Bachelorarbeit, 2021
72 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Basler Problem
3. Archimedes Methode
4. Wallis – Produkt
5. Die Leibniz – Reihe und arctan(x)
6. Die BBP – Formel
7. Irrationalität der Kreiszahl π
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der mathematischen Konstante π, beleuchtet ihre historische Bedeutung für die Wissenschaft und analysiert verschiedene analytische sowie numerische Methoden zu ihrer Approximation. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, theoretische Herleitungen zu zentralen mathematischen Formeln und Problemen im Kontext der Kreiszahl π detailliert nachzuvollziehen und deren Konvergenzverhalten zu untersuchen.
3. Archimedes Methode
Der griechische Mathematiker von Syrakus (* 287 v. Chr. † 212 v. Chr.) war einer der ersten Mathematiker, welcher sich mit der Kreiszahl π beschäftigte und versuchte, diese zu approximieren. In seiner Methode setzte er einen Kreis zwischen zwei eckige Gebilde, wobei das kleinere Vieleck im Kreis lag und dessen Ecken diesen an einem Punkt berührten. Der Kreis selbst befand sich in einem größeren, gleicheckigen Vieleck, sodass dessen Kreispunkte die Seiten dieses größeren Vielecks an der Seitenhalbierende berührten [10]. Die Vielecke sind gleichseitig.
Der Umfang des Einheitskreises ist gegeben durch U = 2π. Je mehr Ecken diese Vielecke besitzen, desto näher kommen ihre Umfangsgrößen an die Zahl 2π heran. Dabei ist der Umfang des größeren Vielecks größer als 2π und analog dazu der des kleineren kleiner.
Die Umfangsgrößen dieser Vielecke seien nun anhand der folgenden Abbildungen vom Dreieck bis zum Sechseck dargestellt.
Wie erwartet, nähern sich die ein- und umschließenden Umfangsgrößen dem Umfang U = 2π des Einheitskreises an. Wenn das kleinere Vieleck den Umfang a_n und das größere den Umfang b_n besitzt, wobei n für die Anzahl der Ecken steht, so gilt die Ungleichung a_n < 2π < b_n. Demnach gilt für den Grenzfall, dass die Eckenanzahl ins unendliche läuft: lim a_n = lim b_n = 2π.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung der Kreiszahl π ein, bietet einen historischen Überblick über ihre Approximation und erläutert die technologische Relevanz präziser Berechnungen.
2. Basler Problem: Es wird die Lösung des Basler Problems, die Summe der reziproken Quadratzahlen, durch eine alternative physikalische Modellierung anhand von Lichtquellen auf einem Zahlenstrahl hergeleitet.
3. Archimedes Methode: Dieses Kapitel erklärt das geometrische Verfahren des Archimedes zur Approximation von π durch die iterative Verdopplung der Eckenanzahl umschriebener und einbeschriebener Vielecke.
4. Wallis – Produkt: Hier wird das von John Wallis entdeckte unendliche Produkt zur Darstellung von π eingeführt und die langsame Konvergenz der verschiedenen Formelvarianten tabellarisch sowie analytisch untersucht.
5. Die Leibniz – Reihe und arctan(x): Es wird die Taylorreihenentwicklung des Arkustangens zur Erzeugung der Leibniz-Reihe genutzt, um π zu approximieren und den Konvergenzradius der Reihe zu bestimmen.
6. Die BBP – Formel: Das Kapitel widmet sich der Bailey-Borwein-Plouffe-Formel, einer effizienten numerischen Methode zur Bestimmung der Nachkommastellen von π im Hexadezimalsystem.
7. Irrationalität der Kreiszahl π: Abschließend wird der klassische Beweis von Ivan Niven für die Irrationalität von π durch einen Widerspruchsbeweis mittels Integralfunktionen dargelegt.
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Die Arbeit behandelt die mathematische Konstante π und verschiedene theoretische Ansätze, um diese Zahl mittels unendlicher Reihen, Produkte und geometrischer Methoden zu approximieren und ihre mathematischen Eigenschaften, wie die Irrationalität, zu beweisen.
Die zentralen Themen sind historische Approximationsverfahren, unendliche mathematische Folgen, Integralrechnung zur Beweisführung sowie die numerische Effizienz moderner Algorithmen zur Berechnung von Nachkommastellen.
Ziel ist die detaillierte mathematische Herleitung und Analyse bekannter Formeln für π, um die verschiedenen Wege der Annäherung an diese Konstante wissenschaftlich nachvollziehbar zu machen.
Die Arbeit basiert auf analytischen Methoden der höheren Mathematik, insbesondere der Analysis, einschließlich Grenzwertbetrachtungen, Integraldarstellungen, Taylorreihenentwicklung und vollständiger Induktion.
Der Hauptteil gliedert sich in die mathematische Analyse spezifischer Probleme (Basler Problem), geometrische Iterationsverfahren (Archimedes), analytische Reihenentwicklungen (Wallis, Leibniz) und numerische Formeln (BBP) sowie einen Beweis der Irrationalität.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreiszahl, π-Approximation, Konvergenzverhalten, unendliche Reihen und mathematische Beweisführung charakterisiert.
Das Wallis-Produkt ist ein Beispiel für ein unendliches Produkt, dessen Faktoren ein regelmäßiges Muster aufweisen, und dient zur Veranschaulichung, wie langsam manche mathematische Annäherungen an den Grenzwert π konvergieren.
Die BBP-Formel ermöglicht die Berechnung der n-ten Nachkommastelle von π im Hexadezimalsystem, ohne die vorherigen Stellen berechnen zu müssen, was den Speicherbedarf massiv reduziert.
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