Masterarbeit, 2020
125 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Forschungsfragen und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen und Stand der Forschung
2.1 Unternehmenskrise
2.1.1 Begriffsbestimmung Unternehmenskrise
2.1.2 Verlauf von Unternehmenskrisen
2.1.3 Ursachen für Unternehmenskrisen
2.1.3.1 Exogene Krisenursachen
2.1.3.2 Endogene Krisenursachen
2.1.3.3 Zusammenwirken von exogenen und endogenen Krisenursachen
2.2 Unternehmenskultur
2.2.1 Entstehung von Unternehmenskultur
2.2.2 Begriffsbestimmung von Unternehmenskultur
2.2.3 Modelle zur Analyse von Unternehmenskultur
2.2.3.1 Das Drei-Ebenen Modell nach Schein
2.2.3.2 Vernetzte Komponenten der Unternehmenskultur nach Sackmann
2.2.3.3 Das kulturelle Netz nach Johnson
2.2.3.4 Gegenüberstellung der Modelle
2.3 Auswirkungen von exogenen Krisen auf die Unternehmenskultur, am Beispiel der Corona-Pandemie
2.3.1 Rahmenbedingungen von Unternehmen in Krisenzeiten
2.3.2 Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Moral und Profit von Unternehmen
2.3.3 Unternehmenskulturen in Krisenzeiten auf theoretischer Grundlage
2.3.4 Veränderung und Wandel von Unternehmenskulturen in der Praxis
3. Empirischer Teil
3.1 Methodische Vorgehensweise
3.1.1 Wahl der Forschungsmethode und Werkzeuge
3.1.2 Bedeutung und Aufbau des Interviewleitfadens
3.1.3 Auswahl und Kontaktierung der Experten
3.1.4 Durchführung der Experteninterviews
3.1.5 Sicherung und Zusammenfassung der Ergebnisse
3.2 Durchführung von Unternehmenskulturanalysen
3.2.1 Unternehmenskulturanalyse der BASF SE
3.2.2 Unternehmenskulturanalyse der Sandler AG
3.2.3 Unternehmenskulturanalyse des Baur-Versandes
3.2.4 Unternehmenskulturanalyse der Digital Charging Solutions GmbH
4. Schlussteil und Diskussion
4.1 Diskussion und Handlungsempfehlungen
4.1.1 Erkenntnisse der Untersuchung
4.1.2 Handlungsempfehlungen für strategische Maßnahmen in exogenen Unternehmenskrisen
4.1.2.1 Präventive Gestaltung eines Konzeptes für das Krisenmanagement
4.1.2.2 Werteorientierte Kommunikationsmaßnahmen an die Belegschaft
4.1.2.3 Feedback und Reflexionstermine
4.1.3 Grenzen der Untersuchung und Empfehlung für weiterführende Forschung
4.2 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern exogene Krisen wie die Corona-Pandemie einen Wandel und eine Veränderung von Unternehmenskulturen in Organisationen unterschiedlicher Branchen und Größen bewirken können. Ziel ist es, durch die Analyse der theoretischen Grundlagen und empirische Experteninterviews Handlungsempfehlungen für eine strategische, positive Entwicklung der Unternehmenskultur in Krisenzeiten abzuleiten.
2.1.1 Begriffsbestimmung Unternehmenskrise
Der Begriff Krise kommt aus dem griechischen, stammt von dem Wort „krisis“, was soviel wie Wendepunkt oder Entscheidung bedeutet ab und beschreibt nach Krystek (zitiert nach Brunke & Klein, 2012, S. 48) „jeglichen Bruch einer bis dahin kontinuierlichen Entwicklung“.
In diesem Kontext wird zwischen der betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Definition einer Krise differenziert. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist unter dem Begriff Krise meist eine Unternehmenskrise zu verstehen, die sich in einer Notsituation ausdrückt, in deren Rahmen das Fortbestehen und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens gefährdet ist. Als Auslöser für diese gilt ein unbeabsichtigter Prozess, welcher zu einer hemmenden Entwicklung der Erfolgspotentiale, des Reinvermögens, der Liquidität oder einer Kombination der genannten Faktoren geführt hat, sodass hierdurch bedingt das Fortbestehen der Unternehmung einer konkreten Bedrohung unterliegt (Crone, 2017, S. 4; Niering & Hillebrand, 2020, S. 1 f.). Jenem Prozess können diverse interne oder externe Faktoren zugrunde liegen (Zollondz, 2019, S. 589 f.), welche in der vorliegenden Arbeit als endogene und exogene Krisenursachen bezeichnet werden. In der Regel herrscht bei Auftreten einer Krisensituation Unklarheit über deren konkrete Folgen: Während einerseits sowohl die Bewältigung der Krise ein Szenario darstellen kann, woraus gegebenenfalls sogar ein nachhaltig positiver Effekt resultiert, ist andererseits auch der Untergang des Unternehmens möglich (Brunke & Klein, 2012, S. 48 f.; Gabler Wirtschaftslexikon, 2020; Niering & Hillebrand, 2020, S.1 f.).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung und Zielsetzung ein und erläutert den Aufbau der Masterarbeit im Kontext der Corona-Pandemie.
2. Theoretische Grundlagen und Stand der Forschung: Hier werden die Begriffe Unternehmenskrise und Unternehmenskultur definiert, theoretische Analysedodelle vorgestellt und der Einfluss von Krisen auf Organisationen diskutiert.
3. Empirischer Teil: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise bei den Experteninterviews und analysiert die Unternehmenskultur bei den Fallbeispielunternehmen BASF SE, Sandler AG, Baur-Versand und Digital Charging Solutions GmbH.
4. Schlussteil und Diskussion: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung diskutiert, strategische Handlungsempfehlungen für das Krisenmanagement gegeben sowie ein Fazit gezogen und ein Ausblick formuliert.
Unternehmenskrise, Unternehmenskultur, Corona-Pandemie, Krisenmanagement, Organisationsentwicklung, exogene Krisenursachen, Drei-Ebenen Modell, Kulturelles Netz, Experteninterviews, Home-Office, Unternehmenskommunikation, Krisenprävention, Führungsverhalten, Organisationsstruktur, Wandel.
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie sich exogene Unternehmenskrisen, exemplarisch an der Corona-Pandemie, auf die Unternehmenskulturen und die damit verbundenen Wertestrukturen von Organisationen auswirken.
Zentral sind die theoretische Fundierung von Krisen und Kultur, die Analyse der Auswirkungen externer Rahmenbedingungen auf Unternehmen sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Führungskräfte in Krisenzeiten.
Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen exogenen Kriseneinflüssen und dem Wandel der Unternehmenskultur zu beleuchten, um daraus Strategien für eine positive Transformation der Organisation zu gewinnen.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung mit einem qualitativen, empirischen Teil, der auf Experteninterviews in vier verschiedenen Unternehmen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Aufarbeitung der Krisen- und Kulturkonzepte sowie einen empirischen Teil, in dem konkrete Unternehmenskulturanalysen mittels des kulturellen Netzes nach Johnson durchgeführt werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmenskultur, Unternehmenskrise, Krisenmanagement, organisationale Resilienz und den digitalen Wandel in Krisenzeiten charakterisiert.
Die Corona-Pandemie wurde gewählt, da sie als globale exogene Krise alle Branchen und Unternehmensgrößen in unvorhersehbarer Weise traf und somit ideale Bedingungen bietet, um Transformationsprozesse und Anpassungsreaktionen von Unternehmenskulturen zu beobachten.
Die Unternehmenskultur dient laut Arbeit als zentrale Stellschraube; eine anpassungsfähige und wertorientierte Kultur kann Unternehmen helfen, die Krise nicht nur zu überstehen, sondern gestärkt aus ihr hervorzugehen.
Die Experteninterviews zeigen, dass eine transparente Kommunikation und eine schnelle Anpassung an digitale Arbeitsformen, wie das Home-Office, wesentliche Faktoren für den Erhalt der Organisationsidentität und die Bewältigung des Wandels sind.
Das Fazit betont, dass die aktive Gestaltung der Unternehmenskultur ein kontinuierlicher Prozess ist und dass Krisen zwar Herausforderungen darstellen, aber durch entsprechendes Führungshandeln und gelebte Werte als Treiber für eine positive Weiterentwicklung der Organisation genutzt werden können.
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