Bachelorarbeit, 2018
32 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Entwicklungsstrategie und ökonomische Theorie
2.1 Neoklassische Wachstums- und Entwicklungstheorie: Verschuldung als effizientes Marktergebnis
2.2 Monetärkeynesianische Entwicklungstheorie: Verschuldung als systemische Entwicklungsblockade
3 Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in Mexiko: 1970–1988
3.1 Die Krise des Jahres 1976
3.2 Die „große“ Krise des Jahres 1982
3.3 1982–1988 Politik der Austerität
4 Die Peso-Krise 1994/95 als Ausdruck einer gescheiterten neoliberalen Entwicklungsstrategie
4.1 Die neoliberale Wende
4.2 Liberalisierung des mexikanischen Finanzsystems
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Ursachen der mexikanischen Peso-Krise von 1994/95. Dabei wird die zentrale Hypothese verfolgt, dass diese Krise kein zufälliges Ereignis war, sondern ein mehr oder minder unvermeidliches Resultat des neoliberalen Reformprozesses, der in den vorangegangenen Jahrzehnten unter dem Einfluss des Washington Consensus eingeleitet wurde.
Die neoliberale Wende
Die neoliberale Wende, die Ende der achtziger Jahre begonnen hatte, ging mit diversen Strukturanpassungsmaßnahmen in Wirtschaft und Politik einher. So wurden u.a. die Privatisierung öffentlicher Unternehmen, die Liberalisierung der Handelspolitik und die Deregulierung von Märkten vorangetrieben. „Im allgemeinen wurde die Zeit von 1988 bis 1994 als eine wirtschaftlich äußerst positive Periode für die mexikanische Ökonomie angesehen, in der Mexiko zum Musterschüler einer neoliberalen Strukturanpassungspolitik avancierte“ (Mosebach & Boris, 2002, S. 59).
Die Analyse der makroökonomischen Daten dieser Periode (Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Inflation, Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte) ergab zunächst ein relativ positives Bild der mexikanischen Entwicklung. Auch die Steigerung der Währungsreserven auf ca. 30 Mrd. US-Dollar im Januar 1994 deutete auf eine stabilere Absicherung als in den Jahren zuvor im außenwirtschaftlichen Bereich hin (ebd., S. 60).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Peso-Krise 1994/95 ein und stellt die Hypothese auf, dass diese als Resultat der vorangegangenen neoliberalen Reformen zu verstehen ist.
2 Entwicklungsstrategie und ökonomische Theorie: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der neoklassischen und monetärkeynesianischen Entwicklungstheorie bezüglich der Rolle von Verschuldung und ausländischem Kapital.
3 Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in Mexiko: 1970–1988: Dieses Kapitel analysiert die historischen Krisenjahre 1976 und 1982 sowie die Auswirkungen der Politik der Austerität auf die mexikanische Wirtschaftsstruktur.
4 Die Peso-Krise 1994/95 als Ausdruck einer gescheiterten neoliberalen Entwicklungsstrategie: Hier wird der neoliberale Reformpfad und die damit einhergehende Finanzmarktliberalisierung kritisch auf ihre Rolle bei der Auslösung der Peso-Krise untersucht.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt, dass die Peso-Krise als systemisches Resultat der neoliberalen Ordnung zu bewerten ist und die Privaten als die eigentlichen Profiteure dieser Strategie angesehen werden können.
Mexiko, Peso-Krise, Neoliberalismus, Wirtschaftspolitik, Finanzmarktliberalisierung, Washington Consensus, Kapitalflucht, Monetärkeynesianismus, Entwicklungsstrategie, Staatsversagen, Marktversagen, externe Abhängigkeit, Strukturanpassung, Dollarisierung, Währungskrise.
Die Arbeit analysiert die mexikanische Peso-Krise von 1994/95 unter dem Aspekt, ob sie als Marktversagen, Staatsversagen oder als systemisches Resultat der neoliberalen Reformstrategie zu bewerten ist.
Die zentralen Themen sind die wirtschaftstheoretische Einordnung von Verschuldung, die politische Ökonomie Mexikos zwischen 1970 und 1988 sowie die Folgen der Finanzmarktliberalisierung im Rahmen des neoliberalen Umbaus.
Das Ziel ist es, die Hypothese zu belegen, dass die Peso-Krise kein Zufallsprodukt war, sondern ein nahezu unvermeidliches Ergebnis des in den Jahrzehnten zuvor durchgeführten neoliberalen Reformprozesses.
Die Arbeit nutzt eine historisch-ökonomische Analyse, die theoretische Modelle (neoklassisch und monetärkeynesianisch) auf die empirischen Gegebenheiten der mexikanischen Wirtschaft anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Untersuchung der Krisenjahre 1976 und 1982 sowie die Analyse der Liberalisierung unter den Präsidenten Salinas de Gortari und deren direkten Beitrag zur Peso-Krise 1994/95.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Peso-Krise, Neoliberalismus, Finanzmarktliberalisierung, Verschuldung, Kapitalflucht und Entwicklungsstrategie.
Mexiko war durch die Liberalisierung des Finanzsystems und die hohe Abhängigkeit von Portfoliokapital extrem anfällig für kurzfristige Kapitalabzüge, was durch die Währungsbindung an den US-Dollar verschärft wurde.
Laut der Autorin waren die privaten Akteure die Profiteure der liberalisierten Märkte, während ihr spekulatives Verhalten und ihre Flucht aus dem nationalen Geld die krisenauslösende Dynamik maßgeblich befeuerten.
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