Bachelorarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Digitalisierung und Mediatisierung der Sozialen Arbeit – eine Problembeschreibung
1.2 Herleitung und Bearbeitung der Forschungsfrage
2 Theoretische Ansätze von medialer / digitaler Kompetenz
2.1 Medienkompetenz bei Dieter Baacke
2.2 DigComp 2.1
2.3 Competence of digital Youth Workers
2.4 Digitale Rollenkompetenz
2.5 Medienkompetenz für die Facebook – Nutzung Nicole Alfert
3 Soziale Medien / Social Media
4 Digitale Jugendarbeit – Ziele und Aufgaben
5 Diskussion
6 Schlussfolgerungen
7 Zusammenfassung der Forschungsarbeit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die notwendigen digitalen Handlungskompetenzen von Fachkräften in der Jugendarbeit, um den Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung und Mediatisierung in ihrem Arbeitsfeld professionell begegnen zu können. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche individuellen digitalen Kompetenzen sich aus aktuellen Fachdiskursen ableiten lassen, wenn soziale Medien in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen genutzt werden.
1.1 Digitalisierung und Mediatisierung der Sozialen Arbeit – eine Problembeschreibung
Digitalisierung und Mediatisierung sind Fachbegriffe in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. Sie werden im Zusammenhang mit einem Wandlungsprozess der heutigen Gesellschaft diskutiert. Digitalisierung an sich ist ein technischer Begriff der Umwandlung von analogen Signalen in den Binärcode der Werte 0 und 1. Im gesellschaftspolitischen Verständnis wird der Digitalisierung eine zweite Bedeutung zugeschrieben. „Als gesellschaftspolitischer Begriff bezeichnet Digitalisierung einen umfassenden Wandel, der durch digitale Technologie (Computer, Internet, Robotik, Künstliche Intelligenz) vorangetrieben wird […].“ (Kreidenweis 2018) Alle Lebensbereiche von Menschen sind vom diesem umfassenden Wandel betroffen, von Arbeit, Freizeit bis hin zu den sozialen Beziehungen (vgl. Kreidenweis 2018). Ein Lebensalltag ohne digitale Technologien ist kaum noch denkbar. Digitalisierung hat Auswirkungen auf die Soziale Arbeit, ihre Institutionen, Organisationen und die Fachkräfte der Sozialen Arbeit.
Der zweite Fachbegriff Mediatisierung beschreibt im weitesten Sinne einen Medien- und Kommunikationswandel in der heutigen Gesellschaft. „Mediatisierung umfasst […] einen gesellschaftlichen Wandel in der menschlichen Kommunikation, der durch die Etablierung neuer Kommunikationstechnologien vorangetrieben wird“. (Stüwe / Ermel 2019: 12) Es entstehen neue gesellschaftliche Kommunikationsformen durch digitale Technologien. Die Mediatisierung hat nicht nur Einfluss auf die Art der Kommunikation von Menschen, sondern auch „[…] auf die Sozialisation und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten und Normen und auf das soziale und kulturelle Miteinander“ (Helbig 2017a: 134). Im Begriff Mediatisierung und seiner Bestimmung als Medien- und Kommunikationswandel ist ein sozialer Wandel inbegriffen, welcher im Begriff Digitalisierung nicht ausreichend gefasst wird. Krotz schreibt, dass Mediatisierung „[…] nicht nur den technischen Wandel betont, sondern vor allem die individuellen, alltäglichen, kulturellen und gesellschaftlichen Umgangsweisen mit dem Medienwandel in den Mittelpunkt stellt“ (Krotz 2020: 30). Konkreter spricht Krotz von zwei Transformationen:
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die begrifflichen Grundlagen der Digitalisierung und Mediatisierung ein und leitet aus der zunehmenden Durchdringung der Lebenswelt die Forschungsfrage nach den Kompetenzen der Fachkräfte ab.
2 Theoretische Ansätze von medialer / digitaler Kompetenz: In diesem Kapitel werden relevante Kompetenzkonzepte wie Medienkompetenz nach Baacke, der europäische Referenzrahmen DigComp 2.1 und weitere spezifische Ansätze zur digitalen Jugendarbeit vorgestellt und inhaltlich aufbereitet.
3 Soziale Medien / Social Media: Das Kapitel definiert den Sammelbegriff Soziale Medien und erläutert ihre Funktion als Kommunikations- und Interaktionsmedien, wobei der Fokus auf den für die Jugendarbeit relevanten Diensten Facebook, Instagram und WhatsApp liegt.
4 Digitale Jugendarbeit – Ziele und Aufgaben: Hier wird der Handlungsrahmen der Jugendarbeit im digitalen Raum definiert und die Rolle der Fachkraft als Ansprechpartner, Schlichter und Wegweiser in virtuellen Umgebungen konkretisiert.
5 Diskussion: Die Ergebnisse der theoretischen Konzepte werden kritisch auf die praktische Arbeit im Netz bezogen und auf ihre Stärken und Schwächen hinsichtlich der Anwendbarkeit für Fachkräfte geprüft.
6 Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit aus der theoretischen Auseinandersetzung und formuliert Erkenntnisse zur notwendigen Handlungskompetenz von Fachkräften.
7 Zusammenfassung der Forschungsarbeit: Die Arbeit schließt mit einer knappen Zusammenfassung der zentralen Thesen und einem Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf zur Entwicklung digitaler Handlungskompetenz.
Soziale Arbeit, Jugendarbeit, Digitalisierung, Mediatisierung, Medienkompetenz, Digitale Kompetenz, Social Media, Rollenkompetenz, Pädagogische Professionalität, Digitale Identität, Kompetenzrahmen, DigComp, Jugendliche, Online-Kommunikation, Handlungsfähigkeit
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Fachkräfte in der Jugendarbeit, die sich durch die zunehmende Digitalisierung und die Nutzung von sozialen Medien ergeben.
Die zentralen Themen sind Medienkompetenz, digitale Kompetenzmodelle, digitale Jugendarbeit, berufliche Rollen in sozialen Medien und die Gestaltung von Interaktionsräumen.
Ziel ist es, notwendige digitale Handlungskompetenzen für Fachkräfte zu identifizieren, um Jugendliche in ihrer digitalen Lebenswelt professionell begleiten und unterstützen zu können.
Die Arbeit analysiert verschiedene Konzepte, insbesondere das Medienkompetenzmodell nach Dieter Baacke, den digitalen Referenzrahmen DigComp 2.1 der EU sowie das Konzept "Developing Digital Youth Work".
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Vorstellung von Kompetenzkonzepten, eine Einordnung sozialer Medien, die Definition von Aufgaben in der digitalen Jugendarbeit sowie eine kritische Diskussion der Konzepte im Bezug auf die Praxis.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Arbeit, Medienkompetenz, digitale Jugendarbeit, Social Media, pädagogische Professionalität und digitale Handlungskompetenz.
Die digitale Identität ist laut Arbeit ausschlaggebend, um in sozialen Netzwerken als professionelle Fachkraft erkennbar zu sein, was für den Beziehungsaufbau und die Rolle als Erstkontakt in Krisensituationen essenziell ist.
Fachkräfte müssen sich ihrer Rolle und Funktion im Netz bewusst sein, um die Grenze zwischen Privatperson und pädagogischer Fachkraft sowie die Wirkung ihrer Beiträge auf Klienten verantwortungsbewusst zu steuern.
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