Bachelorarbeit, 2019
36 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Konventionelle vs. Unkonventionelle Geldpolitik
3. Der grundsätzliche Mechanismus von Quantitative Easing
4. Entwicklung der Geldpolitik Japans im Kontext der Wirtschaftsgeschichte
4.1 Inflationskrise
4.2 Vermögensblase
4.3 Das verlorene Jahrzehnt
4.4 Die zweite Weltwirtschaftskrise
5. Die aktuelle Geldpolitik der Bank of Japan
5.1 Staatsanleihen
5.2 ETF und J-REIT
5.3 Commercial Paper und Unternehmensanleihen
5.4 Negativer Einlagenzinssatz
5.5 Maßnahme zur Bereitstellung von Geldmitteln
5.6 Verpflichtung zur Überschreitung der Inflation
6. Die Geldpolitik der EZB im Vergleich zu der der BOJ
6.1 Anleihenkaufprogramm
6.2 Einlagezinssatz
6.3 Kreditvergabe / Geldmittelbereitstellungsmaßnahmen
7. Ausgangssituation für eine Ausweitung der Geldpolitik der EZB
8. Ausweitung des Anleihekaufprogramm
8.1 Qualitative Ausweitung durch ETF-Käufe
8.1.1 Legalität von ETF-Käufen
8.1.2 Mögliche ETF Käufe
8.1.3 Effektivität von ETF-Käufen
8.2 Qualitative Ausweitung durch REIT-Käufe
8.3 Quantitative Ausweitung
8.3.1 Legalität der quantitativen Ausweitung
8.3.2 Effektivität der quantitativen Ausweitung
9. Fazit
Diese Arbeit untersucht, ob die expansive Geldpolitik der Bank of Japan als blaupausenartiges Vorbild für die Europäische Zentralbank (EZB) dienen kann, um zukünftigen wirtschaftlichen Krisen zu begegnen. Dabei wird analysiert, welche unkonventionellen Instrumente der BOJ auf die EZB übertragbar sind und inwiefern diese Maßnahmen effektiv sowie rechtlich umsetzbar wären.
8.1.1 Legalität von ETF-Käufen
Bei der Betrachtung der Legalität von ETF-Käufen und einer Ausweitung der Käufe muss beachtet werden, dass das entweder durch das jetzige Anleihekaufprogramm der EZB oder durch Outright Monetary Transactions (OMT) geschehen könnte. OMT ist ein Instrument, durch das die EZB Staatsanleihen am Sekundärmarkt zum Schutz des geldpolitischen Transaktionsmechanismus kaufen kann. Diese Möglichkeit wurde bisher noch nicht genutzt.
Auf Ansuchen des Deutschen Bundestages wurde OMT vom Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof (EUG) untersucht auf den eventuellen Verstoß gegen die Freiheit der Mitgliedsstaaten, im Sinne des EU-Vertrags eine eigene Wirtschaftspolitik betreiben zu können. Der EUG beschloss, dass das OMT unter Beachtung bestimmter Konditionalitäten im Verantwortungsbereich der EZB liegt. In Bezug auf ETFs schließen die Konditionen den Kauf nicht aus, aber sie stellen dennoch eine Hürde dar. Die Konditionen, die die Anleihekäufe regeln, geben erstens vor, dass sich die Anleihen auf die kurzfristige Renditenkurve beziehen müssen. Da ETFs keine feste Laufzeit haben, beziehen sie sich auch auf keinen bestimmten Teil der Renditenkurve.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, ob Japans aktuelle Geldpolitik als Vorbild für die EZB in der nächsten Krise dienen kann.
2. Konventionelle vs. Unkonventionelle Geldpolitik: Erläuterung der geldpolitischen Ziele von Zentralbanken und der Notwendigkeit unkonventioneller Maßnahmen bei versagenden Standardinstrumenten.
3. Der grundsätzliche Mechanismus von Quantitative Easing: Darstellung der Wirkungsweise von QE zur Senkung von Renditen und Stimulierung der Realwirtschaft.
4. Entwicklung der Geldpolitik Japans im Kontext der Wirtschaftsgeschichte: Historischer Rückblick auf die verschiedenen Phasen japanischer Krisenpolitik von der Inflationskrise bis zur zweiten Weltwirtschaftskrise.
5. Die aktuelle Geldpolitik der Bank of Japan: Detaillierte Beschreibung der Instrumente der BOJ, einschließlich Staatsanleihenkäufen, ETFs, J-REITs und negativer Einlagenzinsen.
6. Die Geldpolitik der EZB im Vergleich zu der der BOJ: Gegenüberstellung der geldpolitischen Instrumente beider Zentralbanken zur Identifikation von Unterschieden und Gemeinsamkeiten.
7. Ausgangssituation für eine Ausweitung der Geldpolitik der EZB: Analyse der EZB-Strategie als Vorsichtsmaßnahme gegen eine drohende Deflation und Wirtschaftskrise.
8. Ausweitung des Anleihekaufprogramm: Untersuchung der Möglichkeiten zur qualitativen und quantitativen Ausweitung der EZB-Politik unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass der Kauf von REITs und ETFs durch die EZB unwahrscheinlich ist, während die Ausweitung des bestehenden Programms am ehesten als realistisch erscheint.
Geldpolitik, Bank of Japan, Europäische Zentralbank, Quantitative Easing, Staatsanleihen, ETF, J-REIT, Deflation, Finanzkrise, Zinskurvenkontrolle, Inflationsziel, Negativzins, Wirtschaftsstabilität, Geldmengensteigerung, Asset-Preise.
Die Arbeit analysiert, ob die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der japanischen Zentralbank (Bank of Japan) als Vorbild für die Europäische Zentralbank bei zukünftigen Wirtschaftskrisen fungieren könnten.
Im Zentrum stehen die geldpolitischen Instrumente Japans wie Quantitative Easing, ETF-Käufe und negative Zinsen im Vergleich zu den Strategien der EZB.
Die Forschungsfrage lautet: Kann die aktuelle Geldpolitik Japans als Vorbild für die Handlungen der Europäischen Zentralbank dienen, bei dem Eintreten der nächsten Wirtschaftskrise?
Die Autorin führt eine vergleichende Analyse durch, bei der die geldpolitischen Instrumente von EZB und BOJ gegenübergestellt und rechtlich sowie ökonomisch bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung Japans, die detaillierte Beschreibung der aktuellen BOJ-Politik und den anschließenden Vergleich mit der EZB sowie eine Prüfung der Ausweitungsmöglichkeiten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geldpolitik, Quantitative Easing, Bank of Japan, EZB, Deflation und Vermögenswertkaufprogramme charakterisieren.
Die Arbeit weist darauf hin, dass ETFs keine feste Laufzeit haben, was im Widerspruch zu bestimmten Konditionen steht, die in Gerichtsurteilen bezüglich der EZB-Eingriffe als Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit genannt wurden.
Das Fazit lautet, dass direkte Käufe von ETFs und REITs durch die EZB aufgrund der rechtlichen Situation und mangelnder Effektivitätsnachweise sehr unwahrscheinlich sind; wahrscheinlicher sei eine Ausweitung des bestehenden QE-Programms.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

