Bachelorarbeit, 2018
116 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2 ERLÄUTERUNG DES THEMATISCHEN SCHWERPUNKTES
2.1 Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001
2.2 Definition des Begriffs „Energiemanagement“
2.3 Energiesparen und Effizienz steigern
2.4 Bedeutung und Entstehung fossiler Energieträger
2.5 Schadstoffausstoß und deren Wirkung bei der Verbrennung fossiler Energieträger
2.6 Folgen des Klimawandels
3 UMWELTKENNZAHLEN UND STROMPREISENTWICKLUNG
3.1 Entwicklung der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen in der Atmosphäre (1980 - 2016)
3.2 Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland (1990 - 2016)
3.3 Strompreisentwicklung in Deutschland (2002 - 2018)
3.4 Strompreis-Zusammensetzung in Deutschland 2018
4 EINFÜHRUNG DES ENERGIEMANAGEMENTSYSTEMS
4.1 Energiemonitoring
4.1.1 Energieverbräuche- und kosten kontrollieren
4.1.2 Lastgang beim Stromanbieter anfordern
4.1.3 Stromzählerstände regelmäßig ablesen und verwalten
4.1.4 Lastgang interpretieren
4.1.5 Energieanbieter vergleichen
4.2 Energiepolitik
4.2.1 Klare Ziele setzen und kommunizieren
4.2.2 Sparmaßnahmen
4.2.3 Planung von Maßnahmen
4.2.4 Benchmarking
4.2.5 Hausakte anlegen
4.3 Mitarbeiterführung
4.3.1 Gemeinsam handeln
4.3.2 Unternehmensbeschluss
4.3.3 An Schulungen teilnehmen
4.3.4 Zuständigkeiten aufteilen
4.3.5 Ergebnisse mittteilen, um Mitarbeiter zu motivieren
4.3.6 Erfolge teilen
4.4 Gäste motivieren
5 MAßNAHMEN DES ENERGIEMANAGEMENTS
5.1 Sofortmaßnahmen
5.1.1 Organisatorische Sofortmaßnahmen
5.1.1.1Alles abstellen was abgestellt werden kann
5.1.1.2Tageslicht und künstliches Licht optimal nutzen
5.1.1.3Betriebszeiten von Anlagen und Geräten optimieren
5.1.1.4Stand-by vermeiden
5.1.1.5Zubereitung von Speisen
5.1.1.6Stromspitzen vermeiden
5.1.1.7Lastmanagement-System installieren
5.1.2 Technische Sofortmaßnahmen
5.1.2.1Gebäudehülle
5.1.2.2Heizung
5.1.2.3Wasser
5.1.2.4Klima- und Lüftungsanlagen
5.1.2.5Kühlgeräte
5.1.2.6Wellnessanlage
5.1.2.7Wäscherei
5.1.2.8Beleuchtung
5.2 Standardmaßnahmen
5.2.1 Energetische Sanierung der Gebäudehülle
5.2.2 Effizient Heizung
5.2.3 Warmwasser sparen
5.2.4 Lüftung
5.2.5 Energieeffiziente Kühlgeräte
5.2.6 Küche
5.2.7 Wellness und Bad
5.2.8 Energieeffizienz bei Waschmaschinen und Trocknern
5.2.9 Effizientes Beleuchten
5.3 Sonstige Management-Maßnahmen
5.3.1 Energie-Contracting
5.3.1.1Energie-Contracting-Anbieter vergleichen
5.3.1.2Die Contractor-Auswahl
5.3.1.3Vertragsabschluss und Realisierung
6 ERFOLGREICHE PRAXIS-BEISPIELE
6.1 Energiebewusstes Verhalten
6.2 Kühlgeräte abschalten
6.3 Energiesparen mit Bewegungsmeldern
6.4 Moderne Kühlschränke
6.5 Energieeffiziente Umwälzpumpen
6.6 Vollautomatische Schwimmbadabdeckung
6.7 Kochen mit Induktion
6.8 Heizungsanlage mit Contracting
7 FAZIT
7.1 Zusammenfassung der Erkenntnisse
7.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit richtet sich an Hoteliers, die durch verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ihre Energiekosten senken und aktiv zum Klimaschutz beitragen möchten, indem sie wirtschaftliche Einsparpotenziale identifizieren und betriebliche Optimierungsmaßnahmen umsetzen.
1.1 Problemstellung
Seit Beginn der industriellen Revolution ist die atmosphärische Konzentration von Kohlenstoffdioxid durch die Aktivitäten der Menschen um rund 43 Prozent angestiegen.
Das Verbrennen fossiler Energieträger hat nicht nur negative Einflüsse auf das Klima, sondern beeinträchtigt außerdem die biologische Vielfalt. Alle fossilen Brennstoffe wie Gas, Öl und Kohle beinhalten Kohlenstoff. Verbrennt Kohlenstoff, so verbindet er sich mit Sauerstoff, daraus entsteht dann die chemische Verbindung Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre.13 Die Luftschadstoffe haben nicht nur eine nachteilige Wirkung auf Menschen und Tiere, sondern greifen auch Böden, Gewässer und Pflanzen an. Die Schadstoffbelastung kann abhängig von der Höhe und Dauer in der Atmosphäre beim Menschen deutliche gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Diese können u.a. Versauerung, Eutrophierung aber auch Atemwegs- und Herz-Kreislauf Erkrankungen in ihm auslösen.14
Hauptsächlich hinterlässt die Förderung von Erdöl, aber auch von Stein- und Braunkohle weltweit schreckliche Spuren. Derzeit werden in Deutschland jährlich rund 350 Millionen Tonnen CO2 zur Stromerzeugung in die Atmosphäre gepustet, die Hälfte davon stammt aus Braunkohlekraftwerken. Kohle ist die weltweit schmutzigste Energiequelle.15 Der Ölverbrauch im Verkehr ist eine weitere wichtige Quelle für CO2-Emissionen. Die Menge für den globalen CO2-Ausstoß in der Atmosphäre hat zu Beginn der Messungen noch nie zuvor so stark zugenommen wie im Jahr 2016, als er rund 35 Milliarden Tonnen betrug.16 Davon wurde allein rund 40,1 Prozent Kohle für die Stromerzeugung verbraucht.17 Sollten die Pläne zum Bau der 1.600 Kohlekraftwerke in den 62 Ländern18 tatsächlich umgesetzt werden, so werden im Jahr 2030 die kohlebedingten CO2-Emissionen voraussichtlich um 60 Prozent steigen19, mit Konsequenzen für das Klima.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz des Energiemanagements im Hotelwesen, Darstellung der Problemstellung durch Klimawandel und steigende Energiekosten sowie Definition der Zielsetzung.
2 ERLÄUTERUNG DES THEMATISCHEN SCHWERPUNKTES: Vermittlung theoretischer Grundlagen zu Energiemanagementsystemen, Definitionen und den ökologischen Auswirkungen der Nutzung fossiler Energieträger.
3 UMWELTKENNZAHLEN UND STROMPREISENTWICKLUNG: Analyse der globalen CO2-Emissionen sowie der nationalen Treibhausgas-Emissionen und Entwicklung der Strompreise in Deutschland.
4 EINFÜHRUNG DES ENERGIEMANAGEMENTSYSTEMS: Praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einführung eines Energiemanagements, einschließlich Monitoring, Energiepolitik, Mitarbeiterführung und Einbindung der Gäste.
5 MAßNAHMEN DES ENERGIEMANAGEMENTS: Detaillierte Darstellung von sofort umsetzbaren organisatorischen und technischen Maßnahmen sowie langfristigen Investitionsoptionen wie Energie-Contracting.
6 ERFOLGREICHE PRAXIS-BEISPIELE: Vorstellung realer Betriebe, die durch gezielte Energiesparmaßnahmen erfolgreich Kosten senken und ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren konnten.
7 FAZIT: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und ein Ausblick auf die Notwendigkeit, Energieeffizienz als zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie in der Hotellerie zu etablieren.
Energiemanagement, Hotelwesen, Energieeffizienz, Klimaschutz, CO2-Emissionen, Strompreisentwicklung, Energie-Monitoring, Nachhaltigkeit, Energiekosten, Personalmotivation, Ressourcenschonung, Contracting, Sanierung, Energieeinsparung
Die Arbeit untersucht, wie Hotelleriebetriebe durch systematisches Energiemanagement sowohl ihre Betriebskosten senken als auch einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Energieverbräuchen, der Implementierung technischer und organisatorischer Sparmaßnahmen sowie der Einbindung von Mitarbeitern und Gästen in einen nachhaltigen Betriebsprozess.
Das Ziel ist es, Hoteliers praxistaugliche Methoden an die Hand zu geben, um Energieeffizienzpotenziale zu identifizieren, Kosten zu senken und gleichzeitig hohe Gästekomfort-Ansprüche zu wahren.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche, um theoretische Grundlagen und Marktgegebenheiten darzustellen, und kombiniert diese mit Praxis-Beispielen und einem Leitfaden für ein Energiemanagementsystem (angelehnt an ISO 50001).
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einführung eines Energiemanagementsystems, eine Kategorisierung von Energieeinsparmaßnahmen in Sofort- und Standardmaßnahmen sowie die Analyse von Finanzierungsmodellen wie dem Energie-Contracting.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Energieeffizienz, Hotel-Management, Klimaschutz, Betriebskostensenkung, Nachhaltigkeit und Lastmanagement beschreiben.
Mitarbeiter werden als Schlüssel zum Erfolg identifiziert, da sie durch geschultes Verhalten und kontinuierliches Engagement direkt den Energieverbrauch an den Arbeitsplätzen beeinflussen und so Einsparpotenziale realisieren können.
Ein Contractor übernimmt als externer Dienstleister die Planung, Finanzierung und Realisierung von effizienter Anlagentechnik sowie deren Wartung, wodurch das Hotel ohne hohes eigenes Investitionsrisiko von moderner Technik profitiert.
Die Hausakte dient als zentrale Informationsquelle für alle technischen Anlagen des Betriebes, was die Analyse von Fehlern, die Wartung und damit die Effizienzsteigerung maßgeblich erleichtert.
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