Bachelorarbeit, 2021
84 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Die deutsche Automobilindustrie – eine Bestandsaufnahme
2.1.1 Die Bedeutung der Automobilindustrie für die Wirtschaft
2.1.2 Historische Entwicklung
2.1.3 Makroumwelt
2.1.4 Branchenstruktur
2.1.5 Besondere Abnehmer-Zulieferer Beziehungen
2.2 Wandel aufgrund fundamentaler Neuerungen
2.2.1 Alternative Antriebe
2.2.2 Autonomes Fahren
2.2.3 Vernetzte Fahrzeuge
2.2.4 Alternative Mobilitätskonzepte
2.3 Zum Begriff der Wertschöpfung
2.3.1 Allgemeine Begriffsbestimmung
2.3.2 Werttreiber nach Porter
3. Die Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie
3.1 Automobilindustrie und Märkte
3.2 Darstellung der Wertschöpfungskette
3.3 Deutschlands Abhängigkeit von globalen Wertschöpfungsketten
3.3.1 Klassische deutsche Wertschöpfungsketten
3.3.2 Auswirkungen der E-Mobilität auf automobile Wertschöpfung
4. Corona-Krise in der Automobilindustrie
4.1 Zum Begriff der Krise
4.2 Krisenstadien
4.3 Lieferketten und Absatzprobleme
4.4 Die Automobilindustrie in der Corona-Krise: ein Ländervergleich
4.4.1 USA
4.4.2 China
5. Strategische Herausforderungen und Handlungsfelder für die deutsche Automobilindustrie
5.1 Technologische Veränderungstreiber
5.2 Der Kunde als Treiber für Veränderungen
5.3 Politisch-rechtliche Veränderungstreiber
5.4 Ökonomische Veränderungstreiber
5.5 Brancheninterne Veränderungstreiber
6. Fazit
Die Arbeit analysiert die Fragilität globaler Wertschöpfungsketten in der deutschen Automobilindustrie unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und untersucht, welche strukturellen Anpassungen und strategischen Herausforderungen sich für die Branche im Kontext des technologischen Wandels (Elektromobilität, autonomes Fahren) ergeben.
2.1.1 Die Bedeutung der Automobilindustrie für die Wirtschaft
2017 wurden laut OICA etwa 73,5 Mio. Autos weltweit produziert. Knapp 30 Prozent von 19,6 Mio. Fahrzeugen, die in Europa gebaut worden sind, liefen in Deutschland vom Band. Seit vielen Jahrzehnten gehört Deutschland zu den weltweit führenden Auto-Nationen. Die Automobilwirtschaft ist der beschäftigungsstärkste Industriezweig Deutschlands. Rund 2,2 Mio. Menschen – und somit sieben Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Deutschland – gehen auf das Konto der Branche. Dazu zählen neben den Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie ebenso die Arbeitsplätze im sekundären Markt (rund 643.000 Beschäftigten) und im Handel (rund 654.000 Beschäftigten) bei Zulieferern anderer Branchen und im Bereich Dienstleistungen. Mit seinen rund 820.000 direkt Beschäftigten und mit einem Umsatz von rund 436 Milliarden Euro (Stand 2019) ist die deutsche Automobilbranche damit die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes und folglich Schwergewicht der deutschen Wirtschaft. Laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie tragen die Fahrzeug- und Motorenhersteller mehr als drei Viertel (343,4 Milliarden Euro) zum Gesamtumsatz der Automobilindustrie bei. Knapp ein Fünftel (79,7 Milliarden Euro) vom Branchenumsatz erwirtschafteten die Automobilzuliefere, knapp drei Prozent (282,5 Milliarden Euro) des Branchenumsatzes die Hersteller von Aufbauten und Anhängern. Fast zwei Drittel des Umsatzes erzielt die Automobilindustrie im Ausland, dazu gehören vor allem auch Staaten außerhalb der Europäischen Union. Der Zugang zu den internationalen Märkten ist für die deutsche Automobilindustrie daher von hoher Relevanz. Deutschland ist bei der Ausfuhr von Autos nämlich Weltmeister. Rund 75 Prozent der in Deutschland produzierten Pkws wurden in den letzten Jahren exportiert.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die schwerwiegende Krise der deutschen Automobilindustrie durch die Corona-Pandemie und stellt die Forschungsfrage nach den zukünftigen Entwicklungen der Branche.
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel legt die Basis durch eine Bestandsaufnahme der deutschen Automobilindustrie, analysiert den technologischen Wandel und erläutert den Wertschöpfungsbegriff sowie Werttreiber nach Porter.
3. Die Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie: Der Abschnitt analysiert die Funktionsweise von Automobil-Wertschöpfungsketten, die Abhängigkeit Deutschlands von globalen Lieferströmen und die spezifischen Auswirkungen des E-Mobilitäts-Booms.
4. Corona-Krise in der Automobilindustrie: Hier werden der Krisenbegriff, die Stadien der Krise sowie die konkreten Auswirkungen auf Lieferketten und Absatzmärkte, insbesondere im Ländervergleich zwischen USA und China, detailliert dargelegt.
5. Strategische Herausforderungen und Handlungsfelder für die deutsche Automobilindustrie: Das Kapitel untersucht technologische, ökonomische und politisch-rechtliche Veränderungstreiber, die die Branche zu strategischen Anpassungen und neuartigen Kooperationen zwingen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit von resilienten Lieferketten und reflektiert die zukünftige Bedeutung der Automobilindustrie als Kernsektor der deutschen Wirtschaft.
Automobilindustrie, Corona-Krise, Wertschöpfungskette, Lieferketten, E-Mobilität, Elektromobilität, Automobilzulieferer, Strategisches Management, Globalisierung, Produktionsausfall, Digitalisierung, Autonomes Fahren, Krisenmanagement, Automobilmarkt, Automobilproduktion
Die Bachelorarbeit untersucht die Fragilität der Wertschöpfungsketten in der deutschen Automobilindustrie, verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Die Arbeit behandelt die Automobilproduktion, den Einfluss von globalen Lieferketten, den Transformationsprozess hin zur Elektromobilität sowie Krisenmanagementstrategien.
Das Ziel ist es zu ermitteln, wie die deutsche Automobilindustrie die Corona-Krise bewältigt und welche langfristigen strukturellen Veränderungen aufgrund der Pandemie und des technologischen Wandels zu erwarten sind.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung wissenschaftlicher Literatur, Presseartikeln sowie der Analyse von Experteninterviews mit Vertretern namhafter Automobilhersteller und Zulieferer.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Wertschöpfung die spezifische Wertschöpfungskette der Automobilbranche, die Auswirkungen der Pandemie und strategische Handlungsfelder wie Digitalisierung und Elektrifizierung analysiert.
Schlüsselwörter sind u.a. Automobilindustrie, Wertschöpfungskette, Corona-Krise, Lieferketten, E-Mobilität und strategisches Krisenmanagement.
Die Arbeit verdeutlicht, dass China für deutsche Konzerne der wichtigste Absatzmarkt ist, was einerseits große Chancen bietet, andererseits aufgrund der starken Lieferketten-Verflechtung bei Krisen ein erhebliches Klumpenrisiko darstellt.
Die Arbeit kritisiert, dass deutsche Hersteller oft versuchen, Tesla lediglich als Konkurrenten zu kopieren, anstatt radikale Alternativen zu entwickeln, und dabei durch bürokratische Strukturen langsamer auf Marktanforderungen reagieren.
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