Bachelorarbeit, 2016
50 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Einleitung
1. Wahlkampf und Wahlkampagnen im Wandel
2. Amerikanisierung - Modernisierung - Professionalisierung
2.1 Exkurs: Ursprunggeschichte des abstrakten Terminus Amerikanisierung
2.1 Amerikanisierung von Wahlkämpfen - Diffusion oder Modernisierung?
2.2 Professionalisierung - (K)ein eigener Terminus?
3. Diffusionsmodelle amerikanischer Kampagnenpraktiken - Shopping- und Adoption-Ansatz
3.1 Diffusionskanäle amerikanischer Kampagnenexpertise nach Plasser
3.2 Nationale Transferfilter als Hürden im Diffusionsprozess
3.3 Zwischenfazit
4. Rahmenbedingungen des US-Wahlkampfes
4.1 Kriterien zur Analyse außeramerikanischer Kampagnen
5. Die Bundestagswahl 2013 im Kontext der Amerikanisierung
5.1 Personalisierung und Kandidatenzentrierung
5.2 Kampagnenorganisation
5.3 Mobilisierungsstrategien
5.4 Negative Campaigning
Fazit
Diese Arbeit untersucht, inwieweit sich im deutschen Bundestagswahlkampf 2013 Amerikanisierungstendenzen nachweisen lassen, und prüft die Anwendbarkeit wissenschaftlicher Diffusionsmodelle (Shopping- und Adoption-Ansatz) auf den deutschen Kontext.
2.1 Exkurs: Ursprunggeschichte des abstrakten Terminus Amerikanisierung
Bevor in den kommenden Kapiteln auf die konkreten politischen Implikationen des Amerikanisierungskonzeptes eingegangen wird, soll an dieser Stelle eine kurze geschichtliche Dimension des Begriffes aufgezeigt werden. Geprägt wurde das Wort „Amerikanisierung“ maßgeblich durch das im Jahr 1901 erschienene Buch des britischen Journalisten William T. Stead „The Americanization of the World“. Der Begriff korrespondiert seit jeher stark mit der führenden Rolle der USA in den unterschiedlichsten Bereichen. Nach dem Ersten Weltkrieg sprach man jedoch zumeist noch von „Amerikanismus“, der in den zwanziger und dreißiger Jahren als „der geläufige Ausdruck für Erscheinungsformen von Modernität [galt], die in der Alten Welt als zwar neu und anders empfunden, aber damals noch nicht als Einflüsse mit unvermeidlich strukturverändernder Kraft wahrgenommen wurden“. Alle Begriffe, ob „Amerikanismus“, „Amerikanisation“ oder „Amerikanisierung“ waren stets darauf angelegt, Modernität zu implizieren. „Moderne“ und „Amerika“ wurden so zu Synonymen. Wie sich im Verlauf der Arbeit zeigen wird, kommt diese Verbindung bis heute in der Amerikanisierungskonzeption zur Geltung.
Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Amerikanisierungsbegriffs ein und definiert die Forschungsziele sowie den Fokus auf die Kampagnen von SPD und CDU bei der Bundestagswahl 2013.
1. Wahlkampf und Wahlkampagnen im Wandel: Dieses Kapitel erörtert den Wandel von Wahlkämpfen im Kontext demokratischer Systeme und führt die theoretischen Grundlagen der Wahlkampfforschung ein.
2. Amerikanisierung - Modernisierung - Professionalisierung: Das Kapitel differenziert zwischen den verschiedenen Konzepten, die den Kampagnenwandel beschreiben, und beleuchtet die historische Herkunft des Begriffs Amerikanisierung.
3. Diffusionsmodelle amerikanischer Kampagnenpraktiken - Shopping- und Adoption-Ansatz: Hier werden die wissenschaftlichen Modelle zur Beschreibung von Transferprozessen vorgestellt und auf ihre Tragfähigkeit hin evaluiert.
4. Rahmenbedingungen des US-Wahlkampfes: Das Kapitel arbeitet die strukturellen Unterschiede zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen politischen System heraus, die maßgeblich den jeweiligen Wahlkampfstil prägen.
5. Die Bundestagswahl 2013 im Kontext der Amerikanisierung: Der Hauptteil analysiert spezifische Elemente wie Personalisierung, Organisation, Mobilisierung und Negative Campaigning auf Anzeichen einer Amerikanisierung im Jahr 2013.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass das Shopping-Modell nur begrenzt anwendbar ist und keine grundlegende Amerikanisierung stattgefunden hat.
Amerikanisierung, Bundestagswahl 2013, Wahlkampfforschung, Diffusionsmodell, Shopping-Modell, Adoption-Modell, Modernisierung, Professionalisierung, Personalisierung, Negative Campaigning, politische Kommunikation, Parteien, Wahlkampfstrategien, Mobilisierung, Systemvergleich.
Die Arbeit analysiert kritisch, ob und inwieweit US-amerikanische Wahlkampfpraktiken den deutschen Bundestagswahlkampf 2013 beeinflusst haben oder als solche identifizierbar sind.
Die Untersuchung umfasst die theoretische Einbettung von Kampagnenwandel, die Analyse von Diffusionsmodellen, den Vergleich politischer Systeme und eine detaillierte Prüfung von Wahlkampf-Instrumenten wie Personalisierung und Negative Campaigning.
Das Ziel ist es, die Tragfähigkeit des Amerikanisierungsbegriffs zu prüfen und anhand wissenschaftlicher Modelle zu klären, ob der deutsche Wahlkampf 2013 durch eine Angleichung an US-amerikanische Standards geprägt war.
Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis von Fachliteratur sowie die Anwendung und Evaluierung bestehender Diffusionsmodelle (Shopping- und Adoption-Ansatz) auf den empirischen Kontext der Bundestagswahl 2013.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsabgrenzung, Diffusionsmodelle), die Darstellung der strukturellen Rahmenbedingungen und die praktische Analyse der Wahlkampagnen von SPD und CDU im Jahr 2013.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Amerikanisierung, Bundestagswahl, Diffusionsmodelle, Personalisierung sowie politische Kommunikation.
Der Adoption-Ansatz postuliert eine lineare, fast vollständige Übernahme von US-Praktiken, was aufgrund der historisch gewachsenen, abweichenden politischen Traditionen in Deutschland als unrealistisch eingestuft wird.
Die Arbeit zeigt, dass die CDU eine starke Personalisierung auf Merkel setzte, die jedoch eher aus ihrer hohen Beliebtheit und der thematischen Ausrichtung resultierte als aus einer bewussten Amerikanisierungsstrategie.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass echtes Negative Campaigning nach US-Vorbild in Deutschland kaum existiert; Angriffe finden eher auf inhaltlicher Ebene oder humoristischer Basis statt und werden meist aufgrund von Bumerang-Effekten gemieden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

