Bachelorarbeit, 2020
129 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aktueller Forschungsstand
1.3 Aufbau und Methodik
2 Einführung in die Usability
2.1 Bedeutung der Usability und Bezug auf das Web
2.2 ISO-Normen zur Gestaltung von Dialog- und Benutzungsschnittstellen
2.3 Abgrenzung zur User Experience
2.4 Usability im mobilen Kontext
2.5 Methoden der Usability Evaluation
2.5.1 Heuristische Evaluation
2.5.2 Usability-Checklisten
2.5.3 Usability-Test im Labor und Feld
2.5.4 Fragebogen als Bewertungsinstrument
3 User Interface mobiler Webanwendungen
3.1 Die Rolle des User Interface bei der Usability
3.2 Einführung in die Webanwendungen im Kontext von Smartphones
3.3 Problembereiche und Herausforderungen im mobilen Web
3.3.1 Bildschirmgröße und Navigation
3.3.2 Bedienung
3.3.3 Der besondere Kontext
3.4 SAP Fiori als modernes Designkonzept der SAP
3.4.1 Überblick und Abgrenzung zum SAP User Interface 5
3.4.2 Designrichtlinien
4 Checklistenkonzeption und Evaluation im Detail
4.1 Konzeption der Checkliste
4.2 Heuristische Evaluation und Prototypenaufbau
4.3 Evaluationsmethoden
4.4 Evaluationsvorbereitung
4.4.1 Testgegenstand, Testumgebung und Testgerät
4.4.2 Stichprobenkonstruktion und Rekrutierung
4.4.3 Aufgabendefinition
4.4.4 Vorabtest und ToDo-Liste zur Testvorbereitung
4.5 Evaluationsdurchführung
4.6 Evaluationsauswertung durch qualitative Inhaltsanalyse
5 Ergebnisse der Studie
5.1 Zusammensetzung der Versuchspersonen
5.2 Fallzusammenfassung zu Prototyp 1
5.3 Fallzusammenfassung zu Prototyp 2
5.4 Direkter Vergleich der Prototypen
6 Diskussion
6.1 Reflexion der Methode anhand der Gütekriterien der Forschung
6.2 Ergebnisdiskussion
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Konzeption, der prototypischen Implementierung und der Evaluation einer Usability-Checkliste, die speziell auf webbasierte Smartphone-Applikationen im Kontext von SAP Fiori zugeschnitten ist. Ziel ist es, durch die Entwicklung und praktische Erprobung dieser Checkliste einen Beitrag zur Verbesserung der Gebrauchstauglichkeit in mobilen Unternehmensanwendungen zu leisten.
3.3.1 Bildschirmgröße und Navigation
Wie eingangs dargestellt, bedeuten kleine Bildschirme eine große Herausforderung für die Usability. So müssen Entwickelnde im Umfeld mobiler Endgeräte unnötige Funktionen entfallen lassen, sich ausschließlich auf die wesentlichen Elemente konzentrieren, Informationen auf mehrere Seiten verteilen und zwangsläufig Kompromisse eingehen (Krug, 2014, S. 145–148). Das führe nach Krug (2014, S. 145–148) zwar zu Einschränkungen in den Funktionen, tieferen Ebenen des Inhalts, mehr Tippen und Scrollen, könne aber das Design viel einfacher und schlichter gestalten. Eine Möglichkeit, die vielen Inhalte einer Webseite auf den mobilen Kontext zu übertragen und so diesem Platzproblem zu begegnen, ist das Prinzip des sogenannten Responsive Webdesigns.
Bei dem Einsatz des Responsive Webdesigns wird die Oberfläche so gestaltet, dass sie sich an die unterschiedlichen Gegebenheiten, Bildschirmgrößen und Ausrichtungen des Displays anpasst (Nielsen & Budiu, 2013, S. 45–46). So ist es möglich, nur eine einzige Webseite für den Einsatz auf dem Computer und dem mobilen Endgerät zu verwenden (ebd.). Dahingehend bietet sich laut Ertel und Laborenz (2017, S. 194–197) beispielsweise das weit verbreitete Menü- und Layoutkonzept Off-Canvas an, um Inhalte aus dem nicht sichtbaren Bereich zu schieben und nur einen Klick entfernt zur Verfügung zu stellen.
Nielsen und Budiu (2013, S. 52) behaupten gegenüber dem Ansatz des Responsive Designs, dass der alleinige Einsatz, eine Webseite für den mobilen Nutzenden zugänglich zu machen, nur zu einer unterdurchschnittlichen mobilen User Experience führt. Nur eine eigene, für mobile Endgeräte optimierte und entwickelte Version sei zielführend (ebd.).
Kleine Bildschirme zwingen auch zu einer Verlagerung sekundärer Inhalte und Informationen auf unterschiedliche Seiten und somit zu tieferen Ebenen einer Webseite (ebd., S. 138–142). Das Weiterleiten und Wechseln auf andere Seiten wird als Navigation bezeichnet (DIN Deutsche Institut für Normung e.V., 2008, S. 10). Genauer definiert sich Navigation als „Bewegungen zwischen oder innerhalb bestimmter Webseiten oder die Bewegung innerhalb eines auf einer Seite dargestellten bestimmten Darstellungsabschnittes (z. B. die Positionierung innerhalb eines bestimmten Medienobjekts) die Benutzer ausführen, um eine bestimmte Funktion oder Information zu finden“ (ebd.).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung mobiler Anwendungen ein und definiert die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Einführung in die Usability: Es werden die theoretischen Grundlagen der Usability, relevante ISO-Normen und gängige Evaluationsmethoden erläutert.
3 User Interface mobiler Webanwendungen: Dieses Kapitel beleuchtet Herausforderungen mobiler Oberflächen und stellt das Designkonzept von SAP Fiori vor.
4 Checklistenkonzeption und Evaluation im Detail: Hier wird der Prozess der Checklistenentwicklung beschrieben und das Forschungsdesign für die empirische Untersuchung festgelegt.
5 Ergebnisse der Studie: Die Untersuchungsergebnisse der beiden Prototypen werden deskriptiv aufbereitet und präsentiert.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden reflektiert, die Methode kritisch hinterfragt und die gewonnenen Erkenntnisse interpretiert.
7 Fazit und Ausblick: Diese Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Smartphone, Usability, SAP Fiori, Checkliste, heuristische Evaluation, User Interface, Mobile Web, Prototyp, Usability-Test, qualitative Inhaltsanalyse, Responsive Design, Webanwendung, SAPUI5, Benutzerschnittstelle, Gebrauchstauglichkeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit (Usability) von mobilen SAP Fiori Webanwendungen durch die Konzeption und Erprobung einer speziellen Usability-Checkliste.
Zentrale Themen sind mobile Usability, User Interface Design im mobilen Kontext, SAP Fiori Designrichtlinien sowie Methoden zur Usability-Evaluation wie heuristische Evaluationen und Labortests.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Instruments (der Usability-Checkliste), das Entwicklern hilft, die Gebrauchstauglichkeit von mobilen SAP Fiori Anwendungen systematisch zu bewerten und zu optimieren.
Die Arbeit nutzt einen Forschungsansatz, der eine deduktiv-induktive Konzeption der Checkliste mit einer empirischen Untersuchung (Usability-Test zweier Prototypen) verbindet, welche mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Usability und mobiles User Interface Design, die detaillierte Beschreibung der Checklisten-Entwicklung sowie die Durchführung und Auswertung der praktischen Tests mit den Prototypen.
Die wichtigsten Schlagwörter sind Smartphone, Usability, SAP Fiori, Checkliste, heuristische Evaluation und Mobile Web.
SAP Fiori stellt ein modernes Designsystem für SAP-Software dar, das die Benutzerfreundlichkeit in den Fokus rückt. Da mobile SAP-Anwendungen im Unternehmensumfeld immer wichtiger werden, ist eine gezielte Unterstützung für Entwickler bei deren Gestaltung notwendig.
Die Evaluation zeigt, dass durch den Einsatz der entwickelten Usability-Checkliste bei der Prototypen-Entwicklung die Anzahl der Usability-Probleme im Vergleich zum ersten Entwurf um 38 Prozent reduziert werden konnte.
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