Bachelorarbeit, 2018
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Produktivität
2.1 Definition Produktivität
2.1.1 Volkswirtschaftlich
2.1.2 Betriebswirtschaftlich
2.2 Arten von Produktivität
2.2.1 Verständnis der Produktivität
2.2.2 Gebräuchlichste Teilproduktivitäten
2.3 Produktivität Abgrenzung
2.3.1 Produktivität und Rentabilität
2.3.2 Produktivität und Wirtschaftlichkeit
2.4 Solow-Modell
2.4.1 Solow-Modell - Ersparnis
2.4.2 Solow-Modell – Bevölkerungswachstum
2.4.3 Solow-Modell - technologischer Fortschritt
2.5 Produktivitätsparadoxon
2.6 Messproblematik
2.7 Produktivitätsverluste Zwischenfazit
3 Industrie 4.0
3.1 Geschichtlicher Hintergrund (1. bis 3. Revolution)
3.1.1 Erste industrielle Revolution
3.1.2 Zweite industrielle Revolution
3.1.3 Dritte industrielle Revolution
3.2 Definition Industrie 4.0
3.2.1 Industrie 4.0, Internet of Things und Digitalisierung
3.2.2 S-Kurven-Konzept und schöpferische Zerstörung
3.2.3 Volkswirtschaftliche Technologiefelder von Industrie 4.0
3.3 Beispiele für Industrie 4.0
3.3.1 Smart Factory
3.3.2 Cloud-Computing
3.3.3 Big Data
3.4 Versprechen oder Illusion: Industrie 4.0
3.4.1 Computer Integrated Manufacturing
3.4.2 Potenziale durch Industrie 4.0
3.4.3 Risiken bei Industrie 4.0
3.4.4 Bedeutung von Industrie 4.0 für den Mitarbeiter
4 Produktivitätsverluste durch Industrie 4.0
4.1 Faktor Technik
4.1.1 Umstellungskosten
4.1.2 Sicherheit
4.2 Faktor Mensch
4.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.2.2 Arbeitsorganisation und Arbeitsplatzgestaltung
4.2.3 Aus- und Weiterbildung
4.3 Arbeiten 4.0
4.4 Einschätzung
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die potenziellen Produktivitätsverluste, die durch die Implementierung von Industrie 4.0-Technologien in Unternehmen entstehen können, und entwickelt einen Ansatz zu deren Kategorisierung.
3.1.1 Erste industrielle Revolution
Die erste industrielle Revolution geschah Ende des 18. Jahrhunderts. Muskelkraft wurde durch Maschinenkraft ersetzt. Innovationen wie die Dampfmaschine und der mechanische Webstuhl wurden erfunden sowie die Dampflok und das Dampfschiff, was enorme Produktivitätsschübe mit sich brachte. Die ersten Branchen, welche mechanisiert wurden waren die Textil-, Eisen und Stahlindustrie. Eine Konsequenz der Industrialisierung war die zunehmende Trennung von Besitz und Bedienung, welche sich in Handwerksbetrieben ausbreitete. Die damaligen Handwerker konnten mit der verbesserten Arbeitskraft und der höheren Produktivität der Maschinen nicht mithalten und wurden dadurch gezwungen, ihren Betrieb aufzugeben und in einer Fabrik mit Maschinen anzufangen. Das machte sie vom selbstständigen Handwerker zum Maschinenbediener. Die erzeugte Kraft der Maschinen wurde mit Hilfe von Transmissionsriemen zur gewünschten Stelle übertragen. Diese Riemen bestanden aus Leder und wurden hauptsächlich an der Decke der Werkshalle angebracht. Das machte sie gefährlich für die Fabrikarbeiter. Es kam häufig dazu, dass die Haare oder lose Kleidungsstücke der Arbeiter durch den Riemen erfasst wurden, was sie schwer verletzte oder sogar tötete. Die deutlichen Verlierer der ersten Industriellen Revolution ist die Klasse der Arbeiter, welche unter lebensgefährlichen Bedingungen zu einem Hungerlohn ihre Arbeit verrichteten. Dem gegenüber stehen die Unternehmer als Gewinner dieser Epoche. Durch den Einsatz der Maschinen wurden ökonomischere Produktionsbedingungen geschaffen, außerdem wuchs der Export durch die Entwicklung der Verkehrsmittel, was zum Beginn des Kapitalismus führte.
1 Einführung: Die Einleitung umreißt die Relevanz von Industrie 4.0 und das Ziel der Arbeit, Produktivitätsverluste durch diesen Wandel zu identifizieren und zu kategorisieren.
2 Produktivität: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis, indem es Produktivitätsbegriffe definiert, das Solow-Modell für Wachstum erklärt und die Herausforderungen bei der Messung von Produktivität beleuchtet.
3 Industrie 4.0: Hier werden der historische Kontext, Definitionen sowie technologische Kernfelder und Anwendungsbeispiele der vierten industriellen Revolution detailliert dargestellt.
4 Produktivitätsverluste durch Industrie 4.0: Im Hauptteil werden mögliche Verlustquellen in den Kategorien "Technik" und "Mensch" systematisch analysiert sowie Ansätze für "Arbeiten 4.0" diskutiert.
5 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, den Menschen bei der technologischen Transformation stärker in den Mittelpunkt zu stellen.
Industrie 4.0, Produktivität, Produktivitätsverluste, Smart Factory, Cyber-Physische Systeme, Arbeitsproduktivität, Digitalisierung, Mass Customization, Computer Integrated Manufacturing, Humankapital, Technologiefolgen, Prozessoptimierung, Arbeitswelt 4.0, Change-Management, Ressourceneffizienz
Die Arbeit analysiert kritisch, welche Produktivitätsverluste Unternehmen drohen, wenn sie Industrie 4.0-Technologien einführen, und wie man diese Risiken verstehen und einteilen kann.
Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Produktivitätslehren mit den technischen Neuerungen von Industrie 4.0 sowie den sozio-ökonomischen Anforderungen an die Arbeitswelt 4.0.
Ziel ist es, eine Struktur zur Kategorisierung von Produktivitätsverlusten zu schaffen, um Unternehmen bei der Umsetzung von Industrie 4.0-Projekten vor ineffizienten Investitionen und Fehlplanungen zu bewahren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse wirtschaftstheoretischer Modelle (z.B. Solow-Modell) sowie der Auswertung aktueller Studien und Experteninterviews zur praktischen Umsetzung von Industrie 4.0.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Untersuchung der Produktivitätsmessung, eine detaillierte Definition von Industrie 4.0-Technologien und die konkrete Kategorisierung von Produktivitätsverlusten durch Faktoren wie Technik und Mensch.
Wichtige Schlagworte sind neben Industrie 4.0, Smart Factory und Cyber-Physischen Systemen vor allem Produktivitätsverlust, Arbeitsplatzgestaltung 4.0 und technologische Transformation.
Der Mensch wird als kritischer Erfolgsfaktor betrachtet, dessen Kompetenz, Autonomie und Verbundenheit durch Assistenzsysteme gefördert werden muss, um Produktivitätsverluste durch innere Kündigung oder mangelnde Qualifikation zu vermeiden.
Das Interview mit Christian Ruppel verdeutlicht, dass die größte Herausforderung bei der Umsetzung von Industrie 4.0 nicht nur die Technologie selbst ist, sondern das "Mitnehmen der Köpfe" und die Vermeidung von unverbundenen Insellösungen.
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