Magisterarbeit, 2009
103 Seiten, Note: 1,7
Die Magisterarbeit untersucht die Zugehörigkeit von Arno Schmidts Erzählung „Schwarze Spiegel“ (1951) und Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ (1963) zur Gattung der Robinsonade. Die Arbeit analysiert die beiden Werke im Kontext der gattungsspezifischen Merkmale und stellt sie in Bezug zu klassischen Robinsonaden.
Kapitel 2 befasst sich mit der Robinsonade als literarischer Gattung. Es werden die Ursprünge der Gattung, wichtige Quellen und deren Wirkung sowie die Forschungsdiskussion beleuchtet. Das Kapitel bietet eine umfassende Analyse des Gattungsbegriffs und untersucht die verschiedenen Elemente, die die Robinsonade auszeichnen.
Kapitel 3 widmet sich den beiden modernen Robinsonaden „Schwarze Spiegel“ und „Die Wand“. Es werden zunächst die bestehenden Forschungsmeinungen zu den beiden Werken und ihrer Beziehung zur Robinsonade vorgestellt. Anschließend werden die Werke im Detail analysiert, wobei besonderes Augenmerk auf die Themen Weltkatastrophe, Isolation, Überleben, die Beziehung zwischen Mensch und Natur sowie die Rolle von Geschlecht und Gender gelegt wird.
Robinsonade, Gattungstheorie, Arno Schmidt, Marlen Haushofer, Schwarze Spiegel, Die Wand, Weltkatastrophe, Isolation, Überleben, Zivilisation, Geschlecht, Gender, Utopie.
Eine Robinsonade beschreibt die Isolation eines Individuums fernab der Zivilisation und dessen Kampf um das physische und psychische Überleben, basierend auf Defoes „Robinson Crusoe“.
Der Roman zeigt eine totale Isolation durch eine unsichtbare Wand, wobei die Protagonistin wie Robinson gezwungen ist, als Jägerin und Sammlerin allein in der Natur zu überleben.
Es ist eine „Post-Desaster-Robinsonade“, in der ein Mann nach der totalen Vernichtung der Menschheit allein durch Deutschland streift und sich eine neue Existenz aufbaut.
Während die Utopie oft einen idealen gesellschaftlichen Entwurf zeigt, konzentriert sich die Robinsonade auf das individuelle Schicksal und die praktische Bewältigung der Einsamkeit.
Ja, die Arbeit untersucht „männliche“ und „weibliche“ Robinsonaden (Robinson vs. Robinsonin) und wie Geschlechtsidentitäten den Überlebenskampf und die Naturbeziehung prägen.
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