Masterarbeit, 2020
102 Seiten, Note: 2,0
1 PROBLEMSTELLUNG
2 DIGITALE WIRTSCHAFT
2.1 Definition
2.2 Wichtigste Charakteristika der digitalen Wirtschaft
2.2.1 Mobilität
2.2.2 Netzwerkeffekte
2.2.3 Mehrseitige Geschäftsmodelle
2.2.4 Tendenz zu Monopol oder Oligopol
2.2.5 Volatilität
2.2.6 Vertrauen auf Daten und Nutzerbeteiligung
2.2.7 Daten
2.2.8 Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse
2.3 Typische Geschäftsmodelle der digitalen Wirtschaft
2.4 Online-Werbung – Am Beispiel von Google
2.4.1 Google in Zahlen 2019
2.4.2 Vermietung von Werbeplätzen als Geschäftsmodell
2.4.3 Merkmale und Wertschöpfung im Bereich von Online-Werbung
2.4.4 Besteuerung der Werbeumsätze in Deutschland
2.4.4.1 Unbeschränkte Steuerpflicht
2.4.4.2 Beschränkte Steuerpflicht
2.4.4.2.1 Inländische Betriebsstätte
2.4.4.2.2 Überlassung von im Inland belegenen Rechten
2.4.4.2.3 Überlassung von Know-How in Form eines Algorithmus
2.4.4.2.4 Rechteüberlassung in Form von Werbeflächen
2.5 Zwischenergebnis
2.6 Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse
3 INTERNATIONALE BESTEUERUNGSGRUNDSÄTZE
3.1 Internationale Besteuerungsprinzipien
3.1.1 Welteinkommensprinzip
3.1.2 Quellenprinzip
3.1.3 Anwendung und Vorrang
3.2 Völkerrechtliche Betrachtungsweise
3.3 Steuergerechtigkeit
3.3.1 Leistungsfähigkeitsprinzip
3.3.2 Leistungsfähigkeitsprinzip auf internationaler Ebene
3.3.3 Äquivalenzprinzip
3.3.4 Nutzenprinzip auf internationaler Ebene
3.3.5 Das Nutzenprinzip und die digitale Wirtschaft
3.3.6 Zwischenstaatliche Gerechtigkeit
3.4 Neutralität im Steuerrecht
3.5 Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse
4 DIE QUELLE ALS STEUERLICHER ANKNÜPFUNGSPUNKT
4.1 Allgemeines
4.2 „Praktische“ Umsetzung durch das OECD-Musterabkommen
4.3 Einkünfte aus Online Werbung im OECD-MA
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 LÖSUNGSANSÄTZE ZUR BESTEUERUNG DER DIGITALEN WIRTSCHAFT IN THEORIE UND PRAXIS
5.1 Base Erosion and Profit Shifting
5.1.1 Abschlussbericht zum Aktionspunkt 1 der OECD
5.1.2 Weitere Entwicklung auf Ebene der OECD und der EU
5.2 Modelle zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft
5.2.1 Allgemeines
5.2.2 Digitalsteuer (DST)
5.2.2.1 Der europäische Richtlinien-Vorschlag zur Digitalsteuer
5.2.2.1.1 Allgemeines
5.2.2.1.2 Anwendungsbereich
5.2.2.1.3 Ort der Besteuerung und Steuerberechnung
5.2.2.2 Die französische Digitalsteuer
5.2.2.3 Britische Digital Service Tax
5.2.2.4 Kritische Würdigung der DST
5.2.2.4.1 Allgemein
5.2.2.4.2 Besteuerungsgrundsätze und Abkommensrecht
5.2.2.4.3 DST und Online-Werbung
5.2.2.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2.3 Neue Anknüpfungsregeln
5.2.3.1 Blueprint on Pillar One
5.2.3.1.1 Amount A
5.2.3.1.2 Umfang
5.2.3.1.3 Nexus
5.2.3.1.4 Zuordnungsregeln für die Erlöse
5.2.3.1.5 Steuerbemessungsgrundlage
5.2.3.1.6 Gewinnaufteilung
5.2.3.1.7 Weitere Ausführungen
5.2.3.2 Kritische Würdigung
5.2.3.2.1 Allgemein
5.2.3.2.2 Besteuerungsgrundsätze und Abkommensrecht
5.2.3.2.3 Online-Werbung
5.2.3.2.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 FAZIT
Das Hauptziel dieser Master-Thesis ist es, die steuerlichen Herausforderungen der digitalen Wirtschaft kritisch zu analysieren, insbesondere im Kontext von Online-Werbung. Die Arbeit untersucht, warum bestehende internationale Steuersysteme, die auf physischen Anknüpfungspunkten basieren, den neuen, digital geprägten Geschäftsmodellen nicht mehr gerecht werden, und bewertet aktuelle Lösungsvorschläge aus Theorie und Praxis auf ihre Gerechtigkeit und Umsetzbarkeit.
2.4.1 Google in Zahlen 2019
Google dürfte den meisten Menschen als meistgenutzte Suchmaschine der Welt bekannt sein. Nach Angaben des Unternehmens bei einer Präsentation auf der SEMrush Marketing Show in Indien vom 05.12.2019 kommt es täglich zu 3,5 Milliarden Suchanfragen.
Im Jahr 2015 erfolgte die Umstrukturierung des Unternehmens. Aus Google Inc. wurde die Google LLC, als Tochterunternehmen der vermutlich weniger bekannten Alphabet Inc. Der Name der Suchmaschine wurde dessen ungeachtet beibehalten. Mittlerweile besteht das Unternehmen nicht mehr nur aus einer Suchmaschine. Viele weitere Dienste, wie zum Beispiel das Navigationsprogramm „Google Maps“ oder der Videodienstleister „Youtube“ gehören zum Angebot des Alphabet Konzerns. Bei der Vielzahl von Angeboten ist es kaum verwunderlich, dass Google gemessen an der Marktkapitalisierung zu den global erfolgreichsten Unternehmen zählt. In 2019 erzielte das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 161,857 Mrd. US-Dollar. Hiervon konnten 134,811 Mrd. US-Dollar allein aus dem Geschäftszweig Werbung geschöpft werden. Die Google LLC war maßgeblich an diesen Einnahmen beteiligt. 99,3 % der gesamten Einnahmen der Alphabet Inc. sind der Tochterfirma in 2019 zuzurechnen. Diese wurden zu ca. 31 % im EMEA-Raum erzielt. Insgesamt stammen mehr als die Hälfte aller Einnahmen (54 %) nicht aus den USA. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Konzern in 2019 einen Gewinn vor Steuern von 39,625 Mrd. US-Dollar verzeichnen konnte. Auf diesen Gewinn sind Ertragssteuern in Höhe von 5,282 Mrd. US-Dollar, mithin 13,3 % des Gewinns angefallen. Das Besondere daran ist, dass laut amerikanischem Recht eigentlich eine Körperschaftsteuer in Höhe von 21 % vorgesehen ist. Diese Zahl wird allerdings von mehreren weiteren Faktoren beeinflusst.
1 PROBLEMSTELLUNG: Einleitung in die Problematik, dass durch die Digitalisierung tradierte, physisch orientierte Steuerkonzepte an ihre Grenzen stoßen und große Digitalkonzerne ihre Steuerlast trotz hoher Gewinne gering halten können.
2 DIGITALE WIRTSCHAFT: Untersuchung der Merkmale wie Mobilität, Netzwerkeffekte und Datennutzung sowie detaillierte Fallanalyse der Online-Werbung am Beispiel von Google und dessen Besteuerungssituation in Deutschland.
3 INTERNATIONALE BESTEUERUNGSGRUNDSÄTZE: Theoretische Herleitung und kritische Betrachtung von Welteinkommens- und Quellenprinzip sowie die Diskussion von Steuergerechtigkeit und Neutralität im internationalen Steuerrecht.
4 DIE QUELLE ALS STEUERLICHER ANKNÜPFUNGSPUNKT: Analyse der Schwierigkeit, den Begriff "Quelle" in der digitalen Welt zu definieren, und Untersuchung der Anwendbarkeit des OECD-Musterabkommens auf Online-Werbung.
5 LÖSUNGSANSÄTZE ZUR BESTEUERUNG DER DIGITALEN WIRTSCHAFT IN THEORIE UND PRAXIS: Detaillierte Prüfung von Lösungsmodellen, wie der Digitalsteuer (DST) und dem OECD-Ansatz (Pillar One/Unified Approach), hinsichtlich ihrer Eignung und Gerechtigkeit.
6 FAZIT: Synthese der Ergebnisse, mit dem Fazit, dass unilaterale Digitalsteuern nur Übergangslösungen sind und ein globaler Konsens, wie er durch die OECD angestrebt wird, zwar theoretisch wünschenswert, aber in der Umsetzung hochkomplex und politisch umstritten bleibt.
Digitale Wirtschaft, Online-Werbung, Google, Besteuerung, Quellenprinzip, Welteinkommensprinzip, Digitalsteuer, DST, BEPS, Pillar One, Unified Approach, Betriebsstätte, Wertschöpfung, Steuergerechtigkeit, OECD.
Die Master-Thesis beschäftigt sich mit der Problematik der Besteuerung von Unternehmen der digitalen Wirtschaft. Der Fokus liegt darauf, warum das derzeitige internationale Steuersystem die Gewinne digitalisierter Konzerne nicht mehr adäquat erfassen kann.
Die zentralen Themen umfassen die Charakteristika der digitalen Wirtschaft, die Funktionsweise von Online-Werbung, die Analyse internationaler Besteuerungsprinzipien und die Bewertung aktueller steuerpolitischer Lösungsansätze wie die Digitalsteuer und den OECD-Ansatz der globalen Steuerreform.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die bestehenden steuerrechtlichen Regelungen, die stark an physische Präsenz gebunden sind, der Digitalisierung der Wirtschaft gerecht werden, und zu analysieren, ob vorgeschlagene Lösungsansätze für eine gerechtere Besteuerung sorgen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit geltenden internationalen Steuermechanismen, OECD-Berichten sowie der Analyse eines konkreten Praxisbeispiels (Google).
Der Hauptteil behandelt die Merkmale der digitalen Wirtschaft (Mobilität, Netzwerkeffekte, Daten), die Ertragsbesteuerung von Online-Werbung, die theoretischen Besteuerungsgrundsätze sowie die Analyse der Digitalsteuer (DST) und den "Pillar One"-Vorschlag der OECD.
Digitale Wirtschaft, Online-Werbung, Besteuerung, Quellenprinzip, Digitalsteuer, BEPS, Pillar One und Steuergerechtigkeit.
Der traditionelle Begriff setzt eine physische Geschäftseinrichtung voraus. Digitalkonzerne erzielen jedoch in verschiedenen Ländern hohe Gewinne, ohne dort über eine solche physische Präsenz zu verfügen, was dazu führt, dass die Gewinne häufig im Ansässigkeitsstaat statt im Ort der Wertschöpfung versteuert werden.
Die Einführung von Alleingängen durch einzelne Staaten führt zu einer Rechtszersplitterung und erhöht das Risiko von Doppelbesteuerung, da keine einheitliche Anrechnung auf die Körperschaftsteuer in anderen Ländern erfolgt und die administrative Belastung für Unternehmen stark steigt.
Er versucht, Gewinne durch komplexe Formeln (Amount A) auf Marktstaaten zu verteilen, ohne die bisherigen Fremdvergleichsgrundsätze vollständig zu ersetzen. Dies führt zu einer Vielzahl von Ausnahmen, Schwellenwerten und neuen Zuordnungsregeln, die sowohl für Unternehmen als auch für Steuerbehörden nur schwer handhabbar sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

