Masterarbeit, 2021
61 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Forschungsfrage
1.3 Struktur der Arbeit
2 Bitcoin
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Ursprung und zeitliche Entwicklung
2.3 Eigenschaften
2.3.1 dezentralisiert / Peer-to-Peer
2.3.2 Trust Minimized / Permissionless / Open Source
2.3.3 Immutable / Censorship Resistant
2.3.4 Disinflationary/ Hard Coded Monetary Policy/ Scarcity
2.4 Investment Case
2.4.1 Safe Haven Asset
2.4.2 Portfoliodiversifikation
2.4.3 Alternative Asset
3 Preisliche Einflussfaktoren
3.1 Interne Einflussfaktoren / intrinsischer Wert
3.2 Externe Einflussfaktoren
3.2.1 Angebot und Nachfrage verbunden mit Nachfrageschocks
3.2.2 Bitcoin Mining
3.3 Sonstige Einflussfaktoren
3.3.1 Tether
3.3.2 Bankarbeitstage
4 Empirischer Teil
4.1 Methodik
4.1.1 Returns
4.1.2 Schiefe und Kurtosis
4.1.3 Arithmetisches Mittel und Median der täglichen Returns
4.1.4 Korrelation der Handelsvolumen
4.2 Ergebnisse
4.2.1 Returns
4.2.2 Schiefe und Kurtosis
4.2.3 Arithmetisches Mittel und Median der täglichen Returns
4.2.4 Korrelation der Handelsvolumen
4.3 Diskussion
5 Fazit und Ausblick
5.1 Welche Einflussfaktoren beeinflussen den Bitcoin-Preis?
5.2 Grenzen dieser Arbeit
5.3 mögliche zukünftige Forschungsfragen
5.4 Fazit
Die Arbeit analysiert die Einflussfaktoren auf den Bitcoin-Preis, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Untersuchung möglicher Preisanomalien an Bankfeiertagen liegt. Es wird der Frage nachgegangen, ob die eingeschränkte Verfügbarkeit von Banküberweisungen an Wochenenden zu einem Verkäuferüberhang und somit zu sinkenden Renditen führt.
2.3.1 dezentralisiert / Peer-to-Peer
Vorgänger, die versuchten, eine digitale Alternative zum staatlich herausgegebenen Geld zu etablieren, scheiterten grundsätzlich daran, dass sie nicht gleichzeitig dezentralisiert und vollständig ohne einer zu vertrauenden dritten Partei (trusted third parties) waren. Um zu verhindern, dass Beträge im traditionellen Finanzsystem doppelt ausgegeben werden, führen beispielsweise Banken zentralisierte Datenbanken, welche sie bei ausgehenden und eingehenden elektronischen Zahlungen aktualisieren. Dieses Problem existiert bei Bargeldzahlungen in dieser Form nicht, da das Geld hier nur einmal ausgegeben kann, jedoch in der Form von Fälschungen von Banknoten und Münzen. Auch für digitale Währungen war daher bisher solch eine zentrale Stelle nötig. Satoshi Nakamoto hatte es zum ersten Mal geschafft, das double-spending Problem von vorangegangenen elektronischen Cash Implementierungen zu lösen und erfolgreich eine dezentralisierte Kryptowährung zu schaffen.
Die öffentliche Blockchain des Bitcoins wird dabei auf vielen weltweit verteilten Rechnern simultan ausgeführt. Jeder dieser Rechner enthält eine Kopie des öffentlich einsehbaren Transaktionsregisters. Diese autonomen Rechner werden als sogenannte Full-Nodes bezeichnet, da sie die volle Transaktionshistorie abspeichern und validieren. Diese hohe Anzahl an unabhängigen Full-Nodes ist unter anderem wichtig, um die Zensurresistenz des Netzwerkes zu stärken vor beispielsweise Staaten oder anderen für die Integrität des Netzwerkes potenziell gefährlichen Akteuren zu schützen. Damit die Full-Node Software an sich kein Flaschenhals in der Dezentralität des Netzwerkes wird, gibt es mehrere solcher Implementationen, dabei ist die meistgenutzte Version „Bitcoin Core“ gefolgt von „Bitcoin Knots“.
Bestimmte Full-Nodes übernehmen dabei nicht nur die Aufgabe der Verifizierung von Transaktionen, sondern führen diese Transaktionen selbst aus, bevor sie von anderen Full-Nodes verifiziert werden. Diese werden als sogenannte Miner bezeichnet. Auf diesen Prozess wird in Kapitel 2.3.3 und folgenden näher eingegangen.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Bitcoin, Erläuterung der Motivation sowie Definition der Forschungsfrage und Struktur der Arbeit.
2 Bitcoin: Umfassende Darstellung des Bitcoin-Netzwerks, seiner technischen Eigenschaften, seiner Historie und seiner Eignung als Investment.
3 Preisliche Einflussfaktoren: Analyse interner (intrinsischer Wert) und externer Faktoren wie Angebot/Nachfrage, Mining-Kosten und sonstige Einflüsse wie Tether oder Bankarbeitstage.
4 Empirischer Teil: Detaillierte methodische Vorgehensweise und Auswertung der historischen Preisdaten hinsichtlich Renditen und Handelsvolumina an unterschiedlichen Wochentagen.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, kritische Reflexion der Untersuchungsgrenzen und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Bitcoin, Kryptowährung, Peer-to-Peer, Blockchain, Mining, Finanzmarkt, Rendite, Volatilität, Bankarbeitstage, Investment, Safe Haven, Portfoliodiversifikation, Kursanalyse, Tether, Marktkapitalisierung.
Die Arbeit untersucht die Faktoren, die den Bitcoin-Preis beeinflussen, mit speziellem Fokus auf statistische Muster in Preisdaten und Handelsvolumina.
Neben den technischen Grundlagen von Bitcoin und dessen Charakterisierung als Investment werden interne Faktoren sowie externe Markteinflüsse wie Mining und der Stablecoin Tether analysiert.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob an Wochenenden und Bankfeiertagen aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten für Banküberweisungen auf Handelsplattformen signifikante Preisanomalien oder Verkäuferüberhänge bei Bitcoin auftreten.
Die Arbeit nutzt quantitative Analysen historischer Preisdaten und Handelsvolumina im Zeitraum von 2014 bis 2020, wobei Kennzahlen wie arithmetisches Mittel, Median, Schiefe und Kurtosis berechnet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit den Einflussfaktoren sowie eine empirische Untersuchung, die das Renditeverhalten an verschiedenen Wochentagen vergleicht.
Die Arbeit dreht sich primär um Bitcoin, Kryptowährung, Finanzmarktanalyse, Volatilität, Blockchain, Investment und das spezifische Verhalten von Preisrenditen an Banktagen.
Diese statistischen Maße werden genutzt, um die Verteilung der Bitcoin-Returns zu untersuchen, insbesondere um das Vorhandensein von "Fat Tails" und die Asymmetrie der Kursbewegungen wissenschaftlich zu bestätigen.
Die empirischen Daten liefern keine eindeutige Bestätigung für diese Hypothese, da beispielsweise der Samstag entgegen der Annahme oft mit sehr positiven Ergebnissen abschneidet.
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