Bachelorarbeit, 2016
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Rechercheprozess und Methodisches Vorgehen
2. Hochsensitivität nach E. Aron
2.1 Begriffsklärung Hochsensitivität und Hochsensibilität
3. Forschung
3.1 Geschichtliche Vorläufer
3.2 Allgemeiner Überblick
3.3 Aktuelle Forschungsergebnisse
3.4 Erworben oder Vererbung
3.5 Krankheit oder Störung
3.6 Diagnosestellung
4. Merkmale von Hochsensitivität
4.1 Wahrnehmung
4.2 Reizüberflutung und Erregungsniveau
4.3 Gefühle
4.4 Intuition und Empathie
4.5 Introversion und Extroversion
4.6 Denken
4.7 High Sensation Seeking
4.8 Resilienz und Stress
4.9 Moral und Ethik
5. Hochsensitive Kinder und Jugendliche
5.1 Hochsensitive Kinder
5.2 Hochsensitive Jugendliche
6. Hochsensitivität und andere Phänomene
6.1 Hochsensitivität und AD(H)S
6.2 Hochsensitivität und Autismus-Spektrum
6.3 Hochsensitivität und Hochbegabung
Zusammenfassung:
7. Neurowissenschaftliche Gesichtspunkte
7.1 Das Nervensystem
7.2 Nervenzelle und Funktion
7.3 Die hormonelle Stressachse
7.4 Wahrnehmungsprozess
7.5 Bezug zur Hochsensitivität
8. Psychosoziale Auswirkungen von Hochsensitivität
8.1 Psychosoziale Folgen
8.2 HSM und Beruf
9. Zusammenfassung
10. Kritische Würdigung
11. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen der Hochsensitivität, um zu verstehen, wie hochsensitive Menschen ihre Umwelt wahrnehmen, wie ihr Nervensystem funktioniert und welche psychosozialen Auswirkungen dieser Wesenszug auf ihr soziales Leben, ihren Beruf und ihre Gesundheit hat.
4.1 Wahrnehmung
Aron hat mit dem Titel des ersten Buches exakt beschrieben, wie hochsensitive Menschen ihre Umwelt wahrnehmen. Die Umwelt wirkt auf sie so stark, dass es ihre gesamte Entwicklung und die Persönlichkeit beeinflussen kann. Hochsensitive Menschen sind empfänglich für Reize der Umwelt und werden regelrecht von ihnen überwältigt. Sie nehmen mehr Reize aus ihrer Umwelt mit ihren Sinnesorganen wahr als andere Menschen und brauchen wesentlich länger, um diese Reize zu verarbeiten. Es besteht die Gefahr, dass sie sich nicht mehr auf die wesentlichen Dinge des Alltags konzentrieren können. Hensel (2013) spricht von feinen Antennen, über die Hochsensitive verfügen. Sie nehmen intensiver, feiner, detaillierter, differenzierter und in einem größeren Spektrum wahr (S. 46). Schorr (2014) nennt sie die sensorischen Hochsensitiven, die besonders empfänglich für Reize sind, die sie über die Sinne wahrnehmen und zu einer schnellen Überreizung führen (S.22). Auch Aron (2014) beschreibt, dass hochsensitive Menschen körperlich empfindlich sind, sie haben schneller eine Schrecksituation, ein reaktives Immunsystem und einer größeren Empfindlichkeit gegenüber Schmerzen, Stimulanzien und Medikamenten (S.27). Hochsensitive Menschen bewegen sich täglich, so Schorr (2014), auf einem schmalen Grat des Wohlbefindens. Die Komfortzone bewegt sich zwischen Überstimulation und Langeweile und ist schmaler als bei den anderen Menschen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die pädagogische Motivation der Autorin und führt in die Kritik an vorschnellen AD(H)S-Diagnosen bei Kindern ein.
2. Hochsensitivität nach E. Aron: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Hochsensitivität basierend auf den Arbeiten von Elaine Aron und klärt die begrifflichen Unterschiede im deutschen Sprachraum.
3. Forschung: Es wird ein umfassender Überblick über geschichtliche Vorläufer, aktuelle Forschungsergebnisse sowie Fragen zur Vererbung und Diagnostik gegeben.
4. Merkmale von Hochsensitivität: Dieses Kernkapitel beschreibt detailliert die verschiedenen Ausprägungen wie Wahrnehmung, Erregungsniveau, Gefühlsleben und Intuition.
5. Hochsensitive Kinder und Jugendliche: Fokus auf die spezifischen Herausforderungen von hochsensitiven Heranwachsenden in Schule und Pubertät.
6. Hochsensitivität und andere Phänomene: Analyse von Parallelen und Unterschieden zu AD(H)S, Autismus und Hochbegabung zur Vermeidung von Fehldiagnosen.
7. Neurowissenschaftliche Gesichtspunkte: Detaillierte Untersuchung der biologischen Prozesse im Nervensystem und Gehirn sowie deren Einfluss auf die Reizverarbeitung.
8. Psychosoziale Auswirkungen von Hochsensitivität: Beleuchtung der konkreten Folgen für das soziale Leben, die psychische Gesundheit und die Berufswelt.
9. Zusammenfassung: Komprimierte Wiederholung der zentralen Erkenntnisse der Arbeit.
10. Kritische Würdigung: Eine reflektierte Auseinandersetzung mit der aktuellen Studienlage und den Herausforderungen der Begriffsdefinition.
11. Fazit und Ausblick: Persönliches Resümee der Autorin und Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen.
Hochsensitivität, Hochsensibilität, Wahrnehmung, Reizverarbeitung, Nervensystem, AD(H)S, Autismus-Spektrum-Störung, Hochbegabung, Temperament, Neurowissenschaft, Stressbewältigung, Emotionalität, Empathie, Persönlichkeit, Psychosomatik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Hochsensitivität, seinen Merkmalen sowie den psychosozialen Auswirkungen, unter besonderer Berücksichtigung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse.
Zentral sind die Art der Wahrnehmung bei hochsensitiven Menschen, ihr Gefühlsleben, die neurologischen Abläufe im Körper sowie die Abgrenzung zu anderen Diagnosen.
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, was Hochsensitivität bedeutet und wie sich die daraus resultierende Reizüberflutung auf das Leben der Betroffenen auswirkt.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Bachelorarbeit, die aktuelle wissenschaftliche Studien, Fachliteratur und Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Merkmale von Hochsensitivität, deren Abgrenzung zu verwandten Störungen wie AD(H)S oder Autismus und eine fundierte neurologische Analyse.
Hochsensitivität, Reizverarbeitung, Nervensystem, Neurowissenschaften und psychosoziale Auswirkungen sind die prägenden Begriffe.
Die Autorin verdeutlicht, dass "sensibel" umgangssprachlich oft mit Empathie gleichgesetzt wird, während "sensitiv" im wissenschaftlichen Sinne ein breiteres Konstrukt beschreibt, das sensorische Verarbeitungsprozesse und eine außergewöhnliche Wahrnehmungsfähigkeit umfasst.
Sie werden als Basis für Intuition und Empathie beschrieben; die Autorin vermutet, dass Hochsensitive eine höhere Anzahl an Spiegelneuronen besitzen oder diese schneller aktiviert werden.
Sie möchte verhindern, dass hochsensitive Kinder vorschnell pathologisiert oder falsch diagnostiziert werden, da ihre "Andersartigkeit" auf einer besonderen Reizverarbeitung basiert und nicht zwingend eine krankhafte Störung darstellt.
Es führt oft dazu, dass sie in ihrem Umfeld ständig versuchen, Unstimmigkeiten auszugleichen, was wiederum zu Konflikten oder Überforderung führen kann, da sie "Mauern anzurennen" versuchen.
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