Doktorarbeit / Dissertation, 2001
138 Seiten, Note: magna cum laude (1)
1. Einleitung
2. Problemstellung
3. Literaturübersicht
3.1. Die zweite Dentition
3.2. Der Zusammenhang zwischen Dentitionsgeschehen und allgemeinen körperlichen Wachstumsprozessen
4. Material und Methode
4.1. Probanden
4.2. Methodik
4.3. Statistische Auswertungsverfahren
5. Ergebnisse
5.1. Der Durchbruch der Zähne der 2. Wechselgebißphase
5.1.1. Durchbruchszeiten
5.1.2. Durchbruchsreihenfolge
5.1.3. Eruptionskurven
5.1.4. Bestimmung des Zahnalters
5.2. Beziehungen zwischen Zahnalter und körperlicher Entwicklung
5.2.1. Körperhöhe und BMI
5.2.2. Kopfumfang, Kopflänge und Kopfbreite
5.2.3. Jochbogenbreite, Unterkieferwinkelbreite, Gesichtshöhe und Untergesichtshöhe
5.3. Der Einfluß des Zahnalters auf die körperliche Entwicklung
6. Diskussion
6.1. Zahndurchbruch
6.1.1. Eruptionstermine
6.1.2. Vergleich der Durchbruchstermine mit anderen Untersuchungen
6.1.3. Durchbruchsreihenfolge
6.1.4. Eruptionskurven
6.1.5. Zahnalter
6.1.6. Die Phasen des Zahnwechsels
6.2. Beziehungen zwischen Zahnalter und körperlicher Entwicklung
6.2.1. Körperhöhe und BMI
6.2.2. Kopfumfang, Kopflänge und Kopfbreite
6.2.3. Transversale und vertikale Gesichtsentwicklung
6.2.3.1. Transversale Gesichtsentwicklung
6.2.3.2. Vertikale Gesichtsentwicklung
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den aktuellen Stand des Zahndurchbruchs während der zweiten Phase der 2. Dentition bei Kindern zu analysieren und den Zusammenhang zwischen diesem dentalen Reifeprozess und der allgemeinen körperlichen sowie gesichtsschädelbezogenen Entwicklung empirisch zu untersuchen.
Die zweite Dentition
Die Dentition der menschlichen Zähne stellt einen Entwicklungskomplex dar, der in vielfältiger Weise durch verschiedenste endogene und exogene Faktoren gesteuert und moduliert wird (SCHUMACHER und SCHMIDT 1982). Auch auf allgemeine und lokale Faktoren, die Einfluß auf den Ablauf der Dentition nehmen, wird immer wieder hingewiesen.
Die Ära systematischer Dentitionsforschungen wird 1909 von Röse eingeleitet, der in seinen äußerst umfangreichen Untersuchungen erstmals das arithmetische Mittel zur Beschreibung der Durchbruchszeiten der Zähne verwendet. Er gibt in erster Linie Rasseneinflüsse als Ursache der festgestellten Unterschiede an (RÖSE 1909). SCHOUR und MASSLER (1941) weisen auf den Einfluß von Rasse und Ernährung auf den Ablauf der Dentition hin. TANNER (1962) und HELLMAN (1943) sehen ebenfalls Rassenunterschiede bei der Entwicklung des bleibenden Gebisses. TANNER (1962) erwähnt, daß bei farbigen Kindern Afrikas trotz vermutlich schlechterer Lebensbedingungen der Zahndurchbruch früher erfolgt als bei weißen Kindern.
1. Einleitung: Beschreibt die wissenschaftliche Relevanz des Zahndurchbruchs im Kontext der kindlichen Entwicklung und stellt die Jenaer Längsschnittstudie vor.
2. Problemstellung: Formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich geschlechtsspezifischer Dentitionsanalysen und deren Korrelation mit körperlichen Wachstumsprozessen.
3. Literaturübersicht: Gibt einen Überblick über den Forschungsstand zur zweiten Dentition und den Einfluss genetischer sowie exogener Faktoren.
4. Material und Methode: Erläutert das Datenset der Jenaer Längsschnittstudie, die anthropologischen Messverfahren und die statistischen Analysemethoden.
5. Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten zu Durchbruchszeiten, Eruptionskurven und deren statistische Beziehungen zur körperlichen Entwicklung.
6. Diskussion: Setzt die Ergebnisse in den Kontext bestehender Literatur und erörtert methodische Aspekte sowie die Variabilität des Zahnwechsels.
7. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse über den Dentitionsverlauf und dessen Einfluss auf die körperliche Entwicklung zusammen.
Zahndurchbruch, zweite Dentition, Längsschnittstudie, Zahnalter, körperliche Entwicklung, Anthropologie, Dentitionsgruppen, Eruptionskurven, Wachstumsschub, Gebissentwicklung, Geschlechtsunterschiede, Zahnwechsel, statistische Analyse, Humangenetik.
Die Arbeit untersucht den Durchbruch der bleibenden Zähne (zweite Dentition) bei Kindern und dessen zeitliche sowie biologische Beziehung zur körperlichen und gesichtsschädelbezogenen Entwicklung.
Die Kernpunkte sind die Bestimmung von Durchbruchszeiten und -reihenfolgen der permanenten Zähne sowie die Analyse, ob Kinder mit einem beschleunigten oder verzögerten Zahnwechsel auch ein anderes körperliches Wachstumsmuster aufweisen.
Das Ziel ist die Erstellung aktueller Normwerte für den Zahndurchbruch und die wissenschaftliche Überprüfung der These, ob zwischen der dentalen Reife und der allgemeinen körperlichen Entwicklung ein signifikanter Zusammenhang besteht.
Der Autor stützt sich auf eine über 14 Jahre durchgeführte anthropologische Längsschnittstudie an Jenaer Kindern, wobei Daten mittels standardisierter anthropometrischer Messungen und zahnmedizinischer Zahnstatus-Erhebungen erhoben und mittels Varianzanalysen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Durchbruchsdaten (Zeiten, Kurven) und die anschließende statistische Prüfung, ob Zugehörigkeiten zu Zahnungsgruppen (Früh-, Normal-, Spätzahner) statistisch signifikante Unterschiede in Körpermaßen wie Körperhöhe oder BMI erklären.
Zahndurchbruch, Dentition, Längsschnittstudie, Zahnalter, anthropologische Maße, statistische Varianzanalyse und körperliche Entwicklung.
Die Arbeit zeigt zwar tendenzielle Zusammenhänge auf, betont jedoch, dass der Zahndurchbruch weitgehend unabhängig von der allgemeinen körperlichen Entwicklung verläuft und individuelle Schwankungen groß sind.
Es zeigt sich ein deutlicher Entwicklungsvorsprung der Mädchen, die ihre Zähne im Schnitt früher durchbrechen als Jungen; geschlechtsspezifische Unterschiede in den Eruptionsmustern sind dabei signifikant.
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