Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung und Eingrenzung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Methodischer Zugang und Aufbau der Arbeit
2 Einführung in wesentliche Begriffe literarischer Erzähltheorie
2.1 Entwicklung der Narratologie als wissenschaftliche Disziplin
2.2 Wesentliche Aspekte der aktuellen Forschung
2.3 Das Narrativ an der Grenze der Wissenschaften
2.4 Interaktionen zwischen den Wissenschaften
3 Die Erzählung in der Kinematographie
3.1 Merkmale bei Gerard Genette
3.2 Die doppelte Erzählstruktur im Kino
3.3 Erzählende Stimmen im Kino
3.3.1 Stimmen "in", "off", "over"...
3.3.2 Extradiegetische, intradiegetische, juxtadiegetische Stimmen
3.3.3 Erzählerin und Erzähler
4 Entwicklung des Filmerzählens und Geschichte der Erforschung des Filmerzählens
4.1 Entwicklung der Filmerzählung
4.1.1 Technische Strategien des Erzählens
4.1.2 Erzählweisen in der Filmgeschichte
4.1.3 Der Schnitt als narratives Mittel
4.1.4 Zeit und Raum im Kino
4.1.5 Narrative Funktionen des Tons
4.2 Film als Zeichensystem
4.2.1 Der Akt des audiovisuellen Erzählens
4.2.2 Filmerzählung - Film-Erzähler
4.2.3 Unzuverlässigkeit der Filmerzählung
4.3 Das Zusammenspiel von audiovisueller und verbaler Narration
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, eine Typologie zu erstellen, welche die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der narratologischen Struktur von Literatur und Kinematographie untersucht, wobei ein besonderer Fokus auf der Verwendung der Erzählstimme in beiden Medien liegt.
3.1 Merkmale bei Gerard Genette
Für diejenigen, die eine Typologie der Erzählstimmen im Kino erstellen wollen, ist es unmöglich, nicht auf die von Gérard Genette in der Literatur aufgestellte zurückzugehen. Eine Frage stellt sich also: Ermöglicht es diese Typologie, über die Erzählstimmen zu berichten, denen man im Kino begegnet? Fassen wir also die wesentlichen Charakteristika der Erzähldimension bei Genette für das Kino zusammen.
Genette unterscheidet zwischen folgenden Erzählern:
der (natürlich fiktiv) seine eigene Geschichte erzählt,
der Erzähler, der (natürlich immer fiktiv) die Geschichte eines anderen erzählt
der Erzähler, der eine Geschichte direkt an eine Instanz erzählt, die nicht in seiner Erzählung enthalten ist (und die schnell mit dem Leser verwechselt werden könnte),
der Erzähler, der sich verpflichtet, eine Geschichte zu erzählen, von dem Universum, in dem er sich als Figur entwickelt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der narratologischen Untersuchung ein, umreißt die Problemstellung und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen literarischem und kinematographischem Erzählen.
2 Einführung in wesentliche Begriffe literarischer Erzähltheorie: Es wird die Institutionalisierung der Narratologie problematisiert und der disziplinäre Rahmen beleuchtet, um ein Verständnis für die wissenschaftliche Praxis und die interdisziplinäre Öffnung des Erzählbegriffs zu schaffen.
3 Die Erzählung in der Kinematographie: Dieses Kapitel überträgt literaturwissenschaftliche Konzepte wie die von Genette auf das Kino, analysiert die "doppelte Erzählstruktur" und klassifiziert die verschiedenen Erzählstimmen im filmischen Raum.
4 Entwicklung des Filmerzählens und Geschichte der Erforschung des Filmerzählens: Es folgt eine detaillierte Analyse der technischen und narrativen Spezifika des Films, wie Montage, Raum-Zeit-Konstruktion und der Einsatz von Ton, sowie die Diskussion filmtheoretischer Ansätze zur Erzählagentur.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf neue, medienübergreifende Erzählformen, die sich über das klassische Kino hinaus in digitalen Umgebungen entwickelt haben.
Narratologie, Erzählstimme, Kinematographie, Literaturtheorie, Gaudreault, Genette, Filmtheorie, audiovisuelle Narration, Montage, Filmerzählung, narratologische Struktur, Medialität, Intermedialität, Erzählinstanz, Zeichensystem
Die Arbeit widmet sich dem theoretischen Vergleich der narratologischen Strukturen in Literatur und Film, um zu verstehen, wie in beiden Medien Geschichten erzählt werden.
Die zentralen Themen sind die Analyse der Erzählstimme, die filmische Narration im Vergleich zu literarischen Modellen, die Rolle von Montage und Technik sowie die mediale Spezifik audiovisueller Erzählweisen.
Das Ziel ist die Erstellung einer Typologie, welche die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der narratologischen Struktur bei der Verwendung der Erzählstimme in Literatur und Film identifiziert.
Die Arbeit folgt einer dialektischen Struktur, die literaturtheoretische Ansätze (insb. von Gérard Genette) mit filmwissenschaftlichen Theorien (insb. von André Gaudreault) verbindet und diese anhand von Fallbeispielen analysiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung und Definition narratologischer Begriffe, der Anwendung von Erzähltheorie auf das Kino, technischen Aspekten wie dem Schnitt sowie dem Zusammenspiel von visueller und verbaler Narration.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Narratologie, Erzählstimme, Filmnarratologie, audiovisuelle Narration und die strukturelle Unterscheidung zwischen Monstration und Narration.
Das Konzept beschreibt, dass eine Erzählung im Film aus zwei Schichten besteht: der Monstration (dem Zeigen der Bilder/Handlungen während der Dreharbeiten) und der Narration (der Organisation der Aufnahmen durch den Schnitt).
Der Schnitt dient nicht nur der technischen Verbindung von Bildsegmenten, sondern ist ein entscheidender Prozess zur Organisation der Bedeutung, Montage und Rhythmisierung, der maßgeblich die narrative Struktur des Films bestimmt.
Weil das fotografische Bild im Film oft als "wahr" wahrgenommen wird, kann der "visuelle Erzähler" schwerer lügen als ein sprachlicher Erzähler, es sei denn, man greift auf komplexe, in den Diskurs eingebettete Erzählstrukturen zurück.
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