Masterarbeit, 2020
70 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Vorüberlegungen
2.1 Die Apostel Petrus und Paulus
2.2 Die Bedeutung der Gemeinde von Rom
2.3 Die Christenverfolgung unter Nero
3. Das Ende des Paulus
3.1 Literarische Zeugnisse
3.2 Archäologische Befunde
3.3 Bewertung
4. Das Ende des Petrus
4.1 Literarische Zeugnisse
4.2 Archäologische Befunde
4.3 Bewertung
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht kritisch die literarischen und archäologischen Zeugnisse zum Märtyrertod der Apostel Petrus und Paulus in Rom. Ziel ist es, diese Quellen zu vergleichen, um zu bewerten, inwiefern die Überlieferungen ein historisch gesichertes Martyrium sowie die Existenz der jeweiligen Grabstätten in Rom stützen.
3.1 Literarische Zeugnisse
Es gibt keine paulinischen Zeugnisse über seine letzten Lebenstage, aus diesem Grund ist die Apostelgeschichte die wichtigste biblische Quelle über den letzten Lebensabschnitt des Apostels (Apg 21,15-28,31). Der Verfasser der Apostelgeschichte ist nicht bekannt. Oftmals wird Lukas, Arzt und zeitweiliger Begleiter von Paulus, als Autor genannt. Otto Zwierlein hingegen erachtet diese Personenzuweisung jedoch als fragwürdig. Doch ein Vergleich der Bibelstellen Lk 1,1-4 und Apg 1,1-2 zeigt auf, dass es sich bei dem Verfasser Schriften um den selben Autor handeln muss. Beide Schriften richten sich an Theophilius und auch inhaltlich die Texte kohärent zueinander.
Besonders auffällig sind in der Apostelgeschichte die sogenannten „Wir-Berichte“, diese zeigen auf, dass der Autor sich jeweils für einen kurzen Zeitraum zu den Mitarbeitern des Paulus begab und durch seine eigenen Beobachtungen im Nachhinein genau berichten konnte. Die Datierung der Apostelgeschichte bewegt sich im Endzeitraum der Herrschaft Vespasians (69 – 79 n. Chr.) oder der Herrschaftzeit des Titus (79-81 n. Chr.). Diese Zeitspanne ist durchaus plausibel, da es zu der Zeit eine ruhige Phase zwischen Römern und Christen war und dies demnach auch die romfreundliche Darstellung des Verfassers erklären würde.
1. Einleitung: Vorstellung der Thematik, der Forschungsziele sowie des methodischen Vorgehens bei der Untersuchung der Apostel-Martyrien.
2. Vorüberlegungen: Biografische Skizzen der Apostel, Erörterung der Gemeindeentwicklung in Rom und Analyse der Christenverfolgung unter Kaiser Nero.
3. Das Ende des Paulus: Kritische Untersuchung der literarischen Quellen und archäologischen Befunde bezüglich des Todes und des Grabes von Paulus.
4. Das Ende des Petrus: Auseinandersetzung mit der Forschung zur Petrustradition, dem Aufenthalt in Rom sowie den schwierigen archäologischen Befunden im Vatikan.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Synopse der Ergebnisse und Reflexion darüber, inwiefern die Quellenlage eine abschließende historische Gewissheit über die Ereignisse erlaubt.
Petrus, Paulus, Märtyrertod, Rom, Apostelgeschichte, Christenverfolgung, Nero, Archäologie, Ausgrabungen, St. Peter, St. Paul, Apostelgrab, Frühchristentum, Tropaion, Confessio.
Die Arbeit widmet sich der kritischen Prüfung historischer und archäologischer Indizien für das Wirken, den Tod und die Grablegung der Apostel Petrus und Paulus in Rom.
Die zentralen Felder umfassen die neutestamentliche Exegese der Apostelberichte, die historische Kontextualisierung durch antike Quellen sowie die archäologische Forschung an den vatikanischen Grotten und der Basilika San Paolo fuori le mura.
Es wird untersucht, ob die überlieferten Berichte und archäologischen Befunde ausreichen, um das Martyrium der beiden Apostel in Rom historisch zu belegen und ihre Grabstätten zweifelsfrei zu identifizieren.
Der Autor wendet eine vergleichende literaturkritische Methode an, kombiniert mit einer Analyse der archäologischen Grabungsberichte der letzten Jahrzehnte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Lebensendes von Paulus und Petrus, unterteilt in jeweils einen Teil zu literarischen Zeugnissen, archäologischen Befunden und einer abschließenden Bewertung.
Zu den Kernbegriffen zählen Apostel, Rom, Martyrium, Nero, St. Peter, St. Paul, archäologische Ausgrabungen und frühchristliche Überlieferung.
Das Graffito wird als Hinweis auf eine sehr frühe Petrustradition am Vatikan gewertet, jedoch explizit nicht als Beweis für die exakte Lage des Petrusgrabes.
Während bei Paulus die archäologischen Befunde (einschließlich Radiokarbonanalysen von Knochenresten) stark auf eine Grabstätte in St. Paul vor den Mauern hindeuten, bleibt der Nachweis für ein Petrusgrab unter dem Petersdom wissenschaftlich ungesichert.
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