkungen der tiergestützten Pädagogik, speziell durch den Einsatz von Schulhunden, auf das Lernklima, die soziale Kompetenz und die Motivation von Kindern. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, welche Erfolge durch solche Interventionen erzielt werden können und welche strukturellen sowie individuellen Voraussetzungen für ein gelungenes Schulhundeprojekt notwendig sind.
2.3 Mensch-Tier-Beziehung
In den letzten Jahrzehnten wurde die Mensch-Tier-Beziehung von unterschiedlichen Wissenschaftlern, wie zum Beispiel WILSON und KELLERT, untersucht. Sie erkundeten die Ursachen für die Verbundenheit zwischen Mensch und Tier. Um diese besondere Beziehung besser zu verstehen, werden fünf Theorien und deren Forschungserkenntnisse in den nachfolgenden Unterkapiteln erläutert.
2.3.1 Anthropomorphisieren
Wissenschaftlich gesehen bedeutet anthropomorphisieren, mit Tieren in Beziehung zu treten. Es ermöglicht, die Bedürfnisse, Absichten und das Verhalten dieser zu verstehen. Aufgrund eigener Erfahrungen und Empfindungen interpretieren die Menschen das Verhalten der Tiere. (vgl. BEETZ, 2017, S. 711f.) Menschen tendieren dazu, Haustiere wie Menschen zu behandeln. Diese bekommen einen Namen, es wird mit ihnen gesprochen und der Tod wird betrauert. Die Verbundenheit ist vergleichbar mit der Verbindung zu einem anderen Menschen. Dieser Umgang mit dem Tier ist bis zu einem gewissen Grad normal, solange die Bedürfnisse dieser berücksichtigt werden. Wenn ein Haustier gefährliche Eigenschaften, wie zum Beispiel Aggression gegenüber der Besitzerin und dem Besitzer, entwickelt, darf dies nicht verharmlost werden. Vor allem Kinder neigen zu anthropomorphisieren, dadurch bauen sie eine soziale Beziehung zu diesem Lebewesen auf. Diese kann in der Tiergestützten Pädagogik genutzt werden, indem das Tier das Vertrauensverhältnis der Schülerin und des Schülers zum Lehrer verbessert. (vgl. VERNOOIJ & SCHNEIDER, 2008, S. 14f.)
1 THEMENAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in die Thematik der tiergestützten Pädagogik und Formulierung der Forschungsfragen zur Wirksamkeit und den Voraussetzungen in der Schule.
2 TIERGESTÜTZTE INTERVENTION: Theoretischer Überblick über Interventionsformen mit Tieren und wissenschaftliche Begründung der Mensch-Tier-Beziehung anhand verschiedener Theorien.
3 HUNDEGESTÜTZTE INTERVENTION: Spezifische Analyse der Rolle des Hundes als Begleiter und Auswertung vorliegender Studien zu dessen Einsatz in Bildungseinrichtungen.
4 DER EINSATZ DES SCHULHUNDES: Detaillierte Darstellung rechtlicher Vorgaben, notwendiger Voraussetzungen für Mensch und Tier sowie ein praktisches Phasenmodell für die Implementierung.
5 EMPIRISCHE FORSCHUNG: Methodik und Auswertung eines Experteninterviews mit einer pädagogischen Fachkraft zur Reflexion der theoretischen Erkenntnisse im praktischen Schulalltag.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND WEITERFÜHRENDE GEDANKEN: Synthese der Ergebnisse und Plädoyer für eine stärkere Anerkennung und Nutzung des Potenzials von Schulhunden.
Tiergestützte Pädagogik, Schulhund, Hundegestützte Intervention, Mensch-Tier-Beziehung, Soziale Kompetenz, Lernerfolg, Bindungstheorie, Klassenmanagement, Pädagogik, Stressregulation, Experteninterview, Schulalltag, Empathiefähigkeit, Tiergestützte Therapie, Motivation.
Die Arbeit untersucht den theoretischen Hintergrund und die praktische Umsetzung der tiergestützten Pädagogik, wobei der Hund als Lernbegleiter im schulischen Kontext im Mittelpunkt steht.
Die zentralen Felder umfassen die Mensch-Tier-Beziehung, die rechtlichen Grundlagen für Schulhunde, die notwendigen Voraussetzungen für das Mensch-Hund-Team sowie die psychosozialen Wirkungen auf Kinder.
Ziel ist es zu ergründen, welche positiven Erfolge durch den Einsatz eines Schulhundes erzielt werden können und welche Bedingungen für eine erfolgreiche und sichere Integration in den Unterricht erfüllt sein müssen.
Die Autorin nutzt primär die hermeneutische Forschungsmethode zur theoretischen Fundierung und ergänzt diese durch ein leitfadengestütztes Experteninterview mit einer praktizierenden Pädagogin.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die tiergestützte Intervention, eine spezifische Analyse der Hundegestützten Pädagogik, eine detaillierte Erörterung der gesetzlichen Vorgaben und Anforderungen sowie ein Phasenmodell für den praktischen Einsatz in der Schule.
Wichtige Begriffe sind Tiergestützte Pädagogik, Schulhund, Soziale Kompetenz, Bindungstheorie und Stressregulation.
Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten und das Wohlergehen des Hundes sicherzustellen, muss das Tier stressresistent, gehorsam und sozial verträglich sein, was durch eine gezielte Ausbildung nachgewiesen werden muss.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Tiere die Funktion einer sicheren Bindung übernehmen können, wodurch Stress reduziert, Ängste abgebaut und somit die Lernbereitschaft sowie das Vertrauensverhältnis in der Klasse verbessert werden.
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