Bachelorarbeit, 2015
73 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Literatur
3. Agglomeration und Innovation
3.1 Was sind Innovationen?
3.2 Messung von Innovationen
3.2.1 Investitionen im Innovationsprozess
3.2.2 Patente
3.2.3 Weitere Indikatoren
3.3 Bestimmungsfaktoren der Agglomeration
3.3.1 First-nature Causes
3.3.2 Second-nature Causes
3.3.2.1 Pekuniäre Effekte
3.3.2.1.1 Innerbetriebliche Skaleneffekte
3.3.2.1.2 Lokalisierungseffekte
3.3.2.1.3 Urbanisierungseffekte
3.3.2.2 Nicht-pekuniäre Effekte
3.3.2.2.1 MAR-Externalitäten
3.3.2.2.2 Porter-Externalitäten
3.3.2.2.3 Jacob-Externalitäten
3.4 Datengrundlage und Regressionsstrategien
3.5 Empirische Ergebnisse
3.5.1 Welche Industrien weisen eine räumliche Konzentration auf?
3.5.2 Bestimmungsfaktoren
3.5.2.1 Beschäftigungsdichte und Stadtgröße
3.5.2.1.1 Konzept der pekuniären Wissens-Spillover
3.5.2.1.1.1 Das Modell
3.5.2.1.1.2 Ergebnisse
3.5.2.2 Lokale Forschungsinputs
3.5.2.3 Schutz von Betriebsgeheimnissen
3.5.2.3.1 Ein Zwei-Perioden-Modell
3.5.2.3.1.1 Die erste Periode
3.5.2.3.1.2 Die zweite Periode
3.5.2.3.1.3 Ergebnisse
3.5.2.4 Entrepreneurship und Firmengröße
3.5.2.5 Natürliche Vorteile
3.5.2.6 Lokaler Wettbewerb und Vielfalt
3.5.2.7 Input-Sharing und Matching
3.5.3 Geographische Konzentration als dynamischer Prozess
4. Wirtschaftspolitische Implikationen
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die theoretischen und empirischen Zusammenhänge zwischen geographischer Agglomeration und der Innovationskraft von Unternehmen, um die Mechanismen zu identifizieren, die wirtschaftliches Wachstum in konzentrierten Räumen fördern.
3.3.2.1.1 Innerbetriebliche Skaleneffekte
Das wohl bekannteste Prinzip ist das der innerbetrieblichen Skaleneffekte. Sie sind nicht nur Themengebiet der Volkswirtschaftslehre, sondern finden sich auch in der Produktionstheorie der Betriebswirtschaftslehre wieder. Schon Adam Smith (1776) geht auf diese Thematik ein und zeigt in seiner umfangreichen Arbeit „The Wealth of Nations“ unter anderem ihre Bedeutung. Skaleneffekte liegen demnach dann vor, wenn die Ausbreitung der Produktion die Kosten pro Stück senkt. Adam Smith führt dies vor allem auf Arbeitsteilung und Spezialisierung im Produktionsprozess zurück. Weiter spricht das Gabler Wirtschaftslexikon von „Kostenersparnissen, die bei gegebener Produktionsfunktion (Produktionstechnik) infolge konstanter Fixkosten auftreten, wenn die Ausbringungsmenge wächst […]“. Im Zuge dieser Kostenvorteile ist es großen Unternehmen möglich, die kleineren Konkurrenten preislich zu unterbieten und aus dem Markt zu verdrängen. Ein Beispiel hierfür wären unter anderem die Automobil- und Stahlindustrie.
1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung nach der Beziehung zwischen Agglomeration und Innovation sowie der Motivation zur Entschlüsselung dieser "black box".
2. Literatur: Überblick über Wachstumstheorien von Schumpeter bis hin zur endogenen Wachstumstheorie und deren Bezug zur räumlichen Konzentration.
3. Agglomeration und Innovation: Kernstück der Arbeit, welches Definitionen, Messmethoden, theoretische Determinanten und empirische Belege für Agglomerationsvorteile detailliert analysiert.
4. Wirtschaftspolitische Implikationen: Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen für politische Akteure, Innovation durch Clusterförderung und Infrastrukturentwicklung gezielt zu stimulieren.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse und Ausblick auf den Bedarf weiterer Studien zur langfristigen Dynamik von Clustern.
Agglomeration, Innovation, Wissens-Spillover, Patentintensität, Beschäftigungsdichte, Produktivität, Skaleneffekte, Lokalisierungseffekte, Urbanisierungseffekte, Humankapital, Cluster, Wirtschaftswachstum, F&E-Ausgaben, Betriebsgeheimnisse, Unternehmertum.
Die Arbeit untersucht, wie räumliche Konzentrationen von Unternehmen und Wissensressourcen – sogenannte Agglomerationen – Innovationsprozesse beeinflussen und fördern.
Die zentralen Felder umfassen die Mechanismen von Wissens-Spillovern, die Bedeutung von Forschungsinvestitionen, die Rolle von Humankapital sowie die ökonomischen Vor- und Nachteile einer räumlichen Konzentration von Industrien.
Das Ziel ist es, die „black box“ zu entschlüsseln, warum geographische Konzentration Produktivität fördert und welche spezifischen Faktoren (wie z.B. Input-Sharing oder Wissensaustausch) für dieses Wachstum verantwortlich sind.
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse sowie die Auswertung von ökonometrischen Modellen (z.B. OLS- und 3SLS-Regressionen) und Daten aus bestehenden empirischen Studien.
Der Hauptteil analysiert theoretische Bestimmungsfaktoren (First- und Second-nature causes), Methoden zur Messung von Innovationen (Patente, F&E) sowie empirische Ergebnisse zur Bedeutung von Beschäftigungsdichte, Stadtgröße und dem Schutz von Betriebsgeheimnissen.
Agglomeration, Wissens-Spillover, Patentintensität, Cluster, regionale Wirtschaftsökonomie und Produktivitätswachstum.
Dieses Modell verdeutlicht, wie Unternehmen Anreize zur geographischen Konzentration abwägen, wenn sie einerseits von Wissens-Spillovern profitieren möchten, aber andererseits ihr Wissen vor der Abwerbung durch Konkurrenten schützen müssen.
Universitäten dienen als Fixpunkt für Innovationscluster, da sie sowohl durch Grundlagenforschung neues Wissen generieren als auch hochqualifizierte Arbeitskräfte bereitstellen, was besonders für kleine Unternehmen entscheidend ist.
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