Bachelorarbeit, 2019
94 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Didaktischer Hintergrund
2.1. Definitionen
2.1.1. Darstellung
2.1.2. Klassifizierung
2.1.3. Darstellungswechsel
2.1.4. EIS - Prinzip
2.1.5. Rechenschwäche
2.2. Historische Aspekte
2.3. Entwicklungspsychologische Betrachtung
2.4. Pädagogische Betrachtung
2.4.1. Jerome Bruner
2.4.2. Lena Wessel
2.5. Funktionen des Darstellungswechsels
3. Methode und Methodologie
3.1. Rahmenbedingungen der Förderung
3.1.1. Schule
3.1.2. Schülerinnen
3.1.3. Verwendetes Material
3.2. Planung der Förderung
3.2.1. Vierphasenmodell
3.2.2. Analyse der verwendeten Aufgaben
3.3. Analyse der Förderung
3.3.1. ausgewählten Szenen
3.3.2. Methode des primär gedanklichen Vergleichs
4. Empirischer Teil
4.1. Beispielanalyse Methode des primär gedanklichen Vergleichs
4.2. Deutungshypothesen
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Rolle des Darstellungswechsels im Mathematikunterricht, insbesondere dessen Funktion bei der selbstständigen Überprüfung von Rechenergebnissen durch Kinder mit Rechenschwierigkeiten im dritten Schuljahr.
3.3.2. Methode des primär gedanklichen Vergleichs
Bei der Interpretation der ausgewählten Szenen zwischen der Verfasserin und ihren Schülerinnen im Rahmen der ‚Rechenstark‘ Mathematikförderung werden die Interaktionen zwischen den Schülerinnen und der Verfasserin untersucht. Dafür wird die Methode des ‚primär gedanklichen Vergleichs‘ verwendet (vgl. Jungwirth 2003: 193). Sie geht auf VOIGT (1984) zurück und erfolgt in mehreren Schleifen. Ziel ist es im Hinblick auf die Forschungsfragen die Interaktion zwischen der Verfasserin und der Schülerin zu rekonstruieren. Dabei soll jedoch die Verfasserin als Teilnehmerin des Integrationsprozesses angesehen werden, um sich von der subjektiven Interpretation zu entfernen.
Zu Beginn wird die ausgewählte Szene beschrieben, damit sich der Interpret seiner subjektiven Denkmuster bewusst wird und sie schrittweise unter Kontrolle bringen kann. Diese Beschreibung soll losgelöst von den individuellen Erinnerungen betrachtet werden.
Nach der ersten (Sprech-)Handlung, im nachfolgenden als Turn bezeichnet, wird sie ‚extensiv‘ interpretiert (vgl. Vogt 1984: 112). Darunter versteht VOIGT in Anlehnung an die objektive Hermeneutik nach OEVERMANN ET AL. (1979), dass der Turn unabhängig von der gegebenen Situation betrachtet wird. Jede Szene findet im Rahmen der Mathematikförderung statt, wodurch die Gefahr besteht, dass der Interpret die Handlungen unbeabsichtigt in bekannte Dankmuster einordnet.
Durch die Verfremdung des Kontextes, kann die Handlung reflektiert betrachtet werden (vgl. Voigt 1984: 112). Es werden demnach möglichst unterschiedliche Deutungen aufgestellt, die über die subjektiven Eindrücke hinaus gehen. Dieses fiktive Experiment soll auch Deutungen von anderen Perspektiven zulassen, die beispielsweise nicht mathematikdidaktisch sozialisiert sind. Dabei sind auch Interpretationen aus der Sicht von fachfremden Lehrkräften oder von Personen aus einem nicht schulischen Kontext eingeschlossen (vgl. Jungwirth 2003: 194).
1. Einführung: Das Kapitel thematisiert die Relevanz des Darstellungswechsels im Mathematikunterricht und führt in die Fragestellung der Arbeit im Kontext des Förderprojekts "Rechenstark" ein.
2. Didaktischer Hintergrund: Hier werden theoretische Grundlagen zu Darstellungsformen, deren Klassifizierung (EIS-Prinzip) sowie historische und entwicklungspsychologische Aspekte detailliert dargelegt.
3. Methode und Methodologie: Dieser Abschnitt beschreibt die Forschungsbedingungen, das verwendete Arbeitsmaterial sowie das methodische Vorgehen zur Analyse der Förderstunden.
4. Empirischer Teil: Im empirischen Teil wird die Analyse der ausgewählten Szenen mittels der Methode des primär gedanklichen Vergleichs durchgeführt und die daraus abgeleiteten Deutungshypothesen präsentiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Darstellungswechsel als effektives Instrument zur selbstständigen Überprüfung von Rechenergebnissen dienen kann.
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Die Arbeit befasst sich mit dem Potenzial des Darstellungswechsels als Hilfsmittel für Grundschulkinder mit Rechenschwierigkeiten, um eigene Rechenergebnisse eigenständig zu überprüfen.
Die zentralen Felder umfassen die mathematikdidaktischen Grundlagen von Darstellungsformen, die Bedeutung der Vernetzung dieser Formen sowie die methodische Analyse von Fördersequenzen.
Die Forschungsfrage lautet: Welche Funktion hat der Darstellungswechsel bei den Schülerinnen der Fallstudie im Kontext vom mathematischen Problemlösen beziehungsweise der Überprüfung von Rechenergebnissen?
Zur Auswertung der Videotranskripte aus der Förderung wird die Methode des "primär gedanklichen Vergleichs" nach Voigt verwendet, um objektive Interpretationen der Interaktionsszenen zu gewährleisten.
Der Hauptteil deckt den theoretischen Hintergrund zur Kognitionspsychologie und Pädagogik, die Beschreibung der Lernumgebung und des Materials sowie die detaillierte empirische Analyse der Fallbeispiele ab.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Darstellungswechsel, Rechenstark, enaktives Lernen, Überprüfung von Rechenergebnissen und Mathematikdidaktik.
Die enaktive Darstellung nutzt konkretes Material (wie Holzblöcke oder Rechenstrich) zum Handeln, während die symbolische Ebene sich abstrakter mathematischer Zeichensysteme und Formeln bedient.
Das Vierphasenmodell nach Wartha und Schulz dient als strukturierter Rahmen, um den Übergang von konkreter Materialhandlung hin zur abstrakten kognitiven Vorstellung in aufeinander aufbauenden Schritten zu gestalten.
Die Arbeit unterstreicht die besondere Bedeutung der Sprache (Alltags-, Bildungs- und Fachsprache) als vierte Darstellungsebene, die eng mit der Verknüpfung der mathematischen Inhalte verbunden ist.
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