Masterarbeit, 2021
67 Seiten
1 ¿RECHAZAR LA EXPLICACIÓN MÁS SIMPLE POR LA MÁS FANTÁSTICA?
2 GATTUNGSFRAGE: SCHWIERIGKEIT EINER EINDEUTIGEN TYPOLOGISIERUNG
2.1 DAS ZWITTERWESEN DER AUTOFIKTION
2.2 EINE PROBLEMATISIERUNG DER HISTORIOGRAPHIE: DIE HISTORIOGRAPHISCHE METAFIKTION
2.3 DIE EXOFIKTION – DIE FIKTIONALISIERUNG REALER FIGUREN
3 VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN, -IDEOLOGIEN ODER -GESCHICHTEN?
3.1 DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA
3.2 TYPOLOGIEN
3.3 URSACHEN UND FUNKTIONEN: VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN ALS SINNSTIFTUNG UND TRAUMAVERARBEITUNG
3.4 NARRATIVE FUNKTIONSWEISEN UND DER MENSCH ALS HOMO NARRANS
4 GEDÄCHTNIS UND VERSCHWÖRUNGEN IN LA FORMA DE LAS RUINAS
4.1 GESAMTKOMPOSITION UND HANDLUNGSSTRUKTUR
4.2 LA FORMA DE LAS RUINAS: IM DREHKREUZ DER GATTUNGEN
4.3 „ROMPER LA CAMISA FUERZA DE LA VERSIÓN OFICIAL”
4.4 EINE FESSELNDE GESCHICHTE: ANZOLA ALS HELD
4.5 ERZÄHLEN, UM ZU VERSTEHEN: GEMEINSAMKEITEN ZWISCHEN EXOFIKTION UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIE?
4.6 DAS AUSHALTEN DER AMBIGUITÄTEN
5 FAZIT UND AUSBLICK
6 BIBLIOGRAFIE
6.1 PRIMÄRLITERATUR
6.2 SEKUNDÄRLITERATUR
6.3 INTERNETQUELLEN
Die Arbeit untersucht den Roman La forma de las ruinas von Juan Gabriel Vásquez im Hinblick auf die Rolle von Verschwörungstheorien innerhalb des kolumbianischen Kontextes. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, wie das Werk durch die Verbindung von Verschwörungstheorien und offizieller Geschichtsschreibung eine kritische Reflexion über die Gewaltvergangenheit und das kollektive Gedächtnis ermöglicht.
1 ¿RECHAZAR LA EXPLICACIÓN MÁS SIMPLE POR LA MÁS FANTÁSTICA?
Bioy: He notado que hoy la gente busca las causas sociales de los hechos políticos; éste es un proceder intelectual y bastante raro; no creo que siempre se empleara; antes la gente explicaría esos hechos por los individuos: los individuos son ricos como mundos, imprevisibles, admiten el azar. La explicación por los individuos me parece más próxima a la verdad.
Borges: Las causas sociales son abstracciones; desde luego los individuos también lo son, pero en menor grado.
Bioy: Es curioso cómo toda la gente puede adoptar una explicación un poco fantástica, emplearla con naturalidad, rechazar la explicación más simple.
1 ¿RECHAZAR LA EXPLICACIÓN MÁS SIMPLE POR LA MÁS FANTÁSTICA?: Das Kapitel führt in die Thematik ein, warum Menschen dazu neigen, komplexere, oft fantastische Erklärungen einfachen Versionen vorzuziehen, und verknüpft dies mit dem kolumbianischen Kontext.
2 GATTUNGSFRAGE: SCHWIERIGKEIT EINER EINDEUTIGEN TYPOLOGISIERUNG: Es wird die gattungstheoretische Einordnung des Romans vorgenommen, wobei insbesondere Autofiktion, historiographische Metafiktion und Exofiktion beleuchtet werden.
3 VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN, -IDEOLOGIEN ODER -GESCHICHTEN?: Dieses Kapitel definiert Verschwörungstheorien und arbeitet deren soziale Funktionen sowie die Rolle als Instrument der Traumaverarbeitung theoretisch auf.
4 GEDÄCHTNIS UND VERSCHWÖRUNGEN IN LA FORMA DE LAS RUINAS: Der umfangreiche Hauptteil analysiert die konkrete Anwendung der theoretischen Konzepte im Roman, untersucht die Figurenkonstellationen und die Bedeutung der Reliquien als Erinnerungsträger.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Hier werden die zentralen Analyseergebnisse zusammengeführt und die Bedeutung des Romans als literarischer Beitrag zu einer lebendigen, aber auch ambivalenten Erinnerungskultur unterstrichen.
6 BIBLIOGRAFIE: Verzeichnis der herangezogenen Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.
Juan Gabriel Vásquez, La forma de las ruinas, Verschwörungstheorien, Kolumbien, Gedächtnis, Trauma, Autofiktion, Exofiktion, Geschichtsschreibung, Erinnerungspolitik, Metafiktion, Identität, Gewaltgeschichte, Narrativität, Ambivalenz.
Die Arbeit analysiert den Roman La forma de las ruinas von Juan Gabriel Vásquez und untersucht, wie das Werk den Umgang mit kollektiven Traumata und der Gewaltgeschichte Kolumbiens durch Verschwörungstheorien thematisiert.
Die zentralen Themen sind das kollektive Gedächtnis, die Konstruktion von Geschichte, die Funktion von Verschwörungserzählungen und die Gattungsfrage in der zeitgenössischen Literatur.
Ziel ist es zu zeigen, wie der Roman zwei statische Wirklichkeitskonzepte – die offizielle Geschichtsschreibung und die Verschwörungstheorie – aufeinandertreffen lässt, um zu demonstrieren, dass die Vergangenheit ambivalent und nicht eindeutig bestimmbar ist.
Die Arbeit nutzt einen gattungstheoretischen Ansatz sowie kulturwissenschaftliche Theorien zum kollektiven Gedächtnis und zur Narratologie, um den literarischen Text zu dekonstruieren.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Romanstruktur, der Figuren wie Carlos Carballo und Anzola sowie der Frage, inwieweit der Roman als Exofiktion und Beitrag zur Erinnerungspolitik fungiert.
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Verschwörungstheorien, kollektives Gedächtnis, Autofiktion, Kolumbien und das Konzept des homo narrans.
Carballo dient im Roman als Personifikation des Verschwörungstheoretikers, dessen Handeln die Notwendigkeit von kohärenten Erklärungen bei traumatisierenden Ereignissen widerspiegelt.
Der Begriff bezieht sich auf materielle Reliquien im Roman, die als Überreste der Vergangenheit fungieren und als Ausgangspunkt für die Rekonstruktion von Geschichte dienen.
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