Bachelorarbeit, 2020
73 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Situation und Problemstellung
1.2 Untersuchungsziel und Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise und Struktur
2 Theoretischer Hintergrund & bisherige Forschung
2.1 Unterschiede von Versicherungsvermittlern
2.2 Risiken aller Versicherungsvermittler
2.3 Sucht und Arbeit
2.3.1 Ein Kurztrip durch die Geschichte der menschlichen Arbeitskraft
2.3.2 Stoffgebundene und -ungebundene Sucht
2.4 Arbeitssucht
2.4.1 Definition & Entstehung
2.4.2 Typen, Phasen und Motive der Arbeitssucht
2.4.3 Erklärungsansätze der Ursachen für Arbeitssucht
2.4.4 Arbeitssucht und Risiken für das Unternehmen
2.4.5 Gesundheitliche Folgen für Betroffene
2.4.6 Schutz vor Arbeitssucht und Therapieansätze
2.5 Leistungs- und Erfolgsorientierung
2.6 Furcht vor Misserfolg
3 Methodik
3.1 Studiendesign und Messinstrumente
3.1.1 SEA - Skala zur Erfassung von Arbeitsbezogenheit
3.1.2 Skala zur Messung der Leistungsorientierung von Angestellten - Kurzform
3.2 Operationalisierung
3.3 Durchführung
3.4 Auswertung
3.4.1 Beschreibung der Stichprobe
3.4.2 Beschreibung der Messung des Zusammenhangs und der differentiellen Effekte
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik und Ergebnisanalyse
4.2 Interferenzstatistische Ergebnisangaben
4.3 Ergebnis der multiplen Regression unter Einschluss aller Variablen
4.4 Ausreißer-Analyse
4.5 Ergebnis der Regressionsanalyse und Modellgleichung mit bereinigten Daten
4.6 Schrittweise Regression
5 Diskussion
6 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht den potenziellen Zusammenhang zwischen Furcht vor Misserfolg, Erfolgsorientierung und der Arbeitssucht bei Versicherungsvermittlern. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für arbeitssuchtgefährdete Prozesse in dieser Berufsgruppe zu entwickeln, um langfristig gesundheitliche sowie betriebswirtschaftliche Schäden durch Präventionsmaßnahmen zu minimieren.
1.1 Situation und Problemstellung
Menschen verfolgen persönliche sowie berufliche Ziele. Versicherungsvermittler setzen sich aufgrund ihrer beruflichen Herausforderung oft einem Arbeitsmarathon aus, denn 100 Prozent sind ihnen oft nicht genug. Auf der einen Seite greifen sie nach hohen Provisionen, auf der anderen finden sich Existenzängste. Falls Kunden ihre Verträge während der Stornohaftungszeit kündigen, muss die dafür erhaltene Provision mindestens anteilig zurückgezahlt werden. Einige Personen in der Branche stöhnen, dass es schwer sei Provisionen als verdient zu betrachten. Oft hätten sie viel gearbeitet, jedoch keinen Ertrag und das Tag für Tag. (Schmitt, 2012) Andererseits gebe es auch die Versicherungsvermittler, die sehr gut verdienen und wiederum andere, die das Provisionssystem ausnutzen wie beispielsweise Mehmet Göker. Dieser habe für einen schlechten Ruf der Branche gesorgt und das Vertrauen von Verbrauchern in die Versicherungsbranche geschmälert.
Darunter hätten etliche ehrliche Versicherungsvermittler zu leiden. (Schmitt, 2012) Die Maklerhaftung, Regularien am Markt und die Weiterbildungspflicht erschweren die Verdienstmöglichkeiten. Durch täglichen Druck fühlen sie sich verpflichtet rund um die Uhr erreichbar zu sein, unabhängig davon, ob sie sich gerade im Urlaub befinden, ein Wochenende mit der Familie verbringen, Freizeitbeschäftigungen nachgehen oder schlafen. Sie möchten vermeiden, dass ein Vertrag gekündigt wird, denn dies bedeutet finanzielle Einbußen. Einige haben Angst davor, Urlaub zu machen, vor allem Selbstständige. (Fatoba, 2018) Aus diesem Grund liegt die Vermutung nahe, dass die genannte Berufsgruppe aufgrund von Furcht vor Misserfolg und einer erhöhten Erfolgsorientierung bedroht ist, arbeitssüchtig zu werden. Ständige Sorgen und Gedanken, die auch während des Einschlafens um die Arbeit kreisen (Hanraths, 2019) und dauerhafte Überlegungen, wie das beste Ergebnis erreicht werden kann sind Argumente. Da Versicherungsvermittler daher häufig ohne Pausen arbeiten, gefährden sie zunehmend ihre Gesundheit. (Rau, Blum & Mätschke, 2015) Das Büro im eigenen zu Hause sorgt möglicherweise für wenig räumlichen Abstand zur beruflichen Tätigkeit.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Arbeitssucht bei Versicherungsvermittlern, Definition der Forschungsfrage und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2 Theoretischer Hintergrund & bisherige Forschung: Darstellung der Versicherungsbranche, des Arbeitssuchtphänomens aus verschiedenen psychologischen Perspektiven sowie Analyse von Leistungs- und Erfolgsorientierung.
3 Methodik: Erläuterung des quantitativen Studiendesigns, der verwendeten Messinstrumente (SEA und Leistungsorientierung-Skala) sowie der Durchführung und Stichprobenbeschreibung.
4 Ergebnisse: Auswertung der erhobenen Daten mittels statistischer Verfahren und Präsentation der Zusammenhänge zwischen den untersuchten psychologischen Faktoren und Arbeitssucht.
5 Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund, kritische Würdigung der Methodik und Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Einordnung der Relevanz für das betriebliche Gesundheitsmanagement.
Arbeitssucht, Versicherungsvermittler, Erfolgsorientierung, Furcht vor Misserfolg, psychische Gesundheit, Arbeitsbelastung, Prävention, Betriebswirtschaft, Stress, Präsentismus, psychologische Konstrukte, multiple Regression, Leistungsdruck, Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit untersucht, inwieweit bestimmte psychologische Faktoren wie die Furcht vor Misserfolg und eine hohe Erfolgsorientierung bei Versicherungsvermittlern mit einem suchtartigen Arbeitsverhalten (Arbeitssucht) korrelieren.
Die zentralen Themen sind Arbeitssucht als Verhaltenssucht, psychologische Arbeitsbelastungen in der Versicherungsbranche, der Einfluss von Provisionssystemen und die Bedeutung von Arbeitsangst.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Beantwortung der Frage, ob eine Kombination aus Erfolgsorientierung und Furcht vor Misserfolg das Risiko für Arbeitssucht erhöht, um Ansatzpunkte für präventive Maßnahmen zu finden.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem Versicherungsvermittler über einen Onlinefragebogen befragt und die Ergebnisse mittels multipler Regression analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Aufarbeitung von Suchtmodellen und Persönlichkeitsmerkmalen sowie eine detaillierte empirische Studie inklusive Datenanalyse und Ausreißer-Analyse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitssucht, Versicherungsvermittler, psychische Gesundheit, Erfolgsorientierung, Furcht vor Misserfolg und betriebliches Gesundheitsmanagement definieren.
Die Studie zeigt einen signifikanten positiven Zusammenhang: Je höher die Furcht vor Misserfolg bei den befragten Versicherungsvermittlern ausgeprägt ist, desto höher ist deren Tendenz zur Arbeitssucht.
Überraschenderweise zeigte sich in der multiplen Regression kein statistisch signifikanter direkter Zusammenhang zwischen der allgemeinen Erfolgsorientierung und der Arbeitssucht in dieser Stichprobe.
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