Bachelorarbeit, 2015
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Der Begriff „Bund“ im Alten Testament
3. Bundesvorstellungen im Alten Testament
3.1 Bund am Horeb
3.2 Bund am Sinai
3.3 Exkurs: Bund in Genesis 15
3.4 Bund mit Abraham
3.5 Bund mit Noah
4. Bundesvorstellungen im Vergleich
5. Zusammenfassendes Resümee und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die beiden prägenden Bundesvorstellungen im Alten Testament – die deuteronomistische und die priesterschriftliche Bundestheologie – um deren Merkmale, theologische Besonderheiten und gegenseitige Beziehungen zu analysieren und einzuordnen.
3.1 Bund am Horeb
Das Deuteronomium versteht den Bund als Verpflichtung des Volkes durch Gott. Mit dem Bundesbegriff wurde das Verhältnis des Volkes Israel zu Jahwe ausgedrückt. In Dtn 5 beginnt die zweite Moserede, die klar am Berg Horeb verortet wird.
Große Textähnlichkeit zeigt sich gerade hier im Vergleich mit den neuassyrischen Vasallenverträgen, was die Vermutung zulässt, dass die Rechtsformulare Vorbilder des Dekalogs waren. Dieses Vertragsverhältnis wurde nahezu eins zu eins auf die Beziehung mit Gott übertragen. „Wie schon beim Vasallenvertrag handelt es sich recht beim religiösen Bund nicht um ein Abkommen zwischen gleichen Partnern; es war allein Jahwe, der die Vertragsbedingungen vorgab [...]“ Der Bund ist, wie sein Vorbild, an Bedingungen geknüpft. Das Volk musste nur noch einwilligen. McCarthy ergänzt jedoch, dass auch das Gesetz eine Gnade Gottes darstellt, damit das Volk in Frieden zusammenleben kann. Häufig wird bedauert, dass das Gottesbild durch die „Vergesetzlichung“ des Bundes Schaden nimmt und die Liebe Gottes an Wichtigkeit verliert. Des Weiteren wird das neue Verhältnis des Volkes zu Gott nur durch das Gesetz thematisiert. So entsteht schnell der Eindruck, Gott nimmt Israel durch das Gesetz in Anspruch. Doch Albertz führt auf, dass das Verhältnis Israels zu seinem Gott von derart großer Nähe und Vertrauen geprägt war, dass sich das Volk spontan mehrfach selbst verpflichtete, um Dankbarkeit auszudrücken.
1. Einleitung: Hinführung zur Problemstellung der unterschiedlichen Bundestheologien im Alten Testament und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2. Der Begriff „Bund“ im Alten Testament: Erörterung der philologischen und theologischen Bedeutung des hebräischen Lexems b'rît und dessen Übersetzungsproblematik.
3. Bundesvorstellungen im Alten Testament: Detaillierte exegetische Untersuchung der verschiedenen Bundesvorstellungen, insbesondere am Horeb/Sinai sowie in der Ur- und Vätergeschichte.
4. Bundesvorstellungen im Vergleich: Systematische Gegenüberstellung der deuteronomistischen und priesterschriftlichen Konzepte hinsichtlich ihrer Merkmale und redaktionsgeschichtlichen Einordnung.
5. Zusammenfassendes Resümee und Ausblick: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung des Bundes für die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk im Kontext der alttestamentlichen Theologie.
Altes Testament, Bund, Bundestheologie, Deuteronomium, Priesterschrift, Dekalog, Jahwe, Rechtskontext, Bundesschluss, Bundesbruch, Sinaibund, Abraham, Noah, Exegese, Bundesvorstellungen.
Die Arbeit befasst sich mit der theologischen Bedeutung und den verschiedenen Konzepten des Begriffs „Bund“ im Alten Testament.
Im Zentrum stehen die deuteronomistische Schule und die Priesterschrift sowie deren jeweils spezifische Auslegung des Verhältnisses zwischen Gott und dem Menschen.
Das Ziel ist es, die zwei differenzierenden Ansätze einer Bundestheologie im Alten Testament herauszuarbeiten und deren Merkmale sowie die Beziehung zueinander zu bestimmen.
Die Autorin verwendet eine textanalytische, exegesegestützte Vorgehensweise, die den biblischen Text unter Berücksichtigung von Redaktionsgeschichte und Kontext untersucht.
Der Hauptteil analysiert den Horeb- und Sinaibund sowie die Bundesvorstellungen in den Erzählungen um Noah und Abraham.
Die wichtigsten Begriffe sind „Bund“ (b'rît), Deuteronomium, Priesterschrift, Gottesbeziehung, Gesetz, Verpflichtung und Heilszusage.
Während das Deuteronomium den Bund stark an Gesetzestreue und Gehorsam gegenüber Geboten knüpft, betont die Priesterschrift den Bund primär als einseitige, bedingungslose Gnaden- und Heilzusage Gottes.
Der Vergleich dient dazu, die Rechtsformulare und den Aufbau des deuteronomistischen Bundes (Präambel, Geschichtsrückblick, Gebote) als theologische Adaption zeitgenössischer profaner Rechtsstrukturen auf die Gott-Mensch-Beziehung zu verstehen.
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