Bachelorarbeit, 2021
82 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Forschungsstand und theoretische Diskussion
2.1 Corporate Social Responsibility (CSR)
2.2 Strategische CSR und Wesentlichkeit
2.2.1 Strategische CSR
2.2.2 Wesentlichkeitsanalyse
2.2.2.1 Bestandteile der Wesentlichkeitsanalyse
2.2.2.1.1 Umfeldanalyse
2.2.2.1.2 Unternehmensanalyse
2.2.2.1.3 Analyse der Stakeholder-Erwartungen
2.2.2.2 Wesentlichkeitsmatrix und Ansatzpunkte für die CSR-Strategie
2.2.3 Wesentlichkeit und Wirkungsorientierung
2.2.3.1 CSR-Kernthemen der ISO 26000
2.2.3.2 Sustainable Development Goals (SDGs)
2.3 Operative CSR und Kerngeschäft
3 Wesentlichkeit in der Sportartikelindustrie
3.1 Analyse CSR-relevanter Branchenherausforderungen
3.2 Wesentlichkeitsanalysen im Vergleich
3.2.1 Wesentlichkeitsansatz bei Adidas
3.2.2 Wesentlichkeitsansatz bei Puma
3.3 Zwischenfazit
4 Wesentlichkeit und strategische CSR-Ausrichtung
4.1 Vergleich wesentlicher Prioritäten mit CSR-Strategien
4.1.1 Wesentlichkeit und „Sport needs a space“
4.1.2 Wesentlichkeit und „10FOR20“
4.2 Wesentlichkeit, ISO-Kernthemen und SDGs im Vergleich
4.2.1 Wesentlichkeit und Kernthemen der ISO 26000
4.2.1.1 Adidas und ISO 26000
4.2.1.2 Puma und ISO 26000
4.2.2 Wesentlichkeit und SDGs
4.4.2.1 Adidas und die Ziele der vereinten Nationen
4.4.2.2 Puma und die Ziele der Vereinten Nationen
5 Auswertung
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Wesentlichkeitsanalysen für die strategische Ausrichtung von CSR-Maßnahmen bei führenden Unternehmen der Sportartikelindustrie. Anhand eines Vergleichs der Unternehmen Adidas und Puma wird analysiert, inwieweit die aus diesen Analysen identifizierten Themen in die jeweiligen Nachhaltigkeitsstrategien und Unternehmensziele einfließen.
2.2.2 Wesentlichkeitsanalyse
Auf den vorangegangenen Ausführungen aufbauend, gibt dieses Kapitel einen Überblick über das strategische Managementinstrument der Wesentlichkeitsanalyse mit dessen Merkmalen und Anwendungen für strategische CSR.
Mit der Annahme des deutschen Bundestags für den Entwurf des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG), sind Großkonzerne wie Puma und Adidas, seit März 2017 dazu verpflichtet im Rahmen des CSR-RUG, nichtfinanziellen Berichtspflichten nachzukommen (vgl. Deutscher Bundestag 2017). Die Berichtspflichten richten sich dabei konkret an die CSR-Handlungsfelder Umwelt, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung (vgl. ebd.). CSR-Handlungsfelder sind demnach wichtiger Bestandteil von Nachhaltigkeitsberichten und somit in dieser Arbeit als Bezugspunkt für eine strategische CSR-Ausrichtung zu sehen. Im Rahmen der Leitlinien der EU-Kommission zur nichtfinanziellen Berichterstattung 2017, wird zudem durch einen Verweis auf die Impacts der Aktivitäten eines Unternehmens, ein neues Element eingeführt, dass bei der Beurteilung der Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsthemen berücksichtigt werden muss (vgl. European Union 2019, S. 4). Die Auswirkungen wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen sind demnach ebenso fester Bestandteil nichtfinanzieller Berichterstattung.
Richtlinien und Standards für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten, die über Deutschland hinaus weltweit anerkannt sind, werden von der Global Reporting Initiative (GRI) ins Leben gerufen. Die 1997 gegründete GRI entwickelt weltweit anwendbare Standards der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die eine Messlatte für die unterschiedlichsten Stakeholder bereitstellt (vgl. Werner 2005, S. 69). Die GRI selbst gibt an, Organisationen dabei zu unterstützen transparent zu agieren sowie Verantwortung für ihre Auswirkungen (Impacts) zu übernehmen, indem sie eine gemeinsame globale Sprache schafft, mit der Organisationen über ihre Impacts berichten können (vgl. GRI 2021). Ziel sei es dadurch eine nachhaltige Zukunft zu schaffen (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema CSR in der Sportartikelindustrie ein, erläutert die Relevanz der Wesentlichkeitsanalyse und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2 Forschungsstand und theoretische Diskussion: Dieses Kapitel liefert einen theoretischen Rahmen zu CSR und strategischer Unternehmensführung sowie eine detaillierte Erläuterung der Methodik und Bestandteile der Wesentlichkeitsanalyse.
3 Wesentlichkeit in der Sportartikelindustrie: Hier werden die branchenspezifischen Herausforderungen der Sportartikelindustrie analysiert und die individuellen Wesentlichkeitsansätze von Adidas und Puma einander gegenübergestellt.
4 Wesentlichkeit und strategische CSR-Ausrichtung: In diesem Kapitel wird untersucht, wie die identifizierten wesentlichen Themen in die CSR-Strategien, Standards und Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der beiden Unternehmen integriert wurden.
5 Auswertung: Diese Auswertung führt die Ergebnisse der vorangegangenen Analysen zusammen, um die Stringenz der CSR-Strategien im Hinblick auf die Wesentlichkeitsanalysen zu bewerten.
6 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die zukünftige Gestaltung der CSR-Ausrichtung.
Corporate Social Responsibility, CSR, Wesentlichkeitsanalyse, Sportartikelindustrie, Adidas, Puma, Nachhaltigkeitsstrategie, Stakeholder, GRI-Standards, ISO 26000, Sustainable Development Goals, SDGs, Impact, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Unternehmensverantwortung
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Wesentlichkeitsanalysen bei der strategischen CSR-Ausrichtung von Unternehmen, speziell in der Sportartikelindustrie.
Im Fokus stehen die Identifizierung wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen, die Einbindung von Stakeholder-Erwartungen und die Überführung dieser Erkenntnisse in konkrete CSR-Strategien.
Das Hauptziel ist es, einen Zusammenhang zwischen den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalysen und der strategischen CSR-Ausrichtung bei Adidas und Puma nachzuweisen.
Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Literaturanalyse der öffentlich verfügbaren Nachhaltigkeitsberichte und Strategiedokumente von Adidas und Puma.
Neben der theoretischen Fundierung werden die konkreten Ansätze der beiden Konzerne untersucht und deren Konsistenz mit globalen Rahmenwerken wie ISO 26000 und den SDGs geprüft.
Die zentralen Begriffe sind Wesentlichkeitsanalyse (Materiality Assessment), Corporate Social Responsibility (CSR), Stakeholder-Management und Nachhaltigkeitsstrategien.
Während beide Unternehmen wesentliche Themen priorisieren, zeigen sich Unterschiede in der Transparenz ihrer Wesentlichkeitsmatrizen und in der Stringenz, mit der diese in ihre Nachhaltigkeitsziele integriert werden.
Die Untersuchung zeigt, dass beide Konzerne ihre CSR-Strategien zunehmend an den SDGs ausrichten, wobei Puma hier eine stringente Verbindung zu seinen 10FOR20-Zielen herstellt.
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