Bachelorarbeit, 2021
66 Seiten, Note: 1,0
1. Forschungsinteresse und Forschungsfrage
1.1 Einleitung
1.2 Problemstellung
1.3 Ziele und zentrale Fragestellung
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Stand der Forschung – Inhalte des Theorieteils der Arbeit
2.1 Spiritual Leadership
2.2 Selbsterkenntnis aus Spiritueller und Religiöser Perspektive
2.3 Selbsterkenntnis aus psychologischer Perspektive
2.4 Selbsterkenntnis aus philosophischer Perspektive
2.5 Selbsterkenntnis aus Coaching Perspektive
2.6 Selbsterkenntnis als Basis für Erfolg
3. Theoretischer Teil der Methoden
3.1 Meditation
3.2 Tagebuchtechnik
3.3 Kommunikation und Wahrnehmung
3.4 Werte & Sinn
4. Empirische Untersuchung
4.1 Feldzugang, Beschreibung des empirischen Settings
4.2 Auswahl und Kriterien der Datenerhebung
4.3 Datenerhebungstechnik: Leitfadengestütztes Experteninterview
4.4 Leitfadenerstellung
4.5 Methode der Datenerhebung und Analyse
5. Ergebnisse aus der Auswertung der Experteninterviews
5.1 Kategorie 1: Berufliche Tätigkeit
5.2 Kategorie 2: Erfahrung mit Selbsterkenntnis
5.3 Erfolg als Führungskraft
5.4 Vorher–Nachher Vergleich
5.4.1 Stressempfinden
5.4.2 Fluktuation
5.4.3 Mitarbeiterzufriedenheit
5.4.4 Erfolg
5.4.5 Eigene berufliche Zufriedenheit
5.5 Entwicklung des Führungsverhaltens durch Selbsterkenntnis
6. Interpretation, Erkenntnisse und Limitation
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Erkenntnisse der Untersuchung
6.3 Limitation, Ausblick und Darstellung weiterer Forschungsmöglichkeiten
7. Conclusio
8. Literaturverzeichnis
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen Selbsterkenntnis und Führungserfolg zu untersuchen und verschiedene Methoden zur Steigerung der Selbsterkenntnis bei Führungskräften aufzuzeigen, um den Anforderungen in einer zunehmend komplexen VUCA-Welt gerecht zu werden.
1.1 Einleitung
Schon lange vor der aktuellen Corona - Pandemie sind die Veränderungen der Arbeitswelt im Fokus von Unternehmen. Basierend auf den Erkenntnissen der letzten Jahre lassen sich vier zentrale Triebkräfte herauskristallisieren:
1. Technologischer Wandel: Digitalisierung und Vernetzung
2. Globalisierung
3. Demographischer Wandel
4. Institutioneller Wandel (Eichhorst & Buhlmann 2015, 2ff.).
Im Zusammenhang mit Führung und Organisationsentwicklung spricht man auch immer häufiger von der sogenannten „VUCA-Welt“. Gestützt auf die Führungstheorien von Warren Bennis und Burt Nanus tauchte diese Bezeichnung erstmals 1987 auf und ist ein Akronym für folgende Begriffe:
• Volatilität (volatility) beschreibt die Flüchtigkeit und Schwankungsintensität über einen zeitlichen Verlauf von Dingen.
• Unsicherheit (uncertainty) steht für die Unvorhersagbarkeit und Planungsunsicherheit von Dingen und Entwicklungen.
• Komplexität (complexity) umfasst die Menge der Einflussfaktoren und deren gegenseitige Abhängigkeit.
• Ambiguität (ambiguity) drückt die Mehrdeutigkeit einer Aussage, Information oder Situation aus. (Gläser 2020)
All diese Faktoren führen nicht nur zu veränderten Absatzmärken, wirtschaftlichen Veränderungen, Arbeitsplatzveränderungen und veränderten Unternehmensstrukturen, sondern auch zu völlig neuen Anforderungen in der Führung von Mitarbeitern und der damit einhergehenden Führungskräfteentwicklung (Künkel 2020, 7). Deutlich ist dies im HR-Report 2019 ersichtlich. 49 % der befragten Mitarbeiter sehen zwar ihre Vorgesetzen in der Position des Coaches, jedoch kritisieren 63% das Kommunikationsverhalten ihrer Vorgesetzten und 41 % der Mitarbeiter sind unzufrieden mit der Wahl des Führungsstils (Eilers, et al. 2019, 20ff.). Daraus lässt sich ableiten, dass Führungskräfte vermehrt unter Druck geraten. Laut Statista weisen Führungskräfte die meisten Krankheitstage aufgrund von Burnout auf (Statista 2020). Hier sind die Zahlen seit Jahren steigend. Die aktuell die Wirtschaft belastende Corona - Pandemie macht es für Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter nicht einfacher.
1. Forschungsinteresse und Forschungsfrage: Einführung in die Problematik veränderter Arbeitswelten und Definition der Forschungsfragen im Kontext von Selbsterkenntnis.
2. Stand der Forschung – Inhalte des Theorieteils der Arbeit: Interdisziplinäre Beleuchtung von Spiritual Leadership und Selbsterkenntnis aus verschiedenen Fachperspektiven sowie deren Einfluss auf den Erfolg.
3. Theoretischer Teil der Methoden: Detaillierte Darstellung praktischer Ansätze zur Förderung der Selbsterkenntnis, darunter Meditation, Tagebuchführung und Kommunikationstechniken.
4. Empirische Untersuchung: Methodische Erläuterung der qualitativen Experteninterviews sowie Beschreibung des Settings und der Auswahlkriterien.
5. Ergebnisse aus der Auswertung der Experteninterviews: Präsentation und Analyse der qualitativen Daten zu beruflicher Tätigkeit, Erfolgsempfinden und den Auswirkungen des Vorher-Nachher-Vergleichs.
6. Interpretation, Erkenntnisse und Limitation: Synthese der theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Ergebnissen sowie kritische Diskussion der Limitationen der Studie.
7. Conclusio: Zusammenfassendes Fazit über die zentrale Rolle der Selbsterkenntnis für erfolgreiche Führung.
Spiritual Leadership, Selbsterkenntnis, Führung, Persönlichkeitsentwicklung, Coaching, Meditation, Tagebuchtechnik, Kommunikation, Mitarbeiterführung, Unternehmenserfolg, Resilienz, Unternehmenskultur, VUCA-Welt, Selbstreflexion, emotionale Intelligenz.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Selbsterkenntnis für Führungskräfte und wie diese durch gezielte Methoden als Basis für erfolgreiche Mitarbeiterführung genutzt werden kann.
Die zentralen Themen umfassen Spiritual Leadership, die interdisziplinäre Analyse von Selbsterkenntnis, sowie Methoden wie Meditation, Journaling und Kommunikation im Führungskontext.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitsentwicklung der Führungskraft und deren Führungserfolg aufzuzeigen und bewährte Techniken zur Steigerung der Selbsterkenntnis zu evaluieren.
Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, basierend auf einer fundierten Literaturrecherche und leitfadengestützten Experteninterviews mit drei Führungskräften.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu Führungstheorien und psychologischen Konzepten sowie einen praktischen Teil, der Meditation, Tagebuchtechnik und Kommunikationsmodelle beleuchtet.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Spiritual Leadership, Selbsterkenntnis, Führungskompetenz, Persönlichkeitsentwicklung und Mitarbeiterzufriedenheit beschreiben.
Aufgrund von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität steigt der Bedarf an authentischer, empathischer Führung und der Fähigkeit der Führungskräfte, sich selbst zu reflektieren, um in diesem volatilen Umfeld handlungsfähig zu bleiben.
Kommunikation wird als zentrales Verbindungselement identifiziert. Die Arbeit zeigt, dass eine verbesserte Selbsterkenntnis zu klarerer und empathischerer Kommunikation führt, was wiederum die Mitarbeiterbeziehung und den Unternehmenserfolg positiv beeinflusst.
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