Bachelorarbeit, 2019
78 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen des Turnaround-Managements
2.1 Herkunft und Definition des Begriffs Unternehmenskrise
2.2 Ursachen für Unternehmenskrisen
2.3 Phasen von Unternehmenskrisen
2.4 Insolvenzrechtliche Gründe für eine Insolvenzanmeldung
3 Externe Krisen- und Insolvenzprognose
3.1 Jahresabschlussanalyse
3.1.1 Finanzwirtschaftliche Jahresabschlussanalyse
3.1.1.1 Investitionsanalyse bzw. Vermögenslage
3.1.1.2 Finanzierungsanalyse bzw. Finanzlage
3.1.2 Erfolgswirtschaftliche Jahresabschlussanalyse bzw. Ertragslage
3.2 Insolvenzprognoseverfahren
3.2.1 Mulitvariate Diskriminanzanalyse (MDA)
3.2.2 Z-Score-Verfahren
4 Krisen- und Insolvenzprognose am Beispiel der Air Berlin PLC
4.1 Luftfahrtbranche im Überblick
4.2 Krisendiagnose anhand der Jahresabschlussanalyse
4.2.1 Finanzwirtschaftliche Jahresabschlussanalyse
4.2.1.1 Analyse der Vermögenslage
4.2.2 Analyse der Finanzlage
4.2.3 Erfolgswirtschaftliche Jahresabschlussanalyse – Ertragslage
4.3 Insolvenzprognose unter Anwendung des Z‘‘-Score-Verfahrens
4.4 Gesamtkritische Würdigung
5 Fazit
5.1 Zielerreichung
5.2 Perspektiven
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Air Berlin PLC, inwiefern eine Krise durch traditionelle Jahresabschlussanalyse frühzeitig erkennbar war und ob das Z-Score-Verfahren nach Altman als Instrument der multivariaten Diskriminanzanalyse zur rechtzeitigen Insolvenzprognose geeignet ist, um daraus resultierende Schäden zu minimieren.
2.1 Herkunft und Definition des Begriffs Unternehmenskrise
Der Begriff Krisis ist in der medizinischen Wissenschaft geläufig und bezeichnet den Wendepunkt des Krankheitszustands eines Patienten, der infolge dessen Genesung oder den Tod erfährt. Vergleichbar verhält es sich mit einem Unternehmen, dass sich in einer Krisensituation befindet. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise bzw. großen Depression wurden im Verlauf der 1930er Jahre Krisen von verschiedenen Personen wissenschaftlich untersucht. Im Zeitraum 1976 bis 1985 wurden sowohl Rahmenbedingungen und Ursachen für Unternehmenskrisen als auch Maßnahmen, um diese zu beseitigen oder gänzlich zu verhindern aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive beleuchtet.
Gegenwärtig wird der Begriff Krise zunehmend im Zusammenhang mit betriebswirtschaftlichen Sachverhalten verwendet. Die wesentlichen Eigenschaften von Unternehmenskrisen sind im Folgenden dargestellt und beschrieben:
Überlebensnotwendige Ziele des Unternehmens sind nicht mehr sichergestellt. Das bedeutet, dass der Unternehmensfortbestand gefährdet ist und keine Gewinnoptimierung mehr stattfindet. Der Zielkonflikt, der zwischen den wesentlichen Unternehmenszielen vorliegt, ist nicht mehr ausgeglichen, weil erhöhte Risiken eingegangen werden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, um höhere Gewinne zu realisieren.
Diejenigen, denen die Entscheidungskompetenz abhängig von der Rechtsform des Unternehmens innewohnt, berücksichtigen nicht mehr ausreichend die Interessen der Stakeholder bei der Verfolgung der wesentlichen Unternehmensziele.
Ungeplante und nicht beabsichtigte Vorgänge sind eingeschränkt beeinflussbar und können zum Existenzverlust führen.
Mögliche Gegenmaßnahmen unterliegen im Zeitverlauf einem steigenden limitierenden Zeiteinfluss. Daraus resultiert, dass die Qualität der fachlichen Kompetenz der Unternehmensführung gefordert ist, weil sie gezwungen ist unverzüglich kompetente Entscheidungen zu treffen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Unternehmenskrisen im wirtschaftlichen Kontext und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den methodischen Gang.
2 Theoretische Grundlagen des Turnaround-Managements: Dieses Kapitel erläutert den Krisenbegriff, mögliche Ursachen sowie Phasenmodelle von Unternehmenskrisen und stellt die insolvenzrechtlichen Hintergründe dar.
3 Externe Krisen- und Insolvenzprognose: Der theoretische Rahmen der Bilanzanalyse sowie verschiedene Insolvenzprognoseverfahren werden hier fundiert erarbeitet und in den Kontext der Kreditwirtschaft gestellt.
4 Krisen- und Insolvenzprognose am Beispiel der Air Berlin PLC: Die theoretischen Ansätze werden auf die Air Berlin PLC angewendet, wobei eine detaillierte Analyse der Jahresabschlussdaten und die Anwendung des Z-Score-Verfahrens im Branchenvergleich erfolgen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Eignung der verwendeten Analyseinstrumente für das Fallbeispiel und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsperspektiven.
Unternehmenskrise, Turnaround-Management, Jahresabschlussanalyse, Insolvenzprognose, Air Berlin PLC, Luftfahrtbranche, Multivariate Diskriminanzanalyse, Altman Z-Score, Eigenkapitalquote, Liquidität, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Bilanzanalyse, Kennzahlenanalyse, Sanierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identifikation und Analyse von Unternehmenskrisen unter besonderer Berücksichtigung der Air Berlin PLC im Rahmen einer Bachelorarbeit.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Turnaround-Managements, die traditionelle Jahresabschlussanalyse sowie die Anwendung von Insolvenzprognoseverfahren wie der multivariaten Diskriminanzanalyse.
Ziel ist es zu überprüfen, ob die Krise der Air Berlin PLC mittels traditioneller Jahresabschlussanalyse und des Z-Score-Verfahrens frühzeitig erkennbar gewesen wäre, um Insolvenzschäden zu minimieren.
Es wird eine deduktive Herangehensweise genutzt, bei der theoretische Erkenntnisse der Bilanzanalyse und Insolvenzprognose auf einen konkreten Fall (Air Berlin PLC) im Branchenvergleich angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen, die theoretische Fundierung der Kennzahlenanalyse sowie die empirische Analyse der Air Berlin PLC anhand diverser finanzieller Kennzahlen und Z-Score-Modelle.
Wichtige Begriffe sind Unternehmenskrise, Turnaround-Management, Jahresabschlussanalyse, Insolvenzprognose und Z-Score-Verfahren.
Die Arbeit zeigt anhand der Jahresabschlussanalyse, dass sich die Krise durch kontinuierliche Verluste, eine negative Eigenkapitalquote und eine hybride Strategie über Jahre hinweg schleppend abzeichnete.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Z-Score-Verfahren in diesem speziellen Fallbeispiel der Luftfahrtbranche die Klassifikation in solvente und insolvente Unternehmen nicht zuverlässig leisten konnte, auch wenn der allgemeine Krisenfortschritt erkennbar war.
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