Bachelorarbeit, 2021
103 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Massenmedien
2.2 Soziale Medien
2.3 Digitalisierung
2.4 Schönheit
2.5 Schönheitsideal
3 Welche Auswirkung hat die mediale Nutzung auf junge Menschen?
3.1 Kenntnisstand und allgemeine Feststellung bei der Nutzung von (sozialen) Medien
3.2 Auswirkung medialer Nutzung in Bezug auf die physische und psychische Gesundheit
3.3 Auswirkungen von Schönheitsidealen in den sozialen Medien
4 Schönheitshandeln als soziale Positionierung
5 Theoretische Erklärungsansätze
5.1 Third-Person-Effekt
5.1.1 Third-Person-Effekt und medial vermittelte Schönheitsideale
6 Methodisches Vorgehen: Quantitative Befragung
6.1 Hypothesenbildung
6.2 Daten und Methode
6.2.1 Untersuchungsmethodik
6.2.2 Aufbau des Fragebogens
6.2.3 Datenerhebung
6.2.4 Stichprobenbeschreibung
6.2.5 Datenaufbereitung & -kontrolle
6.2.6 Variablenmodell
7 Auswertung der Ergebnisse
8 Diskussion
9 Fazit
10 Begleitender Film zur Bachelorarbeit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen sozialer Medien und medialer Nutzung auf das Schönheitsideal von jungen Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit eine intensivere mediale Nutzung das Selbstbild, die physische und psychische Gesundheit beeinflusst sowie das Schönheitshandeln als Mittel zur sozialen Positionierung fungiert.
Third-Person-Effekt und medial vermittelte Schönheitsideale
Das Aussehen von Frauen und Männern in den Medien entspricht selten dem der Normalbevölkerung, Ergebnissen von Inhaltsanalysen nach sind Frauen und Männer im Fernsehen deutlich häufiger schlanker als in der Realität: Von 1018 Hauptfiguren im Fernsehen waren 14% der Frauen und 24% der Männer übergewichtig oder fettleibig, weniger als die Hälfte ihres Anteils in der Allgemeinbevölkerung. Übergewichtige und fettleibige Frauen wurden mit geringer Wahrscheinlichkeit als attraktiv angesehen, hatten weniger Gelegenheit, mit romantischen Partner*innen zu interagieren oder körperliche Zuneigung zu zeigen. Übergewichtige und adipöse Männer interagieren seltener mit romantischen Partner*innen und Freund*innen oder sprachen über Verabredungen, und es wurde eher gezeigt, dass sie essen. (vgl. Greenberg et al., 2003) Medien fungieren als gesellschaftlicher Träger und Übermittler von kulturellen Idealen, einschließlich des Ideals als Frau schlank zu sein (vgl. Bissel, 2002, S.4). Die Befürchtung ist, dass diese Darstellung attraktiver Männer und Frauen in den Medien zu psychischen Problemen mit dem eigenen Aussehen und sogar zu ernsten physischen Problemen führen kann, wie z.B. Essstörungen. (vgl. Schemer, 2003, S.524)
Es liegen mehrere Studien zur Wahrnehmung medial vermittelter Schönheitsideale vor, wobei die Wahrnehmungsdifferenzen im Sinne des Third-Person-Effekts gemessen wurde (vgl. Chia 2007; Choi et al. 2008; David et al. 2002). Vereinzelt wurden auch die Folgen dieser Differenzen untersucht (Chia 2007).
In den Studien wurden allen Befragten Bilder von weiblichen Fotomodellen – meistens aus der Werbung – vorgezeigt. Dabei variieren die Bilder in den einzelnen Studien: In der Studie von Chia (2007) wurden 149 chinesischen Studentinnen aus Singapur Bilder von asiatischen und weißen Frauen gezeigt, welche alle ein identisches Schlankheitsideal zeigten. Die Untersuchung von David et al. (2002) befragte 80 Studentinnen, wovon jeweils die Hälfte weiß und die andere Hälfte dunkelhäutig waren. Ihnen wurden Bilder von weißen und dunkelhäutigen Models gezeigt. Die Studie von Choi et al. (2008) hatte 86 weibliche studentische Teilnehmerinnen, wobei über 80% weiß waren. Auf diese Weise waren verschiedene Vergleiche zwischen den Studien möglich.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik von Schönheitsidealen und deren medialer Vermittlung, Definition der Forschungsfrage sowie Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2 Begriffsdefinitionen: Theoretische Abgrenzung zentraler Begriffe wie Massenmedien, soziale Medien, Digitalisierung, Schönheit und Schönheitsideal.
3 Welche Auswirkung hat die mediale Nutzung auf junge Menschen?: Untersuchung des Mediennutzungsverhaltens und der negativen Auswirkungen auf die physische sowie psychische Gesundheit junger Nutzer.
4 Schönheitshandeln als soziale Positionierung: Erörterung der Motivation hinter dem „Schön-Machen“ als Form der sozialen Positionierung und Interaktion.
5 Theoretische Erklärungsansätze: Darstellung der Third-Person-Effekt Theorie und deren Übertragung auf die Wahrnehmung medialer Schönheitsideale.
6 Methodisches Vorgehen: Quantitative Befragung: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Hypothesenbildung sowie des Ablaufs der quantitativen Online-Umfrage.
7 Auswertung der Ergebnisse: Detaillierte statistische Analyse der erhobenen Daten, Prüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Signifikanztests.
8 Diskussion: Zusammenführende Interpretation der Ergebnisse unter Einbeziehung der theoretischen Grundlagen und vorangegangener Studien.
9 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
10 Begleitender Film zur Bachelorarbeit: Erläuterung der künstlerischen Intention und des Inhalts des im Rahmen der Arbeit erstellten Kurzfilms.
Schönheitsideal, soziale Medien, Mediennutzung, Third-Person-Effekt, quantitative Befragung, Körperbild, Gesundheit, Schönheitshandeln, soziale Positionierung, psychische Gesundheit, Selbstwahrnehmung, Jugendalter, Online-Umfrage, Schlankheitsideal, Medienwirkung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sozialen Medien auf die Wahrnehmung von Schönheitsidealen bei jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren.
Die zentralen Felder umfassen Mediennutzungsgewohnheiten, die Auswirkungen dieser Nutzung auf die mentale und physische Gesundheit sowie die soziologische Bedeutung des Schönheitshandelns.
Das primäre Ziel ist es, Auswirkungen einer intensiven medialen Nutzung auf das Selbstbild und die Gesundheit zu analysieren und zu klären, ob Schönheitshandeln als soziale Positionierungsstrategie dient.
Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, basierend auf einer Online-Umfrage, die mittels statistischer Verfahren wie Chi-Quadrat-Tests, Varianzanalysen und Korrelationsanalysen ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Medienwirkungen und Schönheit, die Ableitung von Hypothesen sowie die methodische Beschreibung und Auswertung der empirischen Befragung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schönheitsideal, Third-Person-Effekt, Medienwirkung, soziale Positionierung und Körperbild.
Die Ergebnisse zeigen, dass Befragte anderen Personen des gleichen Geschlechts einen stärkeren Einfluss durch idealisierte Bilder zuschreiben als sich selbst, wobei dies bei Frauen besonders ausgeprägt ist.
Der Film dient als visuelle Ergänzung und Denkanstoß; er soll die Problematik der Selbstinszenierung und des Drucks durch Schönheitsideale künstlerisch aufgreifen und zur kritischen Reflexion anregen.
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