Fachbuch, 2016
128 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Vorbemerkung – Grundsätzliches über den Islam
2.1 Islam und Muslime
2.2 Scharia – Das islamische Rechtssystem
2.2.1 Die Rechtsquellen der Scharia
2.2.1.1 Der Koran
2.2.1.2 Die Sunna
2.2.1.3 Idschma - Der Konsens der Rechtsgelehrten
2.2.1.4 Qiyas - Der Analogieschluss
2.2.2 Der Einfluss der islamischen Rechtsschulen
2.3 Leitgedanken des islamischen Wirtschaftssystems
3. Grundlagen des Islamic Banking
3.1 Definition des Islamic Banking
3.2 Geschichte des Islamic Banking
3.3 Schlüsselprinzipien des Islamic Banking
3.3.1 Das Zinsverbot – Riba“
3.3.2 Das Spekulationsverbot „Gharar“
3.3.3 Das Glücksspielverbot – „Maysir“
3.3.4 Verbot von unethischen „Haram“ Geschäften
3.4 Die Rolle der Scharia-Boards
3.5 Wichtige internationale islamische Finanzinstitutionen
3.3.1 IDB
3.3.2 AAOIFI
3.3.3 IFSB
4. Instrumente des Islamic Banking
4.1 Finanzierungsinstrumente
4.1.1 Handelsfinanzierung
4.1.1.1 Murabaha
4.1.1.2 Bay Salam
4.1.1.3 Istisna
4.1.2 Beteiligungsfinanzierung
4.1.2.1 Mudaraba
4.1.2.2 Musharaka
4.1.3 Leasingfinanzierung – Ijara
4.1.4 Qard Hassan
4.1.5 Abschließende Bemerkung zu den Finanzierungsinstrumenten
4.2 Anlageinstrumente
4.2.1 Bankkonten
4.2.1.1 Girokonto
4.2.1.2 Sparkonto
4.2.1.3 Investmentkonto
4.2.2 „Sukuk“ – Die islamische Anleihe
4.2.3 Islamkonforme Aktien und Aktienindizes
4.2.4 Islamische Anlagefonds
4.3 Abschließende Bemerkung zu den Instrumenten
5. Potenziale des Islamic Banking
5.1 Finanzstabilität des islamischen Bankwesens
5.1.1 Potenziale des Islamic Banking für die Finanzstabilität
5.1.2 Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die islamischen Banken
5.2 Aktuelle Marktsituation
5.2.1 Globaler Marktanteil und globales Marktvolumen
5.2.2 Situation und Potenzial in Europa
5.2.2.1 Die Vorreiterrolle Großbritanniens
5.2.2.2 Marktpotenzial in Frankreich und Deutschland
5.3 Herausforderungen und Probleme
5.3.1. Herausforderungen hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen
5.3.2 Herausforderungen im Liquiditätsmanagement
5.3.3 Herausforderungen im Bereich der Unternehmenskontrolle
5.3.4 Personelle Herausforderungen
6. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zum Verständnis des Islamic Banking zu leisten, indem die Grundlagen, Instrumente, Marktsituation sowie Potenziale und Herausforderungen dieses Finanzwesens umfassend analysiert werden.
3.3.1 Das Zinsverbot – „Riba“
Zins kann als eine vereinbarte Mehrleistung bei der Rückgabe eines geliehenen Gutes definiert werden.73 Das Zinsverbot ist jedoch keine islamische Erfindung, sondern war seit der Antike immer wieder Gegenstand vieler Diskussionen. So missbilligten die antiken Philosophen Platon und Aristoteles, die auch die Denkweisen der nachfolgenden Epochen beeinflussten, den Zins. Aristoteles war der Ansicht, dass Geld nur als Tauschmittel fungieren und kein neues Geld erschaffen dürfe, da es unfruchtbar sei. Demgemäß stelle der Zins etwas Unnatürliches dar:
„[…] so ist erst recht der Wucher hassenswert, der aus dem Geld selbst den Erwerb zieht und nicht aus dem, wofür das Geld da ist. Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich aber durch sich selbst. Daher hat es auch seinen Namen: das Geborene ist gleicher Art wie das Gebärende, und durch den Zins (Tokos) entsteht Geld aus Geld. Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur“.74
Auch fand das Zinsverbot in jede abrahamische Religion Eingang und bestimmte auch seit jeher die Wirtschaftsgeschichte, da den Religionsvorschriften in der Gestaltung der Wirtschaft immer eine große Bedeutung zukam. Das Zinsverbot im Judentum und Christentum geht auf das Alte Testament zurück.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die zunehmende Bedeutung des Islamic Banking vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise ein und formuliert das Ziel der wissenschaftlichen Analyse.
2. Vorbemerkung – Grundsätzliches über den Islam: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des islamischen Glaubens sowie das rechtliche Rahmenwerk der Scharia als Basis für das islamische Wirtschaftssystem.
3. Grundlagen des Islamic Banking: Hier werden Definition, Geschichte und die religiösen Schlüsselprinzipien wie das Zins- und Spekulationsverbot sowie die Rolle der Scharia-Boards dargelegt.
4. Instrumente des Islamic Banking: Dieser Teil detailliert die verschiedenen Finanzierungs- und Anlageinstrumente, die im Einklang mit islamischen Werten stehen.
5. Potenziale des Islamic Banking: Das Kapitel untersucht die Finanzstabilität islamischer Banken und die aktuelle Marktsituation, inklusive der Herausforderungen für den europäischen und deutschen Markt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die zukünftige Rolle des Islamic Banking als ethisch orientierte Alternative zum konventionellen Finanzwesen.
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Die Arbeit analysiert das islamische Bankwesen, dessen Grundlagen, religiöse Prinzipien, Finanzinstrumente sowie dessen Potenzial im Vergleich zum konventionellen Bankensektor.
Die Themen umfassen islamische Rechtsschulen, die Grundsätze der Scharia, spezifische Verbote (Riba, Gharar, Maysir) und deren Anwendung in praktischen Finanzprodukten.
Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für Islamic Banking zu schaffen, um aufzuzeigen, wie ethische Prinzipien des Islam in das moderne Finanzwesen integriert werden können.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse islamischer Rechtsquellen, ökonomischer Fachliteratur und Studien internationaler Institutionen (wie IWF) zur Beschreibung und kritischen Würdigung des Sektors.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Islamic Banking, eine detaillierte Auflistung spezifischer Finanzierungs- und Anlageinstrumente sowie eine Marktanalyse der Potenziale und Herausforderungen.
Wichtige Begriffe sind u.a. Riba, Scharia-Konformität, Profit-Loss-Sharing (PLS), Sukuk, Finanzstabilität und Realwirtschaft.
Es dürfen keine Verzugszinsen im klassischen Sinne berechnet werden. Stattdessen können Strafzahlungen verlangt werden, die jedoch nicht als Einkommen der Bank verwendet werden dürfen, sondern an wohltätige Zwecke gespendet werden müssen.
Scharia-Boards agieren als religiöse Aufsichtsräte, die sicherstellen, dass alle Geschäftstätigkeiten der Bank vollumfänglich mit den Vorgaben des islamischen Rechts übereinstimmen und die Konformität der Instrumente zertifizieren.
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