Masterarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 1,3
1. Verfahren zur Überprüfung und Optimierung
1.1. Anlass
1.2. Vorgehensweise
1.3. Ziel
2. Doppelt gekrümmte Glasscheiben
2.1. Anwendungsgebiet
2.2. Glasverformung
2.2.1. Kaltgebogene Gläser
2.2.2. Warmgebogene Gläser
2.3. Baurechtliche Regelwerke und Vorschriften
2.4. Glasprodukte
2.4.1. Scheibenaufbau
2.4.2. Mechanische Eigenschaften
2.4.3. Scheibenabmessungen
2.4.4. Zulässige Durchbiegungen für einfach gebogene Scheiben
2.4.5. Zulässige Durchbiegungen für doppelt gebogene Scheiben
2.4.6. Flächengeometrie
2.5. Glasbearbeitung
2.5.1. Glaskanten
2.5.2. Glasoberfläche
2.5.3. Glaseinstand und Falzhöhe
2.6. Verformung Unterkonstruktion und Haupttragwerk
3. Überprüfungsalgorithmus
3.1. Allgemeines Vorgehen
3.2. Eingabe der Eingangsparameter
3.2.1. Eingabefenster
3.2.2. Auswahl der Gläser
3.3. Unterscheidung einfach oder doppelt gekrümmt
3.3.1. Gauß
3.3.2. Visuelle Wahrnehmung der Krümmung
3.4. Überprüfung Zulässigkeit
3.4.1. Einfach gekrümmt
3.4.2. Doppelt gekrümmt
3.5. Ergebnisse
4. Flächeneinteilung
4.1. Fügemodel nach Fildhuth
4.2. Anwendung
5. Ausgabeprotokoll
6. Lokaler Optimierungalgorithmus
6.1. Allgemeines Vorgehen
6.2. Methode der kleinsten Quadrate nach Gauß
6.3. Downhill Simplex Method in Multidimensions
6.4. Regelflächendefinition und Designvariablen
6.4.1. Ebene
6.4.2. Zylinder
6.4.3. Torus
6.4.4. Kugelfläche
6.5. Surfacefitting
6.6. Ergebnisse
7. Fertigung
8. Diskussion
8.1. Angaben nach der Norm und der Hersteller
8.2. Unterscheidung einfach und doppelt gekrümmt
8.3. Abdeckung aller bekannten Parameter
8.4. Designfrage
8.5. Statik
8.6. Toleranzbetrachtung
9. Schlussfolgerung und Ausblick
Die Arbeit zielt darauf ab, die komplexen Herausforderungen bei der Planung von doppelt gekrümmten Glasfassaden durch ein spezialisiertes Tool zu adressieren, um die Machbarkeit dieser komplexen Geometrien bereits in frühen Entwurfsphasen zu validieren und zu optimieren.
1.1. Anlass
Nachdem die Architektur des 20. Jahrhunderts sehr stark durch die Industrialisierung geprägt wurde und sehr rationale, additive Bauweisen hervorbrachte, ist aktuell einerseits die Tendenz hin zu freien, teils doppelt gekrümmten Gebäudeformen zu beobachten und andererseits das Bestreben, bei der Fassadengestaltung aus der Ebene auszubrechen und dieser dadurch eine Dreidimensionalität zu verleihen. Die Gründe hierfür sind meist gestalterischer Natur, können aber ebenso von energetischen oder nutzungsbedingten Überlegungen abgeleitet sein.
Die Entwicklung des Baustoffs Glas hat daher in den letzten Dekaden gezeigt, dass bei der Anwendung kaum noch Grenzen gesetzt werden. Dem Planer und Bauherrn steht ein großes Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Somit entstehen multifunktionale, geometrisch komplexe Fassaden, deren Umsetzung nicht nur plane, sondern auch gebogene Verglasungen erfordert.
Die Realisierung der ersten Glasfassaden erfolgte nahezu ausschließlich mit planen Verglasungen. Auch die Forschung hat sich in den letzten Jahrzehnten überwiegend auf diese Verglasungsarten fokussiert. Die Anwendung von gebogenem Glas war eher selten. Durch die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse wurden die Anwendungsbereiche von planem und gebogenem Glas größer.
Die Planung mit gebogenen Gläsern ist ein komplexer Prozess, bei dem es an vielen Stellen zu Problemen kommen kann. Plane Glasscheiben werden in Normen aufgeführt und näher erläutert, was bei gebogenen Scheiben nicht zutrifft. Viele Planer wissen in der Phase der Formfindung also nicht, ob ihr Vorhaben mit den entworfenen Glasprodukten realisierbar ist. Um Gewissheit zu bekommen, werden meistens Versuche oder Tests für jedes Gewerk durchgeführt, was zu enormen Zeitaufwand führt.
Verfahren zur Überprüfung und Optimierung: Einleitung in die Problematik komplexer Fassadengeometrien und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.
Doppelt gekrümmte Glasscheiben: Theoretische Grundlagen zu Glasarten, Herstellungsverfahren sowie baurechtlichen Rahmenbedingungen für gebogene Gläser.
Überprüfungsalgorithmus: Erläuterung der entwickelten Softwarelösung zur Analyse der Machbarkeit und Zulässigkeit bei gekrümmten Verglasungen.
Flächeneinteilung: Untersuchung von Fügemodellen zur Optimierung der Glasgeometrien nach Fildhuth.
Ausgabeprotokoll: Dokumentation der Systematik zur Erstellung von Protokollen für die weitere Fertigungsplanung.
Lokaler Optimierungalgorithmus: Detaillierte Darstellung der mathematischen Methoden zur lokalen Geometrie-Optimierung mittels Regelflächen.
Fertigung: Beschreibung des Datentransfers für die automatisierte Erstellung von Fertigungsunterlagen.
Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, Normen und Annahmen der Untersuchung.
Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenfassendes Fazit und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen im Bereich der Fassadenplanung.
Doppelt gekrümmte Fassaden, Glasbiegen, Zulässigkeitsprüfung, Algorithmus, Optimierung, Regelflächen, Fertigung, Glasstatik, Architekturgeometrie, Fassadenplanung, DIN 18008, Geometrische Analyse.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Software-Tools zur Überprüfung und Optimierung von dreidimensional gekrümmten Glasscheiben für moderne, komplexe Fassadengestaltungen.
Zentrale Themen sind die physikalischen Grenzen des Glasbiegens, die Einhaltung baurechtlicher Normen, die geometrische Auswertung von Freiformflächen und die Optimierung dieser Oberflächen für eine realisierbare Fertigung.
Ziel ist es, Planern und Architekten ein Werkzeug zur Hand zu geben, mit dem die Machbarkeit komplexer Glasgeometrien bereits in der frühen Entwurfsphase geprüft und bei Bedarf automatisiert optimiert werden kann.
Es werden Ansätze der geometrischen Flächenanalyse, mathematische Optimierungsverfahren wie die "Methode der kleinsten Quadrate" und die "Downhill Simplex Method" sowie baurechtliche Nachweise für Glasstrukturen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theorie zur Glasverformung, die Erläuterung des Überprüfungs- und Optimierungsalgorithmus sowie die Anwendung auf Beispiel-Fassaden zur Quantifizierung der Ergebnisse.
Schlüsselbegriffe sind Glasfassaden, doppelt gekrümmtes Glas, Algorithmus, Optimierung, Regelflächen und Fertigungsprotokolle.
Die Unterscheidung erfolgt über die Gaußsche Krümmung; bei Flächen, deren Krümmung einen bestimmten Grenzwert überschreitet, wird von einer doppelten Krümmung ausgegangen, während darunter eine zylindrische oder einfache Krümmung vorliegt.
Die Regelfläche dient dazu, eine komplexe, technisch nicht oder nur schwer produzierbare Glasform mathematisch so anzunähern, dass sie die Anforderungen an die Zulässigkeit erfüllt, ohne den architektonischen Entwurf grundlegend zu verzerren.
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