Masterarbeit, 2020
90 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Gesellschaftliche Einordnung und Relevanz
1.2 Forschungsstand
1.3 Forschungsfragen
1.5 Methodische Vorgehensweise
1.6 Aufbau der Arbeit
2 Resilienz in der Gegenwartsgesellschaft
2.1 Charakteristik der Gegenwartsgesellschaft
2.2 Subjektivität
2.3 Identität im Jugendalter
2.4 Resilienz
2.4.1 Definition des Resilienzbegriffs
2.4.2 Resilienz in Abgrenzung zur Salutogenese
2.4.3 Studien zur Resilienzforschung
3 Resilienz - Ein Vergleich der soziologischen Zugänge
3.1 Diskurstheorie in Bezug zur Resilienz
3.2 Zivilisationstheorie in Bezug zur Resilienz
3.3 Konvergenzen und Divergenzen beider Ansätze
4 Resilienz: Vergleich zwischen Zivilisations- und Diskurstheorie
4.1 Widerstandsfähigkeit in der Gegenwartsgesellschaft
4.2 Subjekt
4.3 Identitätskonstruktion im Jugendalter
4.4 Körper und Macht
4.5 Psychologie
4.6 Sozialbeziehungen
5 Methodologische Perspektiven für die weitere Forschung
6 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die soziologische Betrachtungsweise eines resilienten Subjekts in der Gegenwartsgesellschaft. Ziel ist es, das Konzept der Resilienz theoretisch in die Ansätze von Norbert Elias (Zivilisationstheorie) und Michel Foucault (Diskurstheorie) einzuordnen, diese Theorieströmungen miteinander zu vergleichen und die Subjektkonstitution, beispielhaft an der Identitätsentwicklung Jugendlicher, zu analysieren.
1.1 Gesellschaftliche Einordnung und Relevanz
In gegenwärtigen wissenschaftlichen Publikationen erfährt das Phänomen der Resilienz eine besondere Aufmerksamkeit. Der Resilienzbegriff stammt ursprünglich aus der Entwicklungspsychologie sowie aus der humanökologischen Forschung. Das Deutsche Resilienz Zentrum geht davon aus, dass Subjekte und Gemeinschaften auf diverse Ressourcen zugreifen, um mit Stress und Belastungen umgehen zu können (Lieb et al., 2019b, S. o.S.). Solche „Schutz- und Selbstheilungskräfte“ (Lieb et al., 2019b, S. o.S.) oder „Widerstandsressourcen“ (Antonovsky, 1997, S. 108) bilden sich im Resilienzkonzept ab. Resilienz zeigt sich, wenn Menschen in herausfordernden Stresssituationen ihre psychische Gesundheit aufrechterhalten oder diese zügig wiederherstellen können (ebd., 2019, S. o.S.). Vor allem die therapeutische Arbeit ist danach bestrebt, diese innere Widerstandkraft beim Menschen präventiv zu fördern, um damit psychische Probleme und belastende Situationen zu reduzieren. Obwohl das Konzept durch heterogene Ansätze, wie etwa jene der Vulnerabilität oder der Stressbewältigung in globalen Krisen oder Katastrohen, Differenzlinien aufweist, können Verbindungslinien identifiziert werden. Entsprechend lässt sich das Resilienzkonzept für die „Analyse von Phänomenen und Prozessen der ‚Widerständigkeit‘ und der ‚Widerstandsfähigkeit‘ in verschiedenen Kontexten und Situationen angesichts besonderer Gefährdungslagen“ nutzen (Endreß & Maurer, 2015, S. 7).
Die vorliegende Masterarbeit soll dazu beitragen, das Thema Resilienz in der Jugendphase als gegenwartsgesellschaftliches und psychologisches Phänomen zu fokussieren. Die Verfasserin strebt an, diese Thematik in die Theorieschulen von Norbert Elias und Michel Foucault einzuordnen und diese durch das Phänomen eines resilienten Subjekts in der Gegenwartsgesellschaft zu erweitern. Ziel ist es, beide Theorieströmungen miteinander zu vergleichen und die Subjektkonstitution beispielhaft anhand der Identität des Jugendalters zu fokussieren. Beide Theorierichtungen können für einen Theorievergleich als besonders geeignet bezeichnet werden, da sie die Perspektive eines Mikro- und Makro-Dualismus überwinden (Treibel, 1997, S. 176; Witte, 2019, S. 212).
1 Einleitung: Die Einleitung ordnet die Thematik gesellschaftlich ein, legt den Forschungsstand dar und formuliert die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Resilienz in der Gegenwartsgesellschaft: Dieses Kapitel thematisiert die Charakteristika der heutigen Gesellschaft, Subjektivität und Identität im Jugendalter, um eine theoretische Basis für das Verständnis von Resilienz zu schaffen.
3 Resilienz - Ein Vergleich der soziologischen Zugänge: Hier werden die Diskurstheorie von Michel Foucault und die Zivilisationstheorie von Norbert Elias in Bezug auf Resilienz vorgestellt sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.
4 Resilienz: Vergleich zwischen Zivilisations- und Diskurstheorie: Dieser Hauptteil gliedert das Thema Resilienz in sechs Aspekte, um einen detaillierten Vergleich der beiden Theorien anhand von Primär- und Sekundärquellen durchzuführen.
5 Methodologische Perspektiven für die weitere Forschung: Es werden die methodologischen Nutzenperspektiven beider Theorien für die zukünftige Forschung diskutiert.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Beantwortung der Forschungsfragen ab.
Resilienz, Gegenwartsgesellschaft, Zivilisationstheorie, Diskurstheorie, Subjektivität, Identitätsentwicklung, Jugendalter, Macht, Soziogenese, Psychogenese, Widerstandsfähigkeit, Selbsttechnologien, Selbstzwang, Gouvernementalität, Soziale Konstruktion.
Die Arbeit untersucht, wie eine soziologische Betrachtungsweise des resilienten Subjekts in der heutigen Gesellschaft verstanden werden kann und nutzt dazu die Theorien von Norbert Elias und Michel Foucault.
Die zentralen Themen sind Resilienz, soziale Konstruktionen, Identitätsfindung im Jugendalter, Machtverhältnisse, Körperdiskurse sowie die soziologische Theoriebildung.
Das Ziel ist der Theorienvergleich zwischen Zivilisations- und Diskurstheorie hinsichtlich ihrer Aussagekraft über das resiliente Subjekt in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Arbeit, die durch einen Theorienvergleich (Foucault und Elias) und eine Analyse mittels Sekundärliteratur strukturiert ist.
Der Hauptteil analysiert das Thema Resilienz anhand von sechs Kategorien: Widerstandsfähigkeit, Subjekt, Identitätskonstruktion, Körper und Macht, Psychologie sowie Sozialbeziehungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Resilienz, Subjektivierung, Macht, Zivilisationstheorie, Diskurstheorie und Identität.
Das Jugendalter dient als beispielhafter Anwendungsfall für die Subjektkonstitution, da hier Identitätsentwicklung und soziale Anpassungsanforderungen besonders intensiv aufeinandertreffen.
Während Elias den Prozess der Affektkontrolle und den Übergang von Fremd- zu Selbstzwang betont, fokussiert Foucault das Subjekt als Produkt von Macht-Wissen-Komplexen und diskursiven Praxen.
Ihr Fall dient als Beispiel für eine in der mediatisierten Öffentlichkeit thematisierte, vermeintlich resiliente Persönlichkeit, an der verschiedene theoretische Perspektiven diskutiert werden können.
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