Masterarbeit, 2021
117 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Die Aktie
2.1 Bedeutung für Unternehmen
2.2 Bedeutung für Kapitalanleger
2.3 Situation in Deutschland
3 Die Fundamentalanalyse
3.1 Definition
3.2 Methodik der Fundamentalanalyse
3.2.1 Der Top-down-Ansatz
3.2.2 Der Bottom-up-Ansatz
3.3 Teilbereiche der Fundamentalanalyse
3.3.1 Die Globalanalyse
3.3.2 Branchenanalyse
3.3.3 Unternehmensanalyse
3.4 Relevante Kennzahlen
3.4.1 Kennzahlen zur Aktienbewertung
3.4.2 Kennzahlen zur Rentabilität
3.4.3 Kennzahlen zur finanziellen Stabilität
3.4.4 Kennzahlen zum Wachstum
4 Methodisches Vorgehen und Vorstellung der analysierten Unternehmen
4.1 Korrelation Kurs- und Kennzahlenentwicklung
4.2 Möglichkeit einer Aktienkursprognose
4.3 Vorstellung der analysierten Unternehmen
4.3.1 Adidas
4.3.2 BASF
4.3.3 Deutsche Telekom
4.3.4 SAP
4.3.5 Siemens
5 Auswertung der Kurs- und Kennzahlenentwicklung
5.1 Kennzahlen zur Aktienbewertung
5.2 Kennzahlen zur Profitabilität
5.3 Kennzahlen zur finanziellen Stabilität
5.4 Kennzahlen zum Wachstum
5.5 Zwischenfazit
6 Möglichkeiten einer Aktienkursprognose
6.1 Kennzahlen zur Aktienbewertung
6.2 Kennzahlen zur Profitabilität
6.3 Kennzahlen zur finanziellen Stabilität
6.4 Kennzahlen zum Wachstum
6.5 Zwischenfazit
7 Zusammenfassung und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
Anhang
Diese Masterarbeit untersucht den statistischen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Realwirtschaft und den Aktienkursen ausgewählter führender deutscher Unternehmen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Zudem wird analysiert, ob fundamentale Unternehmenskennzahlen als verlässliche Indikatoren für kurzfristige Aktienkursprognosen dienen können.
1.1 Problemstellung
In der öffentlichen Wahrnehmung entsteht jedoch vermehrt der Eindruck, dass sich die Entwicklung der Aktienkurse von der realwirtschaftlichen Geschäftsentwicklung immer mehr entkoppelt. Das aktuellste Beispiel hierzu ist die Corona-Pandemie. Im Februar und März 2020 sind die Börsenkurse weltweit massiv eingebrochen. In zahlreichen Ländern wurden harte Lockdowns erlassen, die ein Darniederliegen der Wirtschaft zur Folge hatten. Restaurants und Flughäfen wurden geschlossen, Produktionen in Fabriken wurden stillgelegt und in vielen Bereichen wurde Kurzarbeit eingeführt. Die Menschen fürchteten den Verlust ihrer Arbeitsplätze, was den allgemeinen Konsum reduzierte. Der Kauf der neuen Waschmaschine beispielsweise wurde auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Das wiederum führte zusätzlich zu niedrigeren Einnahmen auf der Unternehmensseite. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes belegen einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im ersten Quartal 2020 von 1,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2019. Der BIP-Rückgang des zweiten Quartals 2020 gegenüber des Vorjahresquartals beträgt deutliche 11,3 %.
Seit Mitte März 2020 drehten die Börsenkurse jedoch wieder stark ins Plus. Nahezu alle großen Indizes begannen von dort an wieder deutlich und nachhaltig zu steigen. Der Index für Technologieaktien „NASDAQ“ erreichte sogar noch bis Juni 2020 ein neues Allzeithoch. Gleichzeitig war das Ende der Pandemie nicht in Sicht, zu diesem Zeitpunkt war ein wirksamer Impfstoff noch in weiter Ferne. Nach wie vor bestanden zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben. Neue Allzeithochs wirken unter diesem Aspekt irrational.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Aktie und Darlegung der Forschungsfrage bezüglich der vermeintlichen Entkopplung von Aktienmarkt und Realwirtschaft.
2 Die Aktie: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Aktie als Teilhaberpapier, deren Bedeutung für Unternehmen und Anleger sowie die aktuelle Situation in Deutschland.
3 Die Fundamentalanalyse: Detaillierte Darstellung der Funktionsweise, Methoden (Top-down/Bottom-up) und Kennzahlen der Fundamentalanalyse.
4 Methodisches Vorgehen und Vorstellung der analysierten Unternehmen: Definition des Vorgehens zur Korrelationsanalyse und Vorstellung der untersuchten Konzerne.
5 Auswertung der Kurs- und Kennzahlenentwicklung: Analyse der statistischen Zusammenhänge zwischen den Kennzahlen und Aktienkursen über den zehnjährigen Betrachtungszeitraum.
6 Möglichkeiten einer Aktienkursprognose: Untersuchung der Frage, inwiefern Kennzahlen des Vorjahres als Frühindikatoren für die Kursentwicklung im Folgejahr dienen können.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Diskussion der Notwendigkeit einer aktienbasierten privaten Altersvorsorge.
Aktienmarkt, Fundamentalanalyse, Realwirtschaft, Aktienkursentwicklung, Unternehmenskennzahlen, Korrelation, Börse, Kapitalanlage, Altersvorsorge, Value Strategie, DAX, Gewinnwachstum, Umsatzwachstum, Dividendenrendite.
Die Arbeit untersucht, ob Aktienkurse tatsächlich von der realwirtschaftlichen Unternehmensentwicklung entkoppelt sind, indem sie fundamentale Kennzahlen ausgewählter DAX-Unternehmen über zehn Jahre analysiert.
Zentrale Themen sind die Fundamentalanalyse, die Bewertung von Unternehmen durch Kennzahlen, der Zusammenhang von Aktienkursen und Unternehmenserfolg sowie Anlagestrategien für die private Altersvorsorge.
Das primäre Ziel ist es, die Entkopplungsthese statistisch zu prüfen und zu klären, ob bestimmte Kennzahlen als verlässliche Prognoseinstrumente für die kurzfristige Aktienkursentwicklung geeignet sind.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse der Geschäftsberichte von fünf repräsentativen deutschen Unternehmen sowie die statistische Berechnung der linearen Korrelation nach Pearson zwischen Kennzahlen und Aktienkursen.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zur Fundamentalanalyse, die Vorstellung der ausgewählten Unternehmen (Adidas, BASF, Deutsche Telekom, SAP, Siemens) sowie die detaillierte Auswertung ihrer Kurs- und Kennzahlenentwicklungen.
Aktienmarkt, Fundamentalanalyse, Realwirtschaft, Aktienkursentwicklung, Unternehmenskennzahlen, Korrelation, Börse, Kapitalanlage und Altersvorsorge.
Der DAX dient als Grundlage für die Auswahl der Unternehmen, wobei Kriterien wie Marktkapitalisierung, globale Aufstellung und Branchenvielfalt entscheidend waren.
Angesichts sinkender Renten und steigender Lebenserwartung plädiert der Autor für Aktien als geeignetes Instrument zur Vermeidung von Altersarmut, sofern das Verständnis und die Nutzung dieser Anlageform in Deutschland verbessert werden.
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