Masterarbeit, 2021
73 Seiten, Note: 1,3
0. Vorgehen und Zielsetzung
I. Teil: Die äußere und innere Seite der Welt
1. Die Welt als Vorstellung
1.1 Subjekt und Objekt
1.2 Der Satz vom zureichenden Grunde
1.3 Intuitive und abstrakte Vorstellung
1.3.1. Verstand
1.3.2. Vernunft
1.4 Die Problematik der Wissenschaft
2. Die Welt als Wille
2.1 Der Ursprung der Erkenntnis des Willens
2.2 Wesen und Ursprung des Willens und des Leidens
2.3 Die Objektivationen des Willens
II. Teil: Ästhetik / Metaphysik des Schönen
1. Die platonischen Ideen
2. Kontemplation
3. Über die Schönheit
3.1 Der subjektive und der objektive Anteil ästhetischen Wohlgefallens
3.2 Schönheitskriterien
3.3 Erhabenheit
3.4 Exkurs: Die Problematik des Erhabenen
4. Über die Kunst
4.1 Das Genie
4.2. Die Hierarchie der Kunstformen
4.2.1 Baukunst
4.2.2 Bildende Kunst
4.2.3 Poesie und Prosa
4.2.4 Sonderstatus der Musik und ungeklärte Ungereimtheiten
4.3 Rangfolge des Kunstinhaltes
4.4 Rangfolge der Kunsterscheinung
5. Kritische Einordnung und Zusammenfassung
III. Teil: Philosophie
Diese Arbeit untersucht die enge Verwandtschaft von Kunst und Philosophie in Arthur Schopenhauers System, wobei sie analysiert, wie beide Bereiche als Erkenntniswege über das Wesen der Welt fungieren und wo ihre jeweiligen Grenzen liegen.
2. Die Welt als Wille
Die Antinomie in unserem Erkenntnisvermögen, dass das Objekt per Definition ein Subjekt voraussetzt, das erste Subjekt allerdings schon eine lange Kette von Ursachen und Wirkungen impliziert und also ebenso wenig aus sich selbst heraus existieren kann, drängt – wie in I, 1.1 bereits dargestellt – die Vermutung auf, dass es etwas gibt, was unabhängig von den beiden ist. Da das Zerfallen in Subjekt und Objekt die „erste, allgemeinste und wesentlichste Form“ der Vorstellung ist, muss dieses außerhalb der Vorstellung liegen. Einmal mehr, weil in der Welt als Vorstellung die Form des Objekts, das ist der Satz vom Grunde, diese Antinomie überhaupt erst aufkommen lässt, denn die Antinomie besteht in der gegenseitigen Bedingtheit, also der Kausalität und der zeitlichen Reihenfolge – ohne den Satz vom Grunde gäbe es gar keinen Widerspruch.
Der Welt als Vorstellung liegt also ein Paradoxon zugrunde, welches in ihr selbst nicht auflösbar ist. Es muss also etwas geben, das nicht dem Satz vom Grunde unterworfen ist, nicht in Subjekt und Objekt zerfällt und dementsprechend außerhalb und grundverschieden von der Welt als Vorstellung ist, weswegen auch die herkömmliche Erkenntnisweise – man erinnere sich der Problematik der Wissenschaft – keinen Zugang darauf ermöglichen kann. Und das ist das innerste Wesen der Welt, dessen Erscheinung die Welt als Vorstellung ist, es ist das Ding an sich.
0. Vorgehen und Zielsetzung: Einleitung in die Themenstellung und den dreiteiligen Aufbau der Untersuchung.
I. Teil: Die äußere und innere Seite der Welt: Erläuterung der metaphysischen Grundlagen nach Schopenhauer, fokussiert auf die Welt als Vorstellung und als Wille.
II. Teil: Ästhetik / Metaphysik des Schönen: Analyse der ästhetischen Erkenntnis, der Kontemplation, des Schönen, Erhabenen und der verschiedenen Kunstformen.
III. Teil: Philosophie: Synthese der Erkenntnisse und Einordnung der Philosophie als Spitze der Erkenntnisbestrebungen gegenüber Kunst und Wissenschaft.
Schopenhauer, Wille, Vorstellung, Ästhetik, Kunst, Philosophie, Kontemplation, Platonische Ideen, Genie, Erkenntnis, Metaphysik, Erhabenheit, Objektivation, Satz vom Grund, Leiden.
Die Arbeit befasst sich mit der Philosophie von Arthur Schopenhauer und analysiert insbesondere die enge Verbindung zwischen seiner Ästhetik und seinem philosophischen Gesamtsystem.
Zentrale Themen sind die Erkenntnistheorie (Welt als Vorstellung und Wille), die Metaphysik des Schönen, die Kunsttheorie sowie die methodische Abgrenzung der Philosophie gegenüber den Wissenschaften.
Die Untersuchung geht der Frage nach, was die Nähe zwischen Kunst und Philosophie bei Schopenhauer bedingt und welche Erkenntnisse aus dieser Verwandtschaft für sein System resultieren.
Die Arbeit nutzt eine systemtheoretische und komparative Analyse, bei der Schopenhauers Hauptwerk und seine Ästhetik-Vorlesungen auf Basis der primär- und sekundärliterarischen Quellen systematisch aufgearbeitet werden.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der Ästhetik, der Lehre von den platonischen Ideen, der Kontemplation und der hierarchischen Ordnung der Künste, von der Baukunst bis hin zum Trauerspiel und der Musik.
Die zentralen Charakteristika sind Schopenhauers Willensmetaphysik, die Unterscheidung zwischen dem individuellen und dem reinen Subjekt des Erkennens sowie die teleologische Ausrichtung der Kunst.
Im Gegensatz zu anderen Künsten, die lediglich platonische Ideen (als Abbilder) vermitteln, gilt Musik als unmittelbare Objektivation und Abbild des Willens selbst.
Phantasie ermöglicht es dem Genie, das Unwesentliche aus der Natur zu entfernen und die platonischen Ideen reiner darzustellen, wodurch sie für den Rezipienten besser erfassbar werden.
Während das Schöne den Betrachter zur mühelosen Kontemplation einlädt, erfordert das Erhabene ein Überwinden des eigenen Willens angesichts einer bedrohlichen oder überwältigenden Übermacht.
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