Bachelorarbeit, 2021
66 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Metabolisches Syndrom & Diabetes Mellitus Typ 2
3.1.1 Metabolisches Syndrom
3.1.2 Diabetes Mellitus Typ 2
3.2 Chronischer Stress und Depressionen
3.2.1 Chronischer Stress
3.2.2 Depressionen
3.2.3 Körperliche Reaktionen auf chronischen Stress
3.2.4 Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und Allostatic Load
3.3 Psychosomatische Zusammenhänge
3.3.1 Zusammenhänge chronischer Stress und Depressionen, Frühkindlichen Prägung
3.3.2 Zusammenhänge chronischer Stress & Metabolisches Syndrom/Diabetes Mellitus Typ 2
3.3.3 Zusammenhänge Depressionen und Metabolisches Syndrom/Diabetes Mellitus Typ 2
3.3.4 Die „selfish-brain“- Theorie
3.4 Epidemiologische Daten & Ökonomische Auswirkungen
3.4.1 Epidemiologie Metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2, Depressionen
3.4.1.1 Metabolisches Syndrom
3.4.1.2 Diabetes mellitus Typ 2
3.4.1.3 Depressionen
3.4.2 Ökonomische Auswirkungen Metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus Typ-2, Depressionen
3.5 Körperliche Aktivierung – Sport- & Bewegungstherapie in der Prävention und Therapie psychosomatischer Erkrankungen
4 METHODIK
4.1.1 Ein- und Ausschlusskriterien & Suchmethodik
5 ERGEBNISSE
5.1 Tabellarische Darstellung einbezogener Studien
5.1.1 Körperliche Aktivität und Depressionen
5.1.2 Körperliche Aktivität und Diabetes Mellitus Typ 2/ Metabolisches Syndrom
5.2 Wirkwege körperlicher Aktivität und Depressionen
5.3 Wirkwege körperlicher Aktivität und Diabetes Mellitus Typ 2/Metabolisches Syndrom
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
Das Ziel der Bachelor-Thesis ist die Darlegung des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands bezüglich chronischen Stresses und dessen physischer und psychischer Auswirkungen anhand einer narrativen Übersichtsarbeit, insbesondere im Hinblick auf Depressionen, das Metabolische Syndrom und Diabetes mellitus Typ 2, um daraus einen multimodalen Handlungsansatz zur Prävention abzuleiten.
3.3.4 Die „selfish-brain“- Theorie
Die „selfish-brain“-Theorie von Achim Peters (2004) stellt ein neues Erklärungsmodell zur Entstehung von Adipositas und Übergewicht mit dementsprechenden Folgeerkrankungen dar. Unterstützt wird die Theorie mittlerweile von über 12000 wissenschaftlichen Publikationen. Dargestellt wird, inwiefern psychosozialer Stress psychosomatische Zusammenhänge in Bezug auf kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall) und die Akkumulation viszeralen Fettgewebes aufweist. Stress wird hier als ein Zustand erhöhten, zerebralen Energiebedarfs bedingt durch Unsicherheit definiert. Die zentrale Aussage der Theorie ist, dass das Gehirn aktiv Energie aus dem Körper anfordert (Brain-Pull). Nach Peters existieren zwei Formen von Menschen, welche aufgrund prädispositioneller Faktoren verschieden auf chronischen, psychosozialen Stress reagieren. Zum einen sind dies die sog. Habituierer, definiert als Personen, die eine wiederholungsinduzierte Abschwächung der Stressantwort zeigen (neuroendokrin & kardiovaskulär). Zum anderen werden Menschen, die keine derartige Veränderung der Stressantwort bei gleichbleibenden Stressoren zeigen, als sog. Nicht-Habituierer bezeichnet. Resultierend aus diesen verschiedenen Reaktionen auf Stresseinwirkungen ergeben sich verschiedene Vigilanz-Stufen (Wachheit) bei den beiden Typen mit unterschiedlichen Auswirkungen auf den Organismus. Habituierer weisen eine niedrige Vigilanz auf, dadurch können sie ihre allostatische Belastung minimieren und somit die Nebenwirkungen langanhaltender Stressreaktionen (kardiovaskuläre Ereignisse) vermeiden. Damit einhergehend ist jedoch die mangelnde Fähigkeit des Gehirns, Energie aus dem Körper anzufordern. Um den zerebralen Energiefluss aufrecht zu erhalten, muss der Organismus Energie aus dem Umwelt anfordern (Essen). Der Mensch muss in diesem Falle übermäßig viel Essen, die Folge ist eine subkutane Fettakkumulation. Nicht-Habituierer hingegen sind charakterisiert durch Hypervigilanz. Damit einhergehend sind „arterielle Turbulenzen“ (u.a hoher Blutdruck), welche aufgrund der konstanten Aktivität des sympathischen Nervensystems entstehen. Resultierend ist hier eine Akkumulation von viszeralem Fettgewebe durch verschiedene vorangegangen Prozesse (Peters, 2017). Die Gefahren von viszeralem Fettgewerbe wurden zuvor bereits erläutert. (Vgl. 3.1.1). Aufgrund des begrenzten Rahmens der Bachelor Thesis wird auf eine weitere Erläuterung verzichtet, da dies den Rahmen sprengen würde.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Beschreibung der zunehmenden Prävalenz chronischer Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 und das Metabolische Syndrom sowie die Bedeutung von chronischem Stress als Risikofaktor.
2 ZIELSETZUNG: Definition des Ziels der Arbeit, den aktuellen Kenntnisstand zu chronischem Stress und dessen psychosomatischen Auswirkungen zusammenzufassen und einen multimodalen Handlungsansatz abzuleiten.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte theoretische Abhandlung zu Metabolischem Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2, chronischem Stress, psychosomatischen Zusammenhängen, epidemiologischen Daten und dem präventiven Potenzial körperlicher Aktivierung.
4 METHODIK: Erläuterung des gewählten narrativen Übersichtsarbeit-Ansatzes sowie der Suchmethodik und der angewendeten Ein- und Ausschlusskriterien für die Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed.
5 ERGEBNISSE: Tabellarische Aufbereitung und Analyse von sechs ausgewählten Studien zu körperlicher Aktivierung im Kontext von Depressionen und Diabetes mellitus Typ 2/Metabolischem Syndrom.
6 DISKUSSION: Synthese der Studienergebnisse und kritische Reflexion hinsichtlich der Wirksamkeit körperlicher Aktivierung sowie Ableitung eines präventiven Handlungsansatzes.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit und der Empfehlung einer multimodalen Interventionsstrategie bestehend aus Aktivierung, Psychoedukation und Stressmanagement.
Chronischer Stress, Diabetes mellitus Typ 2, Metabolisches Syndrom, Depressionen, Körperliche Aktivierung, Sporttherapie, Allostatic Load, Psychosomatik, Lebensqualität, Prävention, Gesundheitsförderung, Stressmanagement, Psychoedukation, Adipositas, Multimodaler Ansatz.
Die Arbeit untersucht die psychosomatischen Zusammenhänge zwischen chronischem Stress, dem Metabolischen Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2 und Depressionen und analysiert, wie körperliche Aktivierung präventiv eingesetzt werden kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die neurobiologischen Stressachsen, die bidirektionale Verbindung zwischen psychischen und metabolischen Erkrankungen sowie die Evidenz von Sport- und Bewegungstherapie bei diesen Krankheitsbildern.
Das Ziel ist die Erstellung eines wissenschaftlich fundierten, multimodalen Handlungsansatzes, der über die reine Bewegungstherapie hinausgeht und auch Stressmanagement sowie Psychoedukation umfasst.
Es handelt sich um eine narrative Übersichtsarbeit, die auf einer strukturierten Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed basiert, um aktuelle Studienergebnisse zum Thema zu extrahieren und zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu den Krankheitsbildern und Stressprozessen sowie eine detaillierte Auswertung von sechs Studien, die den Einfluss von Bewegung auf psychische und somatische Parameter untersuchten.
Zu den prägenden Begriffen zählen chronischer Stress, Allostatic Load, Metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2, Depressionen und körperliche Aktivierung als therapeutische Intervention.
Sie dient als Erklärungsmodell, wie das Gehirn unter Stress aktiv Energie aus dem Körper anfordert, was bei entsprechenden Prädispositionen zu viszeraler Fettakkumulation und damit zum Metabolischen Syndrom führen kann.
Die Analyse zeigt, dass rein sporttherapeutische Interventionen bei Patienten mit Depressionen oft an Barrieren scheitern; eine Ergänzung durch Psychoedukation und Stressmanagement erhöht die Compliance und Wirksamkeit.
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