Masterarbeit, 2021
132 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsziel
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Forschungsmethode
1.5 Begriffliche Grundlagen
2. Point-of-Sale-Medien
2.1 Begriffliche Grundlagen und Funktionen von PoS-Medien
2.2 Forschungsstand
2.3 Die Einordnung des Remote Experts als Teil von interaktiven PoS-Medien
2.4 Innovative Formen von Technologien zur Unterstützung der Kundenberatung
2.4.1 Kurznachrichtendienste und Chatbots
2.4.2 Augmented Reality
2.5 Remote Experts auf stationären Flächen
2.5.1 Begriffliche Grundlagen und Funktionsweisen von Remote Experts
2.5.2 Vor- und Nachteile von Remote Experts
2.5.3 Praxisbeispiele
3. Gestaltung von Remote Experts
3.1 Gestaltungseigenschaften von Webseiten
3.1.1 Farbe
3.1.2 Anzahl und Anordnung einzelner Elemente
3.2 Gestaltungskomponenten erklärt durch Preference Framework
3.2.1 Komplexität
3.2.2 Kohärenz
3.2.3 Lesbarkeit
3.2.4 Mysterium
4. Technologieakzeptanz im Konsumentenverhalten
4.1 Nutzungsabsicht im Konsumentenverhalten
4.1.1 Theoretische Grundlagen und Definitionen
4.1.2 Theorien zur Analyse der Akzeptanz
4.2 Modelle zur Messung von Akzeptanz
4.2.1 Überblick verschiedener Akzeptanzmodelle
4.2.2 Technology Acceptance Model nach Davis zur Bestimmung der Akzeptanz von Remote Experts
4.2.3 Kritische Einschätzung des Technology Acceptance Models
4.2.4 Bekannte Erweiterungen und Modifikation des TAM an den Untersuchungsgegenstand Remote Expert
4.3 Entwicklung der Hypothesen
5. Methode zur Messung der Nutzungsabsicht von Videoberatung
5.1 Forschungsmethode und -design
5.2 Ablauf und Teilnehmer
5.3 Fragebogen
5.4 Stimulusmaterial
6. Ergebnisse der Untersuchung
6.1 Deskriptive Statistik
6.2 Reliabilität und Normalverteilung
6.3 Auswertung
6.3.1 Hypothese 1
6.3.2 Hypothese 2
6.3.3 Hypothese 3, 4 und 5
6.3.4 Hypothese 6
6.3.5 Regressionsmodell
6.3.6 Weitere Auswertungen
7. Diskussion
7.1 Zusammenfassung und Resümee
7.2 Limitationen
7.3 Ausblick für Praxis und Wissenschaft
Diese Arbeit zielt darauf ab, die optimale Gestaltung von Remote Experts (Videoberatung) auf stationären Flächen im Handel zu untersuchen, um die Nutzungsabsicht von Konsumenten zu erhöhen. Dabei wird analysiert, welche visuellen Gestaltungselemente (wie Produktbilder oder Vergleiche) und zielgruppenspezifischen Determinanten (wie Alter oder Technologieaffinität) die Akzeptanz dieser innovativen Technologie beeinflussen.
1.1 Problemstellung
Heutzutage möchten Kunden Käufe tätigen, wenn es zeitlich passend für sie ist und nicht, wenn Verkaufsstellen zur Verfügung stehen. Können Unternehmen diese Erwartungen nicht erfüllen, wandern Klienten aller Wahrscheinlichkeit nach zu dem nächst gelegenem Wettbewerber ab (Cisco, 2013). Großbritanniens größte Bausparkasse Nationwide versuchte diesem Problem entgegenwirken, indem in Filialen mit einer hohen Kundendichte zu den Stoßzeiten zusätzliche Kundenberater zur Verfügung gestellt wurden. Gleichzeitig wurden in selten aufgesuchten Niederlassungen Kundentermine um die Stoßzeiten herum vereinbart. Dieses Vorhaben löste jedoch nicht die zeitlichen Kundenerwartungen, sodass noch mehr Kapazitäten geschaffen werden mussten. Indem vermehrt effizienter Zugang zu Experten gewährleistet wird, können nicht nur Herausforderungen im Bereich des Kundenservices gelöst, sondern auch Marktanteile von Konkurrenten eingenommen werden. Dank virtueller face-to-face Kundengespräche, mittels hochauflösender Videoübertragung, schaffte Nationwide einen neuen Beratungsansatz (Abbildung 1).
Beinahe ausnahmslos alle Nationwide Kunden, welche an einem solchen Gespräch teilnahmen, gaben an, sehr zufrieden mit der Lösung zu sein. Folglich stieg die Kundenzufriedenheit im Unternehmen. Zudem gab über ein Drittel aller Teilnehmer an, dass sie tatsächlich zu anderen Anbietern abgewandert wären, sofern kein Berater zu Verfügung gestanden hätte (Cisco, 2013).
Dieses Problem der Kundenberatung lässt sich auch auf andere Branchen oder den Einzelhandel übertragen: Man stelle sich vor ein Kunde stehe im Baumarkt, ein Ort, den die meisten Menschen nicht täglich aufsuchen, zwischen unzähligen Glühbirnen und versucht aus dem riesigen Sortiment, mit dem er nicht besonders vertraut ist, das passende Produkt zu wählen. Ein kurzes und simples Telefonat mit einem Experten oder Vertreter der Marke, indem Kunden ihre Bedürfnisse schildern, kann sofort helfen das passende Angebot auszuwählen. Solch ein Service bietet Kunden einfache Mehrwerte: Zeitersparnis und Risikominimierung eines Kaufes. Aus Kundensicht hat die Videoberatung insbesondere den Vorteil, eine zielführende Beratung zu erhalten, während für Unternehmen der gezielte Einsatz von Spezialisten einen ökonomischen Mehrwert bietet.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Videoberatung im Handel ein, definiert das Forschungsziel und erläutert die gewählte Forschungsmethode sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Point-of-Sale-Medien: Hier werden PoS-Medien definiert, in den aktuellen Forschungsstand eingeordnet und die Bedeutung innovativer Technologien wie Chatbots und Augmented Reality für die Kundenberatung beleuchtet.
3. Gestaltung von Remote Experts: Dieser Abschnitt behandelt die theoretischen Gestaltungseigenschaften von Webseiten und überträgt das Preference Framework Modell von Kaplan auf die Hintergrundgestaltung von Videoberatungen.
4. Technologieakzeptanz im Konsumentenverhalten: Es werden grundlegende Akzeptanztheorien vorgestellt, wobei das Technology Acceptance Model (TAM) als theoretisches Fundament für die Untersuchung der Nutzungsabsicht von Remote Experts ausgewählt und erweitert wird.
5. Methode zur Messung der Nutzungsabsicht von Videoberatung: Hier wird der Aufbau des Onlineexperiments beschrieben, einschließlich der Auswahl des Stimulusmaterials und der Struktur des Fragebogens zur Datenerhebung.
6. Ergebnisse der Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Umfragedaten und prüft die aufgestellten Hypothesen mittels Korrelations- und Regressionsanalysen.
7. Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Remote Expert, Videoberatung, Point-of-Sale, Technologieakzeptanz, Konsumentenverhalten, Technology Acceptance Model, TAM, Einzelhandel, Kundenberatung, Omnichannel, Digital Signage, Nutzungsabsicht, Onlineexperiment, Interaktion, Kundenbindung.
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten und die optimale Gestaltung von "Remote Experts", also Videoberatungssystemen, auf stationären Verkaufsflächen, um Kundenbedürfnisse effizienter zu erfüllen.
Die zentralen Themen sind der stationäre Einzelhandel, die technologische Unterstützung der Kundenberatung (Omnichannel-Ansatz), die Akzeptanzforschung bei Konsumenten sowie das Webdesign von Hintergrundinhalten bei Videoübertragungen.
Das Hauptziel ist es zu klären, wie Remote Experts gestaltet sein müssen, um von Konsumenten akzeptiert und genutzt zu werden, und für welche Zielgruppen sich diese Form der Beratung besonders eignet.
Die Autorin führte eine quantitative Primärforschung in Form eines Onlineexperiments durch, bei dem Probanden unterschiedlichen Stimuli (Video-Hintergrundgestaltungen) ausgesetzt und anschließend befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (PoS-Medien, Akzeptanzmodelle wie das TAM) und den empirischen Teil, in dem Hypothesen über den Einfluss von technischer Affinität, Alter und visueller Gestaltung auf die Nutzungsabsicht geprüft werden.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Remote Expert, Technologieakzeptanz, Point-of-Sale, Nutzungsabsicht und Omnichannel beschreiben.
Das TAM ist ein bewährtes wissenschaftliches Modell, um die Akzeptanz neuer Technologien zu erklären. Die Autorin nutzt es als Grundlage, um die Faktoren "wahrgenommener Nutzen" und "einfache Bedienbarkeit" bei Videoberatungen zu operationalisieren.
Die Studie untersuchte, ob eingeblendete Produktbilder, Vergleiche oder Cross-Selling-Angebote im Hintergrund des Beraters die Nutzungsabsicht erhöhen, wobei die empirische Analyse dazu differenzierte Einblicke liefert.
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