Diplomarbeit, 2021
139 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Themenfindung und Vorgangsweise
1.2 Intention und Zielvorstellung
1.3 Forschungsstand und Literatur
2 Begriffsklärung
2.1 Berufsorientierung
2.1.1 Wortkomposition und Bedeutungsebenen
2.1.2 BO und ibobb – Schulische BO in der AHS
2.1.3 Geschlechtsspezifische Zuwendung
2.2 Rezeptions- und Wirkungsästhetik
2.2.1 Psychologische Prozesse beim Lesen
2.2.2 Literarästhetische Rezeptionskompetenz
2.3 Berufsorientierende Elemente – Perspektivenwechsel
2.4 Der literarische Lernkontext
2.4.1 Literaturunterricht und literarische Bildung
2.4.2 Literarisches Lernen
2.4.3 Berufsorientierendes Lernen
3 Textimmanente Literaturanalyse - „Anastasia“ von Lois Lowry
3.1 Berufsbilder und berufliche Handlungsfelder in der Geschichte
3.1.1 Die Verwendung von Berufsbildern in der inszenierten Fiktion
3.1.1.1 Ein quantitativer Querschnitt
3.1.1.2 Ein qualitativer Überblick
3.1.2 Anastasia, eine Heldin mit beruflicher Haltung
3.1.3 Hausarbeit, unbezahlte Erwerbsarbeit und Frauenarbeit
3.1.4 Leistungsanspruch und gesellschaftlicher Druck
3.2 Die schreibende Protagonistin als Reflexionsfläche des Lesers
3.2.1 Gedichte schreiben, ein dichterisches Handwerk.
3.2.1 Was-ich-liebe- und Was-ich-hasse-Liste und das kleine grüne Buch
3.2.2 Anastasia schreibt einen Roman
3.2.3 Wissenschaftlicher Forschungsbericht. Ein Schulprojekt
3.2.4 Haushaltsplan der Familie. Anastasia übernimmt den Haushalt
3.2.5 WER-WAS-WANN-WO-WARUM-Notizen.
3.2.6 „Mein Berufswunsch.“ Anastasia denkt an die Zukunft
3.3 Nebenfiguren der Geschichte - Figurenanalyse
3.3.1 Eltern und Verwandte als Bezugspersonen
3.3.1.1 Dr. Myron Krupnik – Vater und Literaturprofessor
3.3.1.2 Katherine Krupnik – Mutter, Hausfrau und Künstlerin
3.3.2 Außerfamiliäre Erwachsene
3.3.2.1 Wilhelmina Willoughby - Eine Turnlehrerin als Projektionsfläche
3.3.2.2 Barbara Page – Buchhändlerin mit reichem Ehemann
3.3.3 Anastasias Freunde
3.3.3.1 Daphne Bellingham
3.3.3.2 Robert Giannini
3.3.3.3 Henry Peabody
4 Zusammenhänge und Resümee
4.1 Mögliche berufsorientierende Elemente zusammengefasst
4.1.1 Berufsrollen, die von der Hauptfigur eingenommen werden
4.1.2 Tätigkeiten, die die Hauptfigur ausübt
4.1.3 Berufliche Vorbilder und Idole
4.1.4 Verfehlte Vorstellungen, Deutungen und Sichtweisen
4.1.5 Geäußerte Berufswünsche und Identitätskonstrukte
4.1.6 Berufsbezeichnungen und Fachtermini der fiktionalen Welt
4.2 Eine Definition als Resümee
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu untersuchen, inwiefern literarische Lernprozesse durch die Lektüre spezifischer Kinder- und Jugendliteratur – am Beispiel der „Anastasia“-Reihe von Lois Lowry – einen Beitrag zur berufsorientierenden Persönlichkeitsbildung und Berufswahlentscheidung von Schülerinnen und Schülern leisten können.
3.1.2 Anastasia, eine Heldin mit beruflicher Haltung
Auf der Figurenebene konstruiert die Protagonistin nicht nur ihre normative Lebenswelt anhand von Berufsbildern, die sie in ihrem Umfeld wahrnimmt, sondern lässt an vielen Stellen eine bereits gediegene professionelle innere Haltung zur Arbeit erkennen. In Jörg Schudys Definition von subjektiver Berufsorientierung, heißt es, dass in der heutigen Pluralisierung von Lebensstilen es nicht mehr selbstverständlich sei, Arbeit und Beruf als ein maßgebliches Element im individuellen Lebenslauf zu berücksichtigen. Deshalb ist die eigene Haltung maßgeblich für den gesamten Berufswahlprozess. So manifestiert sich beispielsweise auf der Textoberfläche in den Anastasia-Romanen die produktive, schriftstellerische Tätigkeit durch die Figurenhandlung als auch durch die Summe aller begrifflichen Explikation vorkommender Berufsbilder, die die Heldin selbst aufgreift.
Ab dem ersten Roman führt Anastasia bereits mit zehn Jahren ein eigenes grünes Notizbuch mit sich, welches sie bis zum siebten Roman nicht mehr ablegt. In diesem erstellt sie in „Anastasia mit der rosa Warze. (1).“ eine Liste mit Dingen, die sie mag und nicht mag. Sie korrigiert und verändert sie laufend. Anastasia beweist auch Ausdauer und eine zielführende Arbeitshaltung, wenn es ums Gedichteschreiben geht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Berufsorientierung (BO) an AHS und führt in die Fragestellung ein, ob und wie der Literaturunterricht einen Beitrag zum Berufsfindungsprozess von Schülern leisten kann.
2 Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Berufsorientierung, Rezeptionsästhetik und literarisches Lernen, um einen theoretischen Rahmen für die Analyse zu spannen.
3 Textimmanente Literaturanalyse - „Anastasia“ von Lois Lowry: Hier erfolgt die detaillierte Untersuchung der „Anastasia“-Romane hinsichtlich dargestellter Berufsrollen, Tätigkeiten und der schreibenden Protagonistin als Reflexionsfläche für den Leser.
4 Zusammenhänge und Resümee: Dieses Kapitel fasst die berufsorientierenden Elemente zusammen, kategorisiert die Ergebnisse und formuliert eine Definition als abschließendes Resümee.
Berufsorientierung, Literaturunterricht, Anastasia Krupnik, Lois Lowry, literarisches Lernen, Rezeptionsästhetik, Identitätsbildung, Berufsrollen, Geschlechterrollen, Schulpraxis, Jugendliteratur, Berufswahlkompetenz, Deutschunterricht, Textanalyse, Persönlichkeitsbildung.
Die Diplomarbeit untersucht die Schnittstelle zwischen schulischer Berufsorientierung und Literaturunterricht, um zu klären, ob durch die Auswahl passender Literatur berufsorientierende Lernprozesse bei Jugendlichen angestoßen werden können.
Die zentralen Felder umfassen die Theorie der Berufsorientierung, rezeptionsästhetische Ansätze im Literaturunterricht sowie die textimmanente Analyse der „Anastasia“-Reihe von Lois Lowry.
Die zentrale Frage ist, ob literarische Lernprozesse, unterstützt durch entsprechende Lektüreauswahl, einen signifikanten Beitrag zur Berufswahlentscheidung und Identitätsfindung von Schülern leisten können.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche, eine Lesebuchanalyse der Jahrgänge 2005/2006, qualitative Experteninterviews mit fünf Deutschlehrkräften und eine textimmanente Analyse der „Anastasia“-Romanreihe.
Der Hauptteil widmet sich der Definition des Begriffs „berufsorientierende Elemente“, der theoretischen Fundierung durch Rezeptions- und Wirkungsästhetik sowie der konkreten Analyse der Anastasia-Romane als Reflexionsraum für berufliche Identitätskonstrukte.
Wichtige Begriffe sind Berufsorientierung, literarisches Lernen, Identitätsbildung, Rezeptionsästhetik und die Analyse von Berufsbildern in der Jugendliteratur.
Die Reihe eignet sich besonders gut, da die Protagonistin eine wachsende berufliche Haltung zeigt und ihr Schreiben von Listen, Gedichten und Texten als Medium für ihre Identitätsentwicklung dient, was ideal als berufsorientierendes Element fungiert.
Die Arbeit diskutiert die geschlechtsspezifische Segmentierung des Arbeitsmarktes und betont, dass der Deutschunterricht durch die Dekonstruktion von Rollenklischees in Literatur dazu beitragen kann, Mädchen und Buben für eine freiere Berufswahl zu sensibilisieren.
Die Lehrkräfte sehen die Integration grundsätzlich als machbar an, betonen jedoch häufig, dass es sich primär um eine zeitliche Herausforderung handelt und die Relevanz für jüngere Schüler teilweise schwer vermittelbar ist.
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