Masterarbeit, 2021
82 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Fremdsprachendidaktischer Forschungsstand zu Lernstrategien für den fremdsprachlichen Wortschatzerwerb
3. Mentale Prozesse: Kognitionswissenschaftliche Grundlagen der Sprachverarbeitung sowie des Spracherwerbs
3.1. Die Funktionsweise der Hemisphären des menschlichen Gehirns
3.2. Das Gedächtnis: Die Fähigkeit der Informationsspeicherung
3.3. Kognitive Speichertheorien
3.3.1. Die Mehrspeichertheorie
3.3.2. Die Theorie der Verarbeitungstiefe
3.3.3. Die Theorie der dualen Kodierung
3.4. Das mentale Lexikon
3.4.1. Die Architektur und Funktionsweise des einsprachigen mentalen Lexikons
3.4.2. Das mehrsprachige mentale Lexikon
4. Lernstrategien zum fremdsprachlichen Wortschatzerwerb: Konzeptuelle Grundlagen
4.1. Begriffsbestimmung
4.2. Klassifikationsmöglichkeiten von kognitiven Lernstrategien zum fremdsprachlichen Wortschatzerwerb
4.3. Kriterienkatalog zur Überprüfung der Effizienz lexikalischer Lernstrategien auf der Basis kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse
5. Eine Untersuchung ausgewählter Lernstrategien zum Wortschatzerwerb
5.1. Schlüsselwortmethode
5.2. Lernen mit Bewegung
5.3. Wörternetze
6. Fazit
7. Anhang
7.1. Anhang 1 Taxonomie Christiane Neveling
7.2. Anhang 2 Taxonomie Helga Haudeck
7.3. Anhang 3 Kriterienkatalog
7.4. Anhang 4 Kriterienkatalog Schlüsselwortmethode
7.5. Anhang 5 Kriterienkatalog Lernen mit Bewegung
7.6. Anhang 6 Kriterienkatalog Wörternetze
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen spezifischer Lernstrategien beim fremdsprachlichen Wortschatzerwerb. Ziel ist es, durch die Analyse kognitionswissenschaftlicher Grundlagen der menschlichen Sprachverarbeitung zu eruieren, inwieweit etablierte Lernstrategien die kognitiven Lernprozesse effektiv unterstützen und fördern können.
3.1. Die Funktionsweise der Hemisphären des menschlichen Gehirns
Ursprünglich gingen die Neurowissenschaften davon aus, dass die Sprachverarbeitung in einem bestimmten Bereich des menschlichen Gehirns stattfindet (vgl. Rolfing 2019: 39). Aktuelle Forschungsergebnisse legen nahe, dass diese Zuständigkeit nicht an ein einzelnes Hirnareal gebunden und eine eindeutige Verortung im Gehirn daher nicht möglich ist (vgl. ebd.). Unbestritten ist dagegen, dass die zwei Hälften, aus denen sich das Vorderhirn zusammensetzt, maßgeblich an der Sprach- und Informationsverarbeitung beteiligt sind.
Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde außerdem die Ansicht vertreten, dass die beiden Gehirnhälften jeweils spezifische Funktionen ausführen und deren Mechanismen getrennt voneinander aktiv sind bzw. ablaufen. Insbesondere wurde bis dahin die Auffassung vertreten, dass ausschließlich die linke Hemisphäre für die Sprachfähigkeit zuständig ist (vgl. Müller 2013: 77). Unter anderem durch die Möglichkeiten neuerer neurowissenschaftlicher Methoden zur Identifizierung kognitiver Prozesse konnte mittlerweile jedoch gezeigt werden, dass stets beide Hemisphären an den mentalen Prozessen beteiligt und deren Aktivitäten vielmehr als Kontinuum zu verstehen sind (vgl. Rolfing 2019: 35; Stork 2003: 45).
Dennoch hat die Erkenntnis über eine gewisse Aufgabenteilung der beiden Hemisphären, die sogenannte Lateralisation, auch in Bezug auf die Sprachverarbeitung bis zum jetzigen Zeitpunkt weiter Bestand: die Sprachverarbeitung erfolgt im Gehirn des Erwachsenen überwiegend linkshemisphärisch (vgl. Müller 2013: 77). Die gängige Bezeichnung der linken Hemisphäre als die dominante Hemisphäre liegt darin begründet. Das dort lokalisierte Broca-Areal ist für die Sprachproduktion, das sogenannte Wernicke-Areal für die Sprachrezeption zuständig (vgl. ebd.). Allerdings haben beide Gehirnhälften essentielle Funktionen inne, die sich wechselseitig komplettieren (vgl. ebd.). Darüber hinaus ist die linke Hemisphäre für das logische und analytische Denken und die lineare Verarbeitung von Informationen verantwortlich. Während die rechte für die Aufnahme und Erinnerung visueller, taktiler und auditiver Informationen zuständig ist (vgl. Roche 2020: 61).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Wortschatzerwerbs als Basis der Kommunikation und identifiziert das Defizit bei der Umsetzung theoretischer Forschungserkenntnisse in die Schulpraxis als Ausgangslage.
2. Fremdsprachendidaktischer Forschungsstand zu Lernstrategien für den fremdsprachlichen Wortschatzerwerb: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung der Wortschatzdidaktik seit den 1980er Jahren und die zunehmende Bedeutung individueller Lernstrategien.
3. Mentale Prozesse: Kognitionswissenschaftliche Grundlagen der Sprachverarbeitung sowie des Spracherwerbs: Hier werden die neurologischen und kognitiven Mechanismen, wie Gedächtnismodelle und das mentale Lexikon, als theoretische Basis für erfolgreiches Lernen analysiert.
4. Lernstrategien zum fremdsprachlichen Wortschatzerwerb: Konzeptuelle Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lernstrategie, stellt existierende Taxonomien gegenüber und entwickelt einen Kriterienkatalog zur Bewertung.
5. Eine Untersuchung ausgewählter Lernstrategien zum Wortschatzerwerb: In diesem Hauptteil werden die Schlüsselwortmethode, das Lernen mit Bewegung und Wörternetze anhand des zuvor entwickelten Kriterienkatalogs kritisch auf ihre Effizienz geprüft.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen des Kriterienkatalogs und gibt Impulse für die zukünftige Forschung sowie die praktische Unterrichtsgestaltung.
Wortschatzerwerb, Lernstrategien, Kognitionswissenschaft, Mentales Lexikon, Gedächtnis, Mehrspeichertheorie, Verarbeitungstiefe, Schlüsselwortmethode, Wörternetze, Fremdsprachendidaktik, Kriterienkatalog, Sprachverarbeitung, Autonomie, Lateralisation, Wortschatzdidaktik.
Die Arbeit untersucht, wie Lernstrategien beim Erwerb von fremdsprachlichem Wortschatz auf Basis kognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse bewertet und optimiert werden können.
Die zentralen Felder umfassen die kognitive Psychologie des Spracherwerbs, die Architektur des mentalen Lexikons, verschiedene Taxonomien von Lernstrategien und die praktische Wirksamkeitsprüfung dieser Methoden.
Ziel ist es, die Potenziale und Grenzen lexikalischer Lernstrategien aufzudecken und ein Instrumentarium (Kriterienkatalog) bereitzustellen, das Lehrkräften bei der Einschätzung der Lerneffizienz hilft.
Es wird eine vergleichende Literaturanalyse durchgeführt sowie ein eigener Kriterienkatalog entwickelt, der anschließend auf drei ausgewählte Lernstrategien exemplarisch angewendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (mentale Prozesse) und die praktische Anwendung/Überprüfung der Strategien mittels des entwickelten Kriterienkatalogs.
Wortschatzerwerb, kognitive Lernstrategien, mentales Lexikon, Gedächtnismodelle, Kriterienkatalog und Sprachdidaktik.
Weil es die Nahtstelle zwischen Sinneswahrnehmungen und Wissensrepräsentation bildet; die Struktur der neuronalen Vernetzung im Lexikon bestimmt maßgeblich, wie effektiv neues Vokabular gespeichert und abgerufen werden kann.
Obwohl Wörternetze das Prinzip der Vernetzung hervorragend abbilden, erfüllen sie in der untersuchten Reinform weniger Kriterien als erhofft, da sie andere wichtige Aspekte wie multisensorische oder affektive Einbindungen oft vernachlässigen.
Er dient Lehrkräften als Testinstrument, um das vorhandene Strategieangebot im Unterricht kritisch zu hinterfragen und an die individuellen Bedürfnisse der Lernenden anzupassen.
Die Arbeit betont, dass emotionale Verknüpfungen (affektive Netze) für eine tiefe Speicherung im Langzeitgedächtnis essenziell sind, weshalb Strategien, die diese Aspekte einbeziehen, eine höhere Wirksamkeit versprechen.
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