Examensarbeit, 2021
126 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Fragestellung und Ziel und Struktur der Arbeit
2 Geoinformationssysteme (GIS)
2.1 GIS – Definition und Funktionsweise
2.2 Anwendungsfelder von GIS
2.3 Status Quo: GIS im Geographieunterricht
2.3.1 … international
2.3.2 … in Deutschland
3 Fachdidaktischer Teil
3.1 Bildungspolitische Rahmenbedingungen
3.1.1 Kerncurriculumanalyse zu Erdkunde von Hessen
3.1.2 Geographie in Hessen und die Einbettung von Geoinformation
3.1.3 Kompetenzbereiche der Bildungsstandards
3.2 Vorteile, Chancen und Ziele von GIS im Geographieunterricht
3.3 Hürden in der Umsetzung von GIS im Geographieunterricht
3.4 Kompetenzentwicklung - Didaktische Konzepte
3.4.1 Frühes Erlernen von Basistechniken – progressives Lernen
3.4.2 Bedeutung von Virtuellen Globen
3.4.3 Vom WebGIS zum DesktopGIS
3.4.4 Entdeckendes und problemorientiertes Lernen
3.4.5 Rolle der Lehrperson
3.4.6 Projektunterricht
4 Qualitative Feldforschung
4.1 Zielsetzung, Fragestellungen und Annahmen der Studie
4.2 Charakteristik des Untersuchungsfeldes
4.3 Forschungsmethodisches Vorgehen: Qualitatives Leitfadeninterview
4.4 Leitfadendesign
4.5 Durchführung der Interviews
4.6 Auswahl des Auswertungsverfahrens: Inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse
5 Präsentation der Ergebnisse
5.1 Vorstellung der Kategorien
5.2 Vorstellung empirischer Befunde: Deskriptive Ergebnisse und Analyse der Daten
5.2.1 Zum GIS-Begriff
5.2.2 Relevanz von GIS
5.2.3 Didaktik
5.2.4 Hürden beim Einsatz von GIS im Unterricht
5.2.5 Teamarbeit/Kollegium
5.2.6 Zukunftsprognose
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung der Interviewergebnisse
6.2 Diskussion der Ergebnisse in Bezug auf die Forschungsfrage
6.3 Diskussion der unterrichtspraktischen Themen
6.4 Kritische Reflexion der Untersuchung (methodisch)
6.5 Handlungsempfehlung
7 Fazit & Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem fachdidaktischen Potenzial von Geoinformationssystemen (GIS) und deren tatsächlich geringer Implementierung im Erdkundeunterricht an hessischen Gymnasien. Ziel ist es, durch eine qualitative Leitfadeninterviews mit Lehrkräften zu ergründen, welche Faktoren den selbstverständlichen Einsatz von GIS und GIS-ähnlichen Produkten im Unterricht hemmen, und daraus handlungsorientierte Empfehlungen abzuleiten.
3.3 Hürden in der Umsetzung von GIS im Geographieunterricht
„Soziale und strukturelle Barrieren“ (Kerski 2003, S. 134) limitieren die Möglichkeiten eines GIS-Einsatzes in der Schule. Als meistgenannte Schwierigkeit beim einmaligen Unterrichtseinsatz an einer Berliner Schule, geleitet von Falk & Nöthen, nennen die Schülerinnen softwareimmanente Hürden, nämlich das Datenmanagement (59%). Mit großem Abstand folgen die Faktoren Softwareinstabilität (11%), da es zu Abstürzen kam, und umständliche Softwareinstallation (9%). Unter Sonstiges wurde vor allem die geringe Zeitkapazität genannt (Falk und Nöthen 2005, S. 93f). In Abbildung 8 ist die genaue Verteilung der Problemursachen abzulesen. Es muss beachtet werden, dass die Pilotstunde mit GIS vor fünfzehn Jahren stattgefunden hat und sich die Hardwareausstattung dementsprechend womöglich auf einem qualitativ niederen Stand im Vergleich zum heutigen Standard befunden hat.
Bevor es zu einer Unterrichtsstunde mit GIS kommen kann, stoßen Lehrerinnen auf Probleme und Schwierigkeiten, die ihnen einen Unterrichtseinsatz verwehren. Allerdings liegt es zu einem großen Teil in der Natur eines Geographischen Informationssystems, dass es nicht durch ein einfaches "plug and play" zu bedienen ist (Kerski 2003, S. 131). Zwar würden es mehr Lehrerinnen bei einer einfacheren Bedienung nutzen, allerdings würde das System an Funktionalitäten und Flexibilität einbüßen.
Im Folgenden werden die in der Fachliteratur meist genannten Hürden vorgestellt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Geoinformationen im Alltag und problematisiert die zögerliche Implementierung von GIS in den Geographieunterricht trotz fachdidaktischer Forderungen.
2 Geoinformationssysteme (GIS): Dieses Kapitel definiert GIS und seine Funktionsweise, grenzt verschiedene GIS-Typen ab und gibt einen Überblick über den internationalen und nationalen Status Quo des Einsatzes.
3 Fachdidaktischer Teil: Hier werden die bildungspolitischen Rahmenbedingungen, Chancen sowie didaktische Konzepte für den GIS-Einsatz im Erdkundeunterricht diskutiert und kritisch hinterfragt.
4 Qualitative Feldforschung: Das Kapitel beschreibt das methodische Design der Studie, die Begründung für das Leitfadeninterview sowie die Durchführung und Auswertung der Interviews mit hessischen Lehrkräften.
5 Präsentation der Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Erhebung werden systematisch nach den Kategorien GIS-Begriff, Relevanz, Didaktik, Hürden, Teamarbeit und Zukunftsprognose dargestellt.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden mit dem theoretischen Teil verknüpft, um Parallelen und Diskrepanzen in Bezug auf die Forschungsfrage zu identifizieren und unterrichtspraktisch zu reflektieren.
7 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungen, um die Diskrepanz zwischen Potenzial und Schulpraxis zu verringern.
Geoinformationssysteme, GIS, Erdkundeunterricht, Fachdidaktik, Medienbildung, Qualitative Inhaltsanalyse, Lehrerausbildung, Schulcurriculum, Räumliches Denken, WebGIS, Blended Learning, Lehrerrolle, Unterrichtsmedien, Digitale Transformation, Schulpraxis
Die wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt sich mit der Diskrepanz zwischen der fachdidaktischen Forderung nach dem Einsatz von GIS im Unterricht und der tatsächlichen, eher geringen Nutzung in der Schulpraxis an hessischen Gymnasien.
Die Arbeit fokussiert sich auf didaktische Konzepte, bildungspolitische Rahmenbedingungen, die Rolle der Lehrkräfte, technische Hürden bei der Umsetzung sowie die Integration von GIS zur Förderung räumlicher Orientierungskompetenz.
Das Ziel ist es, die Gründe (Faktoren) zu identifizieren, die Lehrkräfte daran hindern, GIS im Unterricht einzusetzen, um basierend auf diesen Erkenntnissen Barrieren abzubauen und den Unterrichtsalltag zu unterstützen.
Die Autorin wählte einen qualitativen Ansatz und führte Leitfadeninterviews mit neun Lehrerinnen durch, die anschließend mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der den Status Quo und die Didaktik von GIS beleuchtet, sowie einen empirischen Teil, der die Lehrerinterviews analysiert und in der Diskussion mit der Theorie vergleicht.
Wichtige Begriffe sind Geoinformationssysteme, Erdkundeunterricht, didaktische Implementierung, Lehrerfortbildung und Medienkompetenz.
Die Lehrkräfte nannten vor allem Zeitmangel im Unterricht, ein überladenes Curriculum, unzureichende techniche Schulung während des Studiums, Komplexität der Software und mangelnde Kooperation innerhalb der Fachschaften.
Die meisten befragten Lehrerinnen empfinden den zeitlichen Vorbereitungsaufwand für GIS-Stunden als sehr hoch, wobei sie den resultierenden pädagogischen Mehrwert für die Schülerinnen oft kritisch hinterfragen oder als im Verhältnis zu gering wahrnehmen.
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