Masterarbeit, 2019
148 Seiten
1. Einleitung
2. Der Fußball im Laufe der Zeit
2.1 Torwart – Der Begriff
2.2 Die Entstehung der Torwartposition
2.3 Die Entwicklung des Torwartspiels
2.3.4 Lew Jaschin
2.3.3 Toni Turek
2.3.1 Sepp Maier
2.3.2 Harald „Toni“ Schumacher
2.3.5 Oliver Kahn
2.3.6 Jens Lehmann
2.3.7 Manuel Neuer
2.3.9 Gianluigi Buffon
2.3.10 Reform im Nachwuchsfußball - Spielen ohne Torwart
2.4 Zusammenfassung
2.5 Der Amateurfußball
3. Die Abgrenzung zu den Feldspielern
3.1 Die Psychische Komponente
3.2 Die physische Komponente
3.3 Die soziale Komponente
3.4 Der Torwarttrainer
4. Die empirische Untersuchung
4.1 Das problemorientierte Interview
4.2 Die Methode
4.2.1 Triangulation
4.2.2 Qualitativ und quantitativ
4.2.3 Deduktiv versus induktiv
4.3 Das Material – Die Interviews
4.3.1 Auswahl und Vorgehen
4.3.2 Die Informanten
4.4 Die Analyse
4.4.1 Die qualitative Methode
4.4.2 Die quantitative Methode
4.5. Die Ergebnisse
4.5.1 Die qualitativen Ergebnisse
4.5.2 Die quantitativen Ergebnisse
5. Diskussion und Interpretation
6. Eigene Theorie
6.1 Beantwortung der Forschungsfrage
6.2 Möglicher Handlungsbedarf
6.3 Exkurs: Achtsamkeitstraining und Emotionsregulation
6.3.1 Praktische Anwendungsmöglichkeiten.
6.3.2 Der Body- Scan
6.3.3 Atemübungen
6.3.4 Informelle Übungen
6.3.5 Zur Emotionsregulation
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die spezifische Rolle des Torhüters im Amateurfußball, analysiert deren psychische, physische und soziale Anforderungen sowie die Auswirkungen auf das Individuum. Das primäre Ziel ist es, basierend auf Literaturanalysen und leitfadengestützten Interviews eine Theorie über die Persönlichkeitsstruktur und die prägenden Eigenschaften von Amateurtorhütern zu entwickeln und etwaigen Handlungsbedarf in der Ausbildung aufzuzeigen.
Die Psychische Komponente
Fußballspieler stehen wie auch in anderen Wettkampfsportarten unter immenser und mit höherer Professionalisierung auch stärker werdender Belastung, sowohl aus psychischer als auch physischer Perspektive. Doch auch können nicht alle Spieler über einen Kamm geschert werden, denn Studien von Teipel (1992) haben herausgefunden, dass Torhüter grundsätzlich einem anderen Belastungsgefüge unterliegen als die Feldspieler. Im Folgenden werden nun einige Aspekte hinsichtlich psychischer Anforderungen beschrieben. Oliver Kahn, der Welttorhüter, findet die folgenden Worte zur mentalen Anforderung und Belastung an einen Torwart, hinsichtlich der eingangs erwähnten Einsamkeit:
„Mein Job als Torhüter kann sehr einsam sein. Das merke ich besonders dann, wenn ich ein Gegentor bekomme. Die Spieler der Mannschaft, zehn and der Zahl, schauen mich verzweifelt, empört oder nervös an. Aber nur kurz, dann wenden sie sich von mir ab, sie müssen sich ja wieder nach vorn orientieren, zum Anstoßpunkt. Das heißt ich sehe nur ihren Rücken, sie laufen sogar von mir weg, während ich den Ball aus dem Netz hole. Die Fans der gegnerischen Mannschaft auf der Tribüne hinter mir sind außer sich vor Freude. Sie schreien und trompeten, grölen und pfeifen. Und ich bin der Arsch. Gänsehaut überzieht meinen Körper. Das ist der Moment der totalen Einsamkeit.“
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation und die Forschungsfragen der Arbeit vor, eingebettet in persönliche Erfahrungen und die Faszination für die Torhüterposition.
2. Der Fußball im Laufe der Zeit: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Torwartspiels nach und analysiert prominente Torhüterpersönlichkeiten sowie aktuelle Reformen im Nachwuchsbereich.
3. Die Abgrenzung zu den Feldspielern: Hier werden die spezifischen psychischen, physischen und sozialen Besonderheiten der Torhüterposition dargelegt und von der Rolle der Feldspieler unterschieden.
4. Die empirische Untersuchung: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der empirischen Datenerhebung, einschließlich der Auswahl der Informanten und der Analyse der geführten Interviews.
5. Diskussion und Interpretation: In diesem Teil werden die empirischen Ergebnisse kritisch reflektiert und mit der zuvor dargestellten Literatur verknüpft.
6. Eigene Theorie: Auf Basis der Ergebnisse wird eine eigene Theorie zur Situation des Amateurtorhüters formuliert und durch einen Exkurs zum Achtsamkeitstraining ergänzt.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Limitationen der Studie und gibt Empfehlungen für künftige Untersuchungen.
Torwart, Amateurfußball, Torwarttraining, Psychische Belastung, Fehlerverarbeitung, Spielentwicklung, Persönlichkeitsstruktur, Motivationsanalyse, Leistungsdruck, Torwartlegenden, empirische Untersuchung, Achtsamkeitstraining, Emotionsregulation, Fußball, Trainer
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Torhüters im Amateurfußball und untersucht, was diese Position besonders macht und welche Anforderungen an die Spieler gestellt werden.
Zentrale Felder sind die psychischen, physischen und sozialen Anforderungen an einen Torhüter, der Umgang mit Fehlern und Erfolgen sowie die trainingsmethodischen Unterschiede zwischen Amateur- und Profifußball.
Ziel ist es, eine Theorie zur Situation des Amateur-Torhüters zu entwickeln und zu hinterfragen, ob in der Ausbildung spezifischerer Handlungsbedarf besteht.
Die Arbeit nutzt einen triangulativen Ansatz, der qualitative, problemorientierte Interviews mit einer ergänzenden quantitativen Analyse kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Position, gefolgt von einer empirischen Untersuchung anhand von vier Experteninterviews mit Amateurtorhütern.
Besonders prägend sind Begriffe wie "Einsamkeit", "Leistungsdruck", "Fehlerverarbeitung" und die Bedeutung von "Torwarttraining" als zentrales Element der persönlichen Entwicklung.
Der Torhüter trägt eine besondere, isolierte Verantwortung, da Fehler meist direkt zum Gegentor führen und von den Mitspielern kaum korrigiert werden können.
Achtsamkeitstraining kann Torhütern helfen, Emotionen nach Fehlern besser zu regulieren, den Leistungsdruck zu mindern und schneller wieder den Fokus für das Spiel zu finden.
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